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Lokaler Sport

Lukas des Ruiter erreicht Bronze bei der Ju-Jutsu-WM

Kämpfer des SC Budokan Bocholt von der U21-WM in Abu Dhabi zurück

Dienstag, 6. März 2018 - 15:58 Uhr

von Björn Brinkmann

Bocholt - Mit einer Bronzemedaille im Gepäck und vielen neuen Eindrücken ist Lukas de Ruiter am Montag von der U21-Weltmeisterschaft im Ju-Jutsu aus Abu Dhabi zurückgekehrt. Nach einer Disqualifikation im ersten Kampf konnte er die weiteren Duelle für sich entscheiden.

Foto: scbb

Daumen hoch: Lukas de Ruiter freut sich mit Bundestrainer Andreas Kuhlmann über die Bronzemedaille. Foto: ldr

„Ein Turnier dieser Größe habe ich ja schon vorher kennengelernt, aber das Organisatorische und das ganze Drumherum war ganz anders als sonst üblich“, sagte der 17 Jahre alte Sportler des SC Budokan Bocholt, der im Vorjahr die Silbermedaille bei der U18-Europameisterschaft gewonnen hatte.

Schon am Flughafen sei er von einem Fernsehteam von Sky Sports Arabia empfangen worden. „Die Kämpfe wurden auch alle im Fernsehen übertragen. Ju-Jutsu ist dort ein Nationalsport, so wie es in Deutschland der Fußball ist“, sagte de Ruiter. Beeindruckt sei er auch von der enormen Freundlichkeit der Menschen gewesen. „Das kenne ich so aus Deutschland nicht.“

In sportlicher Hinsicht ist de Ruiter mit dem Gewinn der Bronzemedaille sehr zufrieden. Allerdings haderte er auch nach der Rückkehr noch mit seiner Leistung im ersten Kampf, den er gegen den Russen Sergei Chernysho wegen einer Disqualifikation verlor. „Irgendwie stand ich in diesem Kampf komplett neben mir“, so de Ruiter. Dabei spielte auch die Nervosität eine Rolle, denn erstmals trat de Ruiter in der Altersklasse U21 an, in der die Gegner im Schwergewicht nun schwerer als 94 Kilogramm anstatt als 81 Kilogramm sind.

Schon im ersten Teil des Kampfes, in dem mit Schlägen und Tritten gepunktet werden konnte, musste er eine Verwarnung hinnehmen. „Zurecht, weil ich einen Schlag durchgezogen habe“, so der Bocholter.

Im zweiten Teil, in dem es um Griffe und Würfe ging, sah der Kampfrichter dann eine Inaktivität. Die nächste Verwarnung war gleichbedeutend mit der Disqualifikation. „Dabei waren wir eigentlich sehr aktiv. Aber weil wir gleich stark waren, war davon nicht viel zu sehen. Hinzu kam, dass der Russe viel schwerer als ich war“, so de Ruiter.

Nach einer klaren Ansage vom Bundestrainer Andreas Kuhl ging es für ihn erfolgreich in der Verliererrunde weiter. Zunächst besiegte er den Russen Andro Sokolov vorzeitig und anschließend den Iraner Seyedbenyamin Hosseini nach Punkten. Damit war die Bronzemedaille unter Dach und Fach. „Anbetracht der Tatsache, dass ich vor der WM nicht im vollen Umfang trainieren konnte, war das ein großer Erfolg“, so de Ruiter. Denn eine Handverletzung hinderte ihn hartnäckig. Außerdem stehen die Abiturprüfungen an, deretwegen der Bocholter das Training auch weiterhin reduziert. Im Juni stehen dann noch die deutschen Meisterschaften an. Dann hofft de Ruiter auf ähnlich viele Glückwünsche und Nachrichten wie nach dem WM-Auftritt. „Da ist wirklich schon einiges gekommen“, so der Bocholter.

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