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BBV-Perspektive

GW Lankern hofft auf eine ruhige Saison

Beim Fußball-A-Kreisligisten haben einige Routiniers aufgehört

Freitag, 21. Juli 2017 - 16:38 Uhr

von Rolf Himmelberg

Dingden-Lankern - Fast-Abstieg: FC Grün-Weiß Lankern entging in der vergangenen Saison haarscharf dem Abgrund. Der Horrortrip begann bereits früh, als die Truppe von Trainer Markus Rambach aus den ersten acht Partien lediglich einen Punkt holte. Erst am Ende der Kreisliga-A-Saison konnten die Grün-Weißen mit zwei Siegen hintereinander ihren Kopf noch aus der Schlinge ziehen.

Foto: Rolf Himmelberg

Das sind die Neulinge auf der Anlage am Lankerner Schulweg (von links): Sebastian Busse, Jan Oostendorp, Kai Weikamp, Chris Hessling, Maximilian Pols.

Nach dieser desaströsen Saison, in der der Vorstand aber immer wie eine Wand hinter dem Übungsleiter Rambach stand, wurde jetzt ein personeller Umbruch vollzogen. Sieben Spieler verließen den Verein oder hörten ganz auf. Externe Neuzugänge gibt es nicht. Dafür rücken sieben Akteure aus der zweiten Mannschaft und zwei Talente aus der eigenen A-Jugend auf.

„Es ist natürlich bitter, dass gleich so viele erfahrene Spieler auf einmal aufhören. Auf der anderen Seite braucht die Mannschaft ein neues Gesicht. Seit fast acht Jahren hat sich im Kader personell nicht viel getan. Daher mussten wir reagieren“, so Rambach. „Ich bin entspannt und freue mich auf die neuen Spieler, die nun die Chance besitzen, sich in dieser Liga zu beweisen.“

Der Verein geht logischerweise diesen Weg mit: „Vom Vorstand gibt es überhaupt keinen Druck auf die Mannschaft“, bestätigt Rambach. „Wir sind lange genug im Fußball-Geschäft, um zu wissen, dass es natürlich nicht einfach ist für so junge Spieler, ihre Form über die ganze Saison abzurufen. Da kann es immer mal wieder Rückschläge geben.“

Gerade wenn Leistungsträger länger ausfallen – wie dies in der vorigen Saison der Fall war – „lässt sich das nicht kompensieren“, sagt der Lankerner Trainer.

Einer dieser Leistungsträger ist Janek Joosten, der in der vorigen Saison vom Nachbarn SV Blau-Weiß Dingden kam und nun die Abwehr organisieren soll. „Janek hat hier einen Riesenschritt gemacht und ist bereits jetzt zum Führungsspieler gereift“, sagt Rambach, der große Stücke auf den 21-jährigen Innenverteidiger hält.

Als Herzstück im Mittelfeld sieht der Lankerner Coach Tobias Görkes an. „In diesem Mannschaftsteil besitzen wir die wenigsten Probleme. Hier können wir auf die gewohnte Achse setzen, mit Tobias als Antreiber“, berichtet der GWL-Coach.

Foto: Rolf Himmelberg

Markus Rambach, Heiner Bauhaus und Ulrich Kasparek (von rechts) bilden beim Fußball-A-Kreisligisten FC Grün-Weiß Lankern nach wie vor das Trainerteam.

Die große Unbekannte lauert im Angriff, denn ein richtiger Torjäger fehlt. Hier ruhen die Hoffnungen auf Neuzugang Rouven Zeitz, der aus der zweiten Mannschaft kommt. „Er hat in Lankern seine Qualität schon gezeigt und kann uns im Sturmspiel sehr helfen“, so Rambach.

Im Abwehrbereich setzt der Lankerner darauf, dass Maximilian Pols aus der eigenen A-Jugend schnell Fuß fasst. „Er zeigt gute Ansätze und ich glaube, dass er sich schnell etablieren wird.“

Bei Chris Hessling, Jan Oostendorp und Kai Weikamp hofft Rambach aufgrund ihrer fußballerischen Qualitäten auf eine zügige Integration. Auch bei den vier übrigen Neuzugängen sieht der Coach gute Ansätze: „Sie können den Sprung auch schaffen, benötigen aber noch etwas mehr Zeit.“

So legt Rambach, der wie gewohnt von seinen beiden Co-Trainern Ulrich Kasparek und Heiner Bauhaus unterstützt wird, in der Vorbereitung viel Wert darauf, die Neuen schnell einzubinden und die eigenen Stärken zügig rauszuarbeiten.

Schwächen gab es zuletzt im Spielaufbau, wo zu oft mit langen Bällen nach vorne operiert wurde. Am Kombinationsspiel müssen die Trainer noch feilen. Dafür wird dreimal in der Woche trainiert. Am Ende der Saison soll dann wieder der Klassenerhalt stehen, möglichst früh, ohne bis zum letzten Spieltag zu zittern.

Entscheidende Bedeutung besitzt für das Trainer-Trio der Start. „So schlimm wie in der Vorsaison, darf es nicht noch einmal kommen. Wir wollen sofort punkten. Das ist auch für das Selbstbewusstsein der jungen und neu formierten Truppe ganz wichtig. Dabei setzen wir auf unseren Teamgeist, der auch in diesem Jahr wieder Garant für den Erfolg sein soll“, sagt Rambach.


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