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Isselburg

Der Weg ist frei für ein neues Archiv in Isselburg

Planungsausschuss stimmt für Ausschreibung

Mittwoch, 7. November 2018 - 11:36 Uhr

von Claudia Feld

Isselburg - Das städtische Archiv existiert derzeit eigentlich nicht und soll nun aufgebaut werden. Die Mitglieder des Planungsausschusses haben in ihrer jüngsten Sitzung entschieden, den Weg für die Ausschreibung freizumachen. Als nächstes muss der Rat Mitte November entscheiden.

Foto: Eva Dahlmann

Das Archiv, das derzeit in einer Halle an der Hüttenstraße ist und aus einer Sammlung von Akten in Regalen und Kartons besteht, soll von einer Fachfirma neu katalogisiert und systematisch aufgebaut werden.

In ihrer Vorlage hatte die Verwaltung einen Vorschlag gemacht, hinsichtlich welcher Kriterien der Zuschlag vergeben werden soll. So sollte zu 55 Prozent der Preis entscheiden, zu 30 Prozent die Erfahrung und Qualifizierung der Mitarbeiter, die das Archiv aufbauen sollen und zu 15 Prozent das Konzept für den Aufbau des Archivs. Die Politiker hatten vor der Entscheidung aber noch einige Fragen. Wer denn die Ausschreibung in Auftrag gibt, wie hoch die zu erwartenden Kosten sind und wer die Angebote auswertet, wollte Grünen-Fraktionschef Uwe Übelacker wissen.

Die Stadtverwaltung werde die Ausschreibung auf den Weg bringen und dabei vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt, sagte Kämmerer Alexander Herzberg. Einen Festpreis für den Aufbau des Archivs werde die Stadt nicht bekommen, stellte der Kämmerer in Aussicht. „Es ist völlig ungeklärt, wie viele Akten gesichtet werden müssen.“

Ob es denn eine Lösung hinsichtlich des Raums für das Archiv gibt, wollte Olaf Roßmüller (CDU) wissen. Theoretisch gebe es Räume in einem neu erworbenen Gebäude in Anholt, sagte Herzberg. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Kopierservice Venhorst am Markt. Dagegen sprach sich Johann Radstaak (SPD) aus: „Das Archiv muss nah an der Hauptverwaltung sein. Deshalb sollte es nicht nach Anholt.“ Es sei sinnvoller, das Archiv im ehemaligen Realschulgebäude unterzubringen, wenn dieses für die Verwaltung umgebaut wird. Wo das Archiv letztlich aufgebaut wird, beschlossen die Ausschussmitglieder aber nicht.

Die CDU wollte noch wissen, wie viel Personal vorgesehen sei. Es sei durchaus sinnvoll, wenn der Aufbau des Archivs von einem städtischen Mitarbeiter begleitet werde, der sich dann auch später um das Archiv kümmert, sagte Roßmüller. Aber: „Eine Vollzeitstelle nur für das Archiv sehen wir nach wie vor überhaupt nicht.“ Derzeit gebe es eine Halbtagsstelle, die mit einem Sperrvermerk versehen ist, bis das Archiv aufgebaut ist, erinnerte Kämmerer Alexander Herzberg. Der Vermerk könne jederzeit aufgehoben werden, dann stehen Stellenanteile bereit, um den Archivaufbau zu begleiten.

Der Vorschlag der Verwaltung – inklusive der Kriterien für den Zuschlag – wurden von den Politikern einstimmig angenommen. Bevor der Auftrag vergeben wird, soll er ein weiteres Mal im Rat behandelt werden. Für den Aufbau des Archivs stehen 50.000 Euro bereit.

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