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Volleyball

Rudy Schneider fährt zur U19-WM

Beachvolleyballer von TuB Bocholt löst das Ticket als Sechster der U18-EM

Montag, 28. August 2017 - 17:01 Uhr

von Björn Brinkmann

Bocholt/Kazan - Rudy Schneider hat bei den U19-Europameisterschaften der Beachvolleyballer im russischen Kazan den sechsten Platz belegt. Anschließend gab es für den Spieler von TuB Bocholt von Bundestrainer Jörg Ahmann ein großes Lob. „Rudy hat es super gemacht und er kann stolz auf sich sein“, sagte dieser.

Foto: cev

Rudy Schneider (Mitte) bekommt nach seinen Auftritten in Kazan ein großes Lob vom Bundestrainer Jörg Ahmann.

Vor einer Woche war es für das deutsche U18-Nationalteam von Frankfurt über Moskau auf die zehnstündige Reise nach Kazan gegangen, berichtet Schneiders Vater Raimund Schneider. Nach einer schwierigen Vorbereitung, unter anderem Platz zehn bei der U19-DM in Kiel, und einigen terminlichen Problemen, hatten sich Schneider und sein Partner Julian Lorentz vom SunCircle Beachclub Dresden die letzten fünf Tage vor der Abreise in Stuttgart im Olympiazentrum den letzten Schliff geholt.

Die Auslosung ergab, dass das deutsche Duo am Donnerstag im Eröffnungsspiel auf dem Centre-Court auf eins der drei starken russischen Teams traf, die am Ende alle ins Halbfinale einzogen. Schneider/Lorentz mussten sich Denis Shekunov/Timur Ermotik deutlich 0:2 (17:21, 12:21) geschlagen geben.

Diese Auftaktniederlage steckten sie über Nacht aber gut weg, sodass sie am Freitag zunächst die jungen Belgier Antoon Peeters/Robbe Van de Veldemit (21:14, 21:15) und anschließend die starken Polen Dominik Poznanski/Milosz Kruk (21:11, 21:12) jeweils 2:0 besiegten und so als Gruppenzweiter in die K.o.-Phase am Samstag gingen.

Dort warteten zunächst die Dänen Carl-Emil Nedergaard/Ulrik Bo Dahl, die dem druckvollen Spiel von Schneider/Lorentz nichts entgegenzusetzen hatten und mit 0:2 (12:21, 15:21) deutlich unterlagen. Im Viertelfinale ging es gegen die Schweizer Nathan Broch und Timon Gysin, die als leicht favorisiert galten. Doch Schneider/Lorentz setzten sich in überzeugender Manier 2:0 (21:10, 21:15) durch.

Im Halbfinale kam es am Samstagabend auf dem Centre-Court zum Duell mit dem zweiten russischen Team, Pavel Shustrov und Alexey Gusev, die ihre Begegnungen bis dato alle mit 2:0 gewonnen hatten. Nach ausgeglichenem Start setzte sich das dynamischere Aufschlagsspiel und der sichere Side-out der Russen gegen die starke deutsche Verteidigung durch, sodass Schneider/Lorentz den ersten Satz 14:21 verloren. Nach schwachem Start im zweiten Satz (4:8) stellten die Deutschen um und Schneider ging vermehrt in den Block, was eine zwischenzeitliche 16:15-Führung brachte. Danach hatten Shustrov/Gusev aber ihre Taktik angepasst und sie setzten sich am Ende souverän mit 21:18 durch. „Unsere Jungs haben sich sehr gut verkauft“, sagt Bundestrainer Ahmann dennoch.

Foto: privat

Am Sonntag stand dann noch eine sehr wichtige Partie gegen die Esten Rasmus Meius und Märt Tammearu an, denn der Sieger qualifizierte sich für die U19-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr. Entsprechend verbissen kämpften beide Teams, im ersten Satz mit dem schlechteren Ende für die Deutschen (20:22). Im zweiten Satz kamen Schneider/Lorentz aber zurück. Sie drehten am Netz mächtig auf und gewannen diesen Durchgang mit 21:9. Die Esten hielten im Tiebreak zwar noch einmal dagegen, aber letztendlich machten Schneider/Lorentz durch das 15:13 die WM-Qualifikation perfekt.

In der abschließenden Begegnung um Platz fünf fehlte gegen die Brüder Joaquin und Luis Javier Bello aus England die Konzentration und wohl auch die Kraft, sodass nach einer 1:2 (21:16, 12:21, 5:15)-Niederlage der sechste Platz zu Buche stand. Für Schneider und Lorentz, die erst ihr drittes Turnier gemeinsam spielten, ist das ein herausragendes Ergebnis.


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