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Rhede

Zwei neue Sozialarbeiter für das Gönni

Lena Olbering und Simon Kaes sind jetzt im Jugendhaus

Montag, 27. November 2017 - 16:25 Uhr

von Eva Dahlmann

Rhede - Es gibt zwei neue Sozialarbeiter für die jungen Leute in Rhede: Lena Olbering (22) und Simon Kaes (26) haben beide Sozialpädagogik in Enschede studiert und beide werden mit einer halben Stelle im Jugendhaus Gönni arbeiten. Damit gewinnt das Gönni eine halbe Stelle hinzu.

Foto: Eva Dahlmann

Verstärkung für Gönni-Leiterin Annelie Giersch (Mitte): Lena Olbering aus Stadtlohn und Simon Kaes aus Bocholt werden mit jeweils einer halben Stelle Teil des Gönni-Teams. Kaes macht außerdem mobile Sozialarbeit und Olbering ist Schulsozialarbeiterin.

Für Lena Olbering ist es die erste Stelle als Sozialpädagogin, sie hat im Sommer ihren Abschluss gemacht. Sie ersetzt Tina Doods, die halbtags Schulsozialarbeit gemacht hat und mit der anderen halben Stelle im Gönni war. Im Schulzentrum wird Olbering Schüler, Eltern und Lehrer beraten. „Ich werde soziale Kompetenztrainings machen oder präventive Aufgaben zum Thema Mobbing übernehmen“, berichtet Olbering. Es könne beispielsweise auch darum gehen, Flüchtlinge in die Klassen zu integrieren. „Oft arbeiten wir mit den Lehrern als Team“, sagt Olbering. Andererseits gelte für sie die Schweigepflicht, wenn Schüler mit ihr reden wollten: „Sie können alle Probleme ansprechen.“

Ihre Arbeit im Gönni müsse sie aber ganz klar von den Schulthemen abgrenzen, erläutert Olbering. Wenn ein Schüler sie im Gönni auf Schulvorfälle anspreche, werde sie das Gespräch auf die Schulzeit verlegen. Denn, das betont auch Gönni-Leiterin Annelie Giersch, das Jugendhaus solle ein Ort zum Entspannen sein für die Jugendlichen.

Simon Kaes besetzt die neu geschaffene halbe Stelle im Gönni und macht mit der anderen Hälfte seiner Arbeitszeit mobile Jugendarbeit. Der Bocholter will für alle Jugendlichen Ansprechpartner sein, besonders für die, die nicht in Vereinen eingebunden sind und sich einfach so im Stadtgebiet treffen. „Ich bin Gast im Sozialraum der Jugendlichen und stehe für ihre Interessen ein“, sagt Kaes. „Ich möchte das Sprachrohr der Jugendlichen sein. Wir haben den kurzen Draht zur Stadt.“ Er ist sich sicher, dass sich viele Probleme, die von der Stadt und den Politikern an die Jugendarbeiter herangetragen werden, lösen ließen. Ein Beispiel: Man wundert sich, warum an einer Bank immer Dreck liegt. Wenn man die Jugendlichen frage, erfahre man möglicherweise, dass der Mülleimer immer überfüllt sei oder das eben kein Mülleimer vorhanden sei.

Kaes sieht gerade die mobile Jugendarbeit als Herausforderung: „Da wird viel zu gestalten sein. Meine Strukturen werden noch zu gestalten sein.“ Er wird auch noch ein Konzept zur mobilen Jugendarbeit schreiben, um abzustecken, was der tatsächliche Bedarf der Jugendlichen ist.

Annelie Giersch ist außerdem froh, dass das Gönni-Team nun durch einen Mann ergänzt wird, „bei dem gezielt auch die Jungs andocken können.“ Denn manche Probleme könnten Jungs eben besser mit einem Mann besprechen.

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