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Regionales

Coronavirus: Zahlen im Kreis Borken wieder deutlicher gestiegen

Dringlicher Appell des Landrats / Vorfall in Bocholt

Dienstag, 21. Juli 2020 - 16:59 Uhr

von Sebastian Renzel und Patrick Moebs

Kreis Borken - Die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus im Kreis Borken ist in den vergangenen Tagen wieder deutlicher gestiegen. Grund dafür ist das Infektionsgeschehen auf einem Borkener Gemüsehof.

© Cdc/ZUMA Wire/dpa

Aktuell sind im Kreis Borken laut Statistik des Kreises 20 Personen infiziert. 11 davon sind Mitarbeiter des Borkener Gemüsehofes. In Bocholt gibt es zwei Infizierte, in Rhede einen aktuellen Fall und Isselburg ist infektionsfrei.

Eine Übersicht über die einzelnen Kommunen:

Kommune Infizierte  Gesundete Verstorben Infizierte gesamt
Ahaus 2 (2) 142 (142) 3 (3) 147 (147)
Bocholt 2 (2) 167 (167) 7 (7) 176 (176)
Borken 11 (8) 93 (93) 3 (3) 107 (104)
Gescher 0 (0) 56 (56) 2 (2) 58 (58)
Gronau 0 (0) 125 (125) 6 (6) 131 (131)
Heek 0 (0) 33 (33) 0 (0) 33 (33)
Heiden 0 (0) 29 (29) 2 (2) 31 (31)
Isselburg 0 (0) 35 (35) 2 (2) 37 (37)
Legden 0 (0) 19 (19) 0 (0) 19 (19)
Raesfeld 0 (0) 54 (54) 1 (1) 55 (55)
Reken 3 (3) 40 (40) 0 (0) 43 (43)
Rhede 1 (1) 62 (62) 2 (2) 65 (65)
Schöppingen 1 (1) 23 (23) 0 (0) 24 (24)
Stadtlohn 0 (0) 45 (45) 3 (3) 48 (48)
Südlohn 0 (0) 37 (37) 1 (1) 38 (38)
Velen 0 (0) 39 (39) 1 (1) 40 (40)
Vreden 0 (0) 80 (80) 5 (5) 85 (85)
Gesamt 20 (17) 1.079 (1.079) 38 (38) 1.137 (1.134)

Ein dringlichen Appell richtet Landrat Dr. Kai Zwicker an die Bürger: Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind bei Einreise nach Deutschland verpflichtet, sich sofort beim Gesundheitsamt zu melden. Anlass ist ein Vorfall in Bocholt, den ein am Samstag aus Serbien zurückgekehrter Mann ausgelöst hat. Der Betroffene hatte seine Ankunft nicht beim Kreisgesundheitsamt gemeldet und sich auch nicht in häusliche Isolation begeben. Am Dienstag kam er dann mit gesundheitlichen Problemen ins Krankenhaus. Der Corona-Test ergab ein positives Ergebnis, berichtet die Kreisverwaltung. Sowohl seiner Familie als auch weiteren engen Kontaktpersonen wurde daraufhin auferlegt, sich in Quarantäne zu begeben.

Wer aus einem Risikogebiet einreist und kein ärztliches Zeugnis über einen negativen PCR-Corona-Abstrich vorlegen kann, das höchstens 48 Stunden vor der Einreise erstellt wurde, muss sie sich unverzüglich für 14 Tage in häusliche Isolation begeben. In diesem Zeitraum darf derjenige auch nicht Personen empfangen, die nicht seinem Haushalt angehören. Überdies ist er verpflichtet, das Gesundheitsamt zu informieren, wenn bei Symptome auftreten, die auf das Coronavirus hindeuten (zum Beispiel Fieber, Husten, Atemnot). Auf diese Regelungen der Corona-Einreise-Verordnung weist Zwicker hin. Bislang haben sich beim Kreisgesundheitsamt Borken 425 Personen gemeldet, die aus Risikogebieten eingereist sind.

Zwicker mahnt: „Einerseits freuen wir uns, dass Reisen wieder möglich sind, andererseits ist das Virus leider aber nicht aus der Welt. Wir müssen daher gemeinsam dafür sorgen, dass es sich nicht weiterverbreitet. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle, die aus Risikogebieten kommen, strikt an die Regelungen halten und mit uns Kontakt aufnehmen.“

Es gebe zwei Möglichkeiten, dem Kreisgesundheitsamt die Rückkehr zu melden: per E-Mail an die Adresse corona.reise@kreis-borken.de oder per Telefon an die Hotline des Kreises Borken, 02861/681-1616 (montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr). Einreisenden wird dann vom örtlichen Ordnungsamt auferlegt, dass sie zu Hause in häuslicher Absonderung bleiben müssen. Alternativ können sie sich auf das Coronavirus testen lassen – bei negativem Befund dürfen sie die Quarantäne verlassen. Der Test wird auf Anfrage vom Kreisgesundheitsamt veranlasst.

Eine Liste der aktuellen Risikogebiete gibt es auf der Website des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

BBV Redaktion 22.07.202014:52 Uhr

Da hat sich in der Tat ein Fehler eingeschlichen. Der Link sollte aber jetzt funktionieren.
Viele Grüße aus der BBV-Redaktion

Sonja Koschnick 22.07.202010:49 Uhr

Der Link zu den Risikogebieten ist nicht mehr aktiv.

Detlev Scherbring antwortete am 22.07.202011:05 Uhr

Bei dem Linkhat sich durch den Zeilenumbruch ein Bindestrich eingeschlichen.
Link zu den internationalen Risikogebieten: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

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