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Fußball

Borussia Bocholt verliert Spitzenspiel vor 300 Fans

Regionalliga-Fußballerinnen müssen sich dem Tabellenführer beugen

Montag, 5. November 2018 - 16:25 Uhr

von Karsten Söhlke

Bocholt - Am elften Spieltag der Regionalliga mussten die Fußballerinnen des BV Borussia Bocholt die erste Saisonniederlage einstecken. Im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer DSC Arminia Bielefeld verlor der Tabellenzweite mit 0:1 (0:1) Toren. Beide Teams waren bis dato ungeschlagen.

Foto: Christian Klumpen

Ann-Sophie Vogel muss sich nicht nur in dieser Szene Friederike Schaaf und der Torschützin Giustina Ronzetti beugen.

Nur das bessere Torverhältnis der Arminia trennte die beiden Topteams. Somit bleibt der Zweitligaabsteiger aus Bielefeld bei voller Punktzahl Spitzenreiter, gefolgt von der Borussia, die weiterhin 30Zähler aufweist. Verfolger des Duos ist mit 19 Punkten nun der SV Bökendorf, der kommende Gegner des BVB.

Das Duell zwischen dem BVB und Arminia Bielefeld hatte einiges an Spannung zu bieten. Vor rund 300 Zuschauern bot der amtierende Regionalligameister dem Zweitliga-Absteiger einen großen Kampf und hielt die Partie bis zum Schluss offen.

Dabei begann der Gastgeber gegen die sturmstarke Arminia aus einer gesicherten Abwehr. Die BVB-Spielerinnen Kerstin Schröer und Aileen Göbel wurden vom Trainer Sammy Messalkhi mit Sonderaufgaben bedacht. Beide nahmen die Torjägerinnen vom Dienst, Sarah Grünheid und Kapitänin Maxine Birker, zunächst in direkte Deckung. So versuchte die Borussia das Angriffsspiel der Arminia zu entschärfen. Dieses gelang insgesamt auch sehr gut. Der Tabellenführer kam in Hälfte eins nicht zur Entfaltung. Die lang geschlagenen Bälle blieben immer wieder in der Abwehr der umsichtig agierenden BVB-Kapitänin Wiebke Terwege hängen.


„Nicht nur verteidigen“

„Wir wollten aber nicht nur verteidigen“, stellte Messalkhi fest. Seine Mannschaft, zunächst mit Jolina Opladen nur mit einer Spitze aufgestellt, versuchte durch die schnellen Außenspielerinnen Alina Stallmann und Helena Sangs immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen.

Die größte Chance erspielte sich Jolina Opladen, die aus aussichtsreicher Position im gegnerischen Strafraum ihre Mitspielerin Alina Stallmann bediente. Stallmann rutsche der halbhohe Ball über den Innenspann und konnte das Spielgerät aus sechs Metern nicht im Arminia-Gehäuse unterbringen (16.). „Das muss eigentlich das 1:0 für uns sein“, trauerte Messalkhi der riesigen Möglichkeit hinterher.

Und so nutzten die abgeklärten Spielerinnen aus Bielefeld die erste sich bietende Möglichkeit. Einen missglückten Abschlag von BVB-Torhüterin Lara Wigger spielte Sarah Grünheid direkt auf ihre Mitspielerin Giustina Ronzetti weiter, die unhaltbar für Wigger aus 13Metern zum 0:1 einnetzte (25.). Wigger machte ihre Aufgabe gegen die gefährlichen Bielefelderinnen ansonsten hervorragend. „Danach waren wir zu passiv und haben nach vorne nichts mehr probiert“, sagte Messalkhi. Auch die von Markus Wuckel betreuten Gäste brachten keine nennenswerte Chance zustande.

Nach dem Wechsel kam der BVB mit neuem Schwung aus der Kabine. Beide Teams spielten auf Augenhöhe. Messalkhi gab die Manndeckung auf und agierte nun mit Lara Köchl und Jolina Opladen mit zwei Stürmerinnen. Auch Alina Stallmann schalte sich immer wieder ein. Die größte Ausgleichschance bot sich dem BVB, als Franziska Wenzel den Ball volley aufs gegnerische Tor drosch, dieser aber in der Abwehr der Arminia hängen blieb (78.). Bis zum Schlusspfiff peitschten die zahlreichen Zuschauer die Borussia nach vorne. „Ein Punkt wäre verdient gewesen“, waren sich die Anhänger des BVB und Messalkhi einig. „Aber vor dem Tor waren wir nicht abgezockt genug.“

Den nächsten Härtetest bestreitet der Frauen-Fußball-Regionalligist BV Borussia Bocholt am kommenden Sonntag beim Tabellendritten SV Bökendorf.

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