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Hamminkeln

Südspange soll Westtangente in Hamminkeln ersetzen

Planungsausschuss: Verbindung zwischen Blumenkamper und Diersfordter Straße

Donnerstag, 8. März 2018 - 17:02 Uhr

von Stefan Pingel

Hamminkeln - Der Planungsausschuss hat das Thema der Westtangente Hamminkeln im Prinzip zu Grabe getragen. Verkehrsplaner Thomas Rödel vom Büro Rödel & Pachan stellte den Politikern auf Betreiben der Verwaltung stattdessen eine Spange im Süden Hamminkelns von der Blumenkamper Straße bis zum Schulzentrum an der Diersfordter Straße vor.

Foto: Kirsten Schmitz

Die Achse (rot gestrichelt) zwischen Blumenkamper Straße und Schulzentrum stellt nicht die endgültige Trasse dar. Verkehrsplaner und Verwaltung versprechen sich eine Entlastung der Diersfordter Straße. Auf dem freien Feld kann auch eine neue Siedlung entstehen.

„Die Westtangente ist tot?“, fragte Bruno Lipkowsky (SPD). Bürgermeister Bernd Romanski entgegnete spöttisch, nachdem die Stadt seit Jahrzehnten keinen Zugriff auf die Grundstücke hatte: „Mir ist nicht bekannt, dass die Westtangente jemals gelebt hat.“

Ziel muss es sein, die Diersfordter Straße zu entlasten, sagte Romanski. Mit dem Ausbau des Schulzentrums, der Erweiterung der Obstkelterei van Nahmen und anderen Maßnahmen im Ortskern müsste man die Diersfordter Straße ausbauen. Eine Alternative könnte diese Achse zwischen Blumenkamper Straße und dem Schulzentrum bilden. Der gesamte Verkehr des Schulzentrums könnte darüber fließen: Schulbusse, Lehrer, Oberstufenschüler. Rödel schlug auch einen „Drop-off-Bereich“ für Schüler vor, eine Zone, in der die gefürchteten Elterntaxis halten können. Dabei sei noch nicht geklärt, ob es eine Durchfahrt zur Diersfordter Straße geben solle oder eine Art Busbahnhof.

Nachteilige Aspekte sah Verkehrsplaner Rödel nicht, eher noch einen zusätzlichen Nutzen. Die Straße könnte auch als Erschließung für ein zukünftiges Wohngebiet im Süden Hamminkelns dienen. Die Verkehrsberechnungen ergaben für ihn, dass der größte Teil des Verkehrs dann von der Blumenkamper Straße auf die Bundesstraße abfließen würde. Allerdings stellte Stadtplaner Manfred Boshuven auch klar, dass weniger Verkehr auf der Diersfordter Straße zu mehr Verkehr auf der Blumenkamper Straße führen würde.

Die Spange kam gar nicht so schlecht in der Politik an. Wilhelm Kloppert (CDU) erinnerte an einen Antrag der Hamminkelner Werbegemeinschaft von 1996 (damals unter seinem Vorsitz) mit genau dieser Trasse. Der sei damals im Planungsausschuss abgeschmettert worden. „Das muss ein schlauer Mensch gewesen sein“, mutmaßte er über den Antragsteller.

Die Realisierung werde aber noch einige Zeit dauern, sagte Silke Westerhoff (FDP). Das gelte aber auch für das zweite Thema einer Einbahnstraßenregelung für den Ortskern (siehe Bericht unten), erwiderte Romanski. Erst werde man das Ende des Bauprojekts an der Raiffeisenstraße abwarten, denn in diesem Zuge werde auch die Straße umgestaltet. Er sprach von einer Umsetzung ab 2021.

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