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Lokaler Sport

In die Zweite Bundesliga gesegelt

Jayday-Team des Bocholter Yachtclubs schafft auf der Alster in Hamburg Klassensprung

Mittwoch, 7. November 2018 - 17:50 Uhr

von Matthias Grütter

Bocholt/Hamburg - Der Bocholter Yachtclub ist für die Zweite deutsche Segel-Bundesliga qualifiziert. Das J/70-Team hat sich in Hamburg beim deutschen Segelliga-Pokal den fünften Rang gesichert. „Damit qualifizierte sich der Yachtclub als bester Amateurverein und als bester Neu-Einsteiger für die Bundesliga“, sagt Nicolai Paus, der Pressesprecher des Bocholter Segelklubs.

Foto: Oliver Michael Maier

Ds Setzen des Gennackers bei Erreichen der Luv-Tonne: Thorsten Willemsen, Kolja Paus, Johannes Rösing und Michael Tenbensel bilden das Jayday-Team des Bocholter Yachtclubs, das künftig in der Zweiten Bundesliga segelt. Foto: DSBL/Oliver Maier

Damit gehört der Yachtclub zu den vier von 24 Segelvereinen, die beim deutschen Segel-Liga-Pokal (DSL-Pokal) angetreten waren und nun 2019 in der Zweiten Segel-Bundesliga segeln. Den DSL-Pokal gewann der norddeutsche Regatta-Verein (NRV), der damit das Double aus Deutscher Meisterschaft und Pokalsieg perfekt machte.

„Es ist einfach unfassbar. Wir arbeiten jetzt seit vier Jahren hart dafür und haben es nach einer tollen Saison diesmal endlich gepackt“, sagt Kolja Paus von der Jayday-Crew des Yachtclubs. Mit ihm segelten in Hamburg Thorsten Willemsen (Steuermann), Michael Tenbensel und Johannes Rösing.

Es wurde im Fleetrace-Modus auf One-Design-Booten gesegelt, und zwar auf der Alster. Alle Teams wurden mit Motorbooten zu den J/70-Regattabooten gefahren. „Getauscht wird, wie im Bundesligabetrieb üblich, auf dem Wasser. Danach hat man circa vier Minuten Zeit, sich auf das Boot einzustellen, bevor das Startsignal einen auf den Regattakurs entlässt“, berichtet Nicolai Paus.

Das Bocholter Team starteten mit einem guten dritten Rang im ersten Lauf. Es kamen die Platzierungen vier, sechs und zwei hinzu. Im letzten Lauf des ersten Regattatages lag der Yachtclub lange Zeit souverän auf dem ersten Platz. „Dann wollten wir zu viel“, so Tenbensel. Es sprang nur noch Rang sechs heraus.

Die Rennen am zweiten Wettkampftag konnten aufgrund von Flaute erst am Nachmittag folgen. Die Bocholter belegten die Ränge eins und drei. Unter anderem wurde der amtierende deutsche Meister im direkten Duell geschlagen. Nach dem zweiten Wettkampftag sprang insgesamt Rang sieben heraus. Der Yachtclub wäre damit als drittbester Qualifikant qualifiziert gewesen.

Am dritten Wettkampftag machte es die Jayday-Crew noch einmal richtig spannend. Im ersten Lauf reichte es nur für Platz fünf. Es folgten im zehnten und elften Rennen die Platzierungen drei und fünf. Im letzten und entscheidenden zwölften Rennen lief alles perfekt. Durch einen souveränen Start-Ziel-Sieg in einem fehlerfreien Rennen machte die Crew des Yachtclubs den Aufstieg perfekt.

„Wir hatten das ganze Wochenende ein super Bootsspeed und eine konstruktive und gute Stimmung im Team. Die Crew hat super dafür geackert“, sagte Thorsten Willemsen, Teamkapitän und Steuermann des Jayday-Teams. „Es war ein perfektes Jahr für uns. Den Aufstieg in diesem hochkarätigen Feld geschafft zu haben, ist für uns eine riesige Freude.“

Nach der schweren Qualifikation während der Kieler Woche bei mehr als 25 Knoten Wind und der gewonnenen Landesmeisterschaft sei das nun die absolute Krönung. „Jetzt genießen wir erst einmal den Augenblick. Auf jeden Fall werden wir die Farben von Bocholt bundesweit vertreten. Das ist ein tolles Ergebnis, auch für unsere Stadt mit ihrem beschaulichen kleinen Aasee“, so Willemsen.

Der Ablauf in den Segel-Bundesligen

Die deutsche Segel-Bundesliga wurde 2013 von der Deutschen Segel-Bundesliga GmbH (DSBL GmbH) gemeinsam mit 17 Segelvereinen gegründet. In der Ersten und Zweiten Segel-Bundesliga treten jeweils 18 Klubs gegeneinander an. 2019 stehen von April bis Oktober für die Erstligisten sechs und für die Zweitligisten fünf Regatten auf dem Programm.

Jeder der 36 Vereine nominiert einen Kader von bis zu 20 Seglern, von denen vier pro Verein und pro Regatta starten können. 48 Wettfahrten auf baugleichen Booten (J/70) entscheiden jedes Wochenende über die Punktzahl für die Tabelle. Ende der Saison darf sich der Sieger der Ersten Bundesliga Deutscher Meister der Segelvereine nennen und erhält die begehrte Meisterschale, berichtet Nicolai Paus.

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