Hamminkeln

Politik will keine Kieslaster in den Orten

Unternehmen können nicht verpflichtet werden

Montag, 8. Februar 2021 - 16:52 Uhr

von Stefan Pingel

Hamminkeln - Politik und Verwaltung sind sich einig, dass man den Lkw-Verkehr der Kiesunternehmen lieber über Land leiten möchte als durch die Orte. Eine Handhabe allerdings sieht die Stadtverwaltung nicht unbedingt. „Die Unternehmen können nicht wirklich verpflichtet werden“, stellte Bürgermeister Bernd Romanski jetzt bei den Haushaltsberatungen fest.

© Stefan Pingel

Die FWI wollte einen Betrag von 1500 Euro zur Verfügung stellen, um zum Beispiel mittels Flugblättern, Unternehmer dazu zu bewegen, mit ihren Fahrzeugen andere Wege einzuschlagen. So habe sich das Unternehmen Holemans zum Beispiel bereit erklärt, über die Van-de-Wall-Straße zu fahren, statt den Weg durch Brünen zu nehmen, sagte Ratsherr Daniel Puckert im Planungsausschuss. Gespräche dazu hatte die FWI schon Ende 2019 geführt. Den Mehraufwand, mit den Lkws über die Van-de-Wall-Straße zu fahren, hatten die Freien Wähler mit anderthalb Minuten beziffert.

Romanski befürchtete, dass man damit keinen größeren Erfolg haben werde. Es gebe sehr viele kleine Unternehmer, die ihre Route sehr genau nach Zeitaufwand und Kosten berechnen. Sie alle anzusprechen, werde schwierig. Zudem sei auch die Verkehrsbehörde Straßen NRW kaum zu überzeugen. Kreis- und Landstraßen müssen – auch wenn sie durch Orte führen – Schwerlastverkehr aufnehmen.

Die Idee, mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen, ist übrigens nicht neu. Schon um die Jahrtausendwende machten die CDU-Ortsverbände Dingden und Ringenberg einen ähnlichen Vorstoß, um den Schwerlastverkehr aus ihren Ortsteilen zu verbannen. Bis heute erfolglos.

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