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Zeitung in der Schule

Milchpreise sinken rasant

Bauern bangen um ihre Existenz

Dienstag, 20. März 2018 - 16:33 Uhr

von Benedikt von Eerde und Justin Wöhle

Bocholt - Die Preise für Milch sind im vergangen Monat rasant gesunken. Viele Bauern machen sich Sorgen um ihre Existenz. ,,Bald können wir einpacken, wenn das so weitergeht‘‘, sagt der 50 Jährige Bocholter Bauer.

Foto: dpa

Am Anfang des Jahres lag der Preis pro Liter bei etwa 35 Cent. Damit sich Arbeitskosten und Tierhaltung rechnen, braucht ein durchschnittlicher Bauer mit etwa 200 Kühen mindestens einen Preis von 33 Cent pro Liter. Nach Angaben zufolge, sind die Milchpreise im Februar bis auf 31 Cent gesunken, dadurch bedroht die Existenz vor allem kleine Betriebe. ,,Wenn wir die Milch weg bringen, wissen wir nicht, welchen Preis wir letztendlich pro Liter bekommen‘‘, sagt ein weiterer Bocholter Bauer mit etwa 100 Kühen.

Der Milchpreis orientiert sich an der Deutschen Milchkontor GmbH (DMK), der größten Molkerei in Europa. Desto billiger der Preis pro Liter bei der DMK ist, desto billiger müssen die anderen Molkereien werden, dadurch gelangt es zu den billigen Milchpreisen. Zudem gibt es zu viel Milch auf dem Markt, sodass die billigen Preise durch Angebot und Nachfrage zustande kommen.

Das Ausland verdient am meisten an der Milch, weil es in Ländern wie z.B. Saudi Arabien günstigere Arbeitsmöglichkeiten gibt. Es gibt dort zudem eine riesige Molkerei namens ,,Al Safi‘‘, die etwa 50 Tausend Kühe besitzt und Jährlich einen Umsatz von mehreren Milliarden macht.

Der Sprecher des Bauernverbands teilte uns zudem mit, dass der Milchpreis pro Liter bis auf 29 Cent sinken soll, und die Schmerzensgrenze erreicht sei. Der Milchpreis orientiert sich also immer an den großen Molkereien. Wenn die mit dem Preis runter gehen, müssen die Deutschen Molkereien auch mit dem Preis runter. Und da Deutschland nicht anführend am Weltmarkt ist, können die kleinen Deutschen Bauern einpacken. Da sie diejenigen sind, die mit dem Preis der Milch nicht leben können.

Anmerkung: Dieser Artikel ist im Rahmen des Projekts „Zeitung in der Schule“ an der Albert-Schweitzer-Rralschule entstanden. Die Artikel wurden von den teilnehmenden Schülern selber recherchiert und geschrieben.

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