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Isselburg

Nach Sturm: Werther Mühle bekommt Flügel aus Stahl

Versicherung stimmt Tausch zu

Dienstag, 27. Februar 2018 - 16:40 Uhr

von Claudia Feld

Isselburg-Werth - Noch sieht die Werther Turmwindmühle ziemlich „zerrupft“ aus. Zwei Stürme in den letzten Jahren haben das Bauwerk aus dem Jahr 1498 stark beschädigt. Doch nun sollen die Flügel ersetzt werden - durch neue Stahlflügel.

Foto: Sven Betz

Der traurige Anblick, den die Turmwindmühle derzeit bietet, soll bald vergessen sein. Noch vor dem Mühlenfest im Sommer sollen die Flügel getauscht werden.

Isselburg-Werth - Schon seit etwas über einem Jahr, nach Sturm „Thomas“ im Februar 2017, büßt die Werther Turmwindmühle einen ihrer Flügel ein. Seit etwas mehr als einem Monat steht sie oben rum deutlich gerupfter da und bietet einen traurigen Anblick. Denn bei Sturmtief „Friederike“ Mitte Januar sind zwei weitere hölzerne Flügel zum Teil abgebrochen. Der traurige Anblick, den das historische Gebäude seitdem bietet, soll aber bald der Vergangenheit angehören.

„Wir würden das gerne so schnell wie möglich machen“, sagt Bauamtschef Michael Carbanje auf BBV-Anfrage über die Reparatur. Der Heimatverein Werth kümmert sich um die Mühle, die im Jahr 1498 errichtet wurde. Sie gehört aber der Stadt Isselburg. Im städtischen Bauamt gebe es eine Prioritätenliste, da stehe die Mühle recht weit oben, sagt Carbanje. „Wir würden das gerne bis zum Mühlenfest im Sommer erledigt haben.“

Eigentlich sollte der erste Flügel bereits repariert sein, erzählt Carbanje. „Wir wollten gerade austauschen, da kam ,Friederike‘.“ Es habe eine gewisse Zeit gedauert nach dem ersten Sturm, bis die Versicherung grünes Licht gegeben habe. Zunächst sei geprüft worden, wie die Flügel wieder instand gesetzt werden sollten. „Wir haben festgestellt, dass die Holzflügel etwa alle 13 Jahre erneuert werden müssen“, sagt der Bauamtschef.

Daraufhin sei überlegt worden, Stahl- statt Holzflügel zu nehmen, da diese deutlich langlebiger seien – sie können 40 bis 50 Jahre alt werden, bevor sie ausgetauscht werden müssen. Als nächstes habe geprüft werden müssen, ob die Nabe im Inneren der Mühle die Stahlflügel aufnehmen und halten kann. Das sei der Fall, sagt Jürgen van Geldern vom städtischen Bauamt.

Die Leisten, an denen die eigentlichen Flügel befestigt werden, sollen aus witterungsbeständigem Lerchenholz gefertigt werden, kündigt van Geldern an. „Von der Optik her wird es nicht wesentlich anders sein als jetzt.“

Bei den Stürmen im Februar letzten und Januar diesen Jahres sind nicht nur die Flügel der Turmwindmühle beschädigt worden, sondern auch die darunter liegende Galerie. Sie wurde vom Bauhof gesperrt und darf seit einem Jahr nicht mehr betreten werden. Auch die Galerie soll nun ausgetauscht werden. Das Holzkonstrukt werde einem aus Stahl weichen, sagt Bauamtschef Michael Carbanje. Insgesamt war bei den Stürmen „Thomas“ und „Friederike“ an der Mühle ein Schaden von rund 60.000 Euro entstanden.

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