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Volleyball

TuB bringt sich in die Bredouille

Zweitligist unterliegt Schlusslicht Delbrück

Sonntag, 18. Februar 2018 - 18:24 Uhr

von Rolf Himmelberg

Bocholt - TuB Bocholt hat eine große Chance verpasst. Statt mit einem Erfolg gegen den Tabellenletzten DJK Delbrück dem Klassenerhalt in der zweiten Volleyball-Bundesliga ganz nah zu kommen, boten die „TuB-Schrauber“ eine schwache Leistung und verloren verdient 2:3 (25:21, 21:25, 17:25, 25:23, 16:18).

Foto: Christian Klumpen

Überflieger: Rudy Schneider setzt einen Schmetterschlag an. Delbrücks Tobias Daniels ist chancenlos. Links schaut Trainer Henk Goor von TuB Bocholt zu.

Am Ende stand in der Euregio-Halle immerhin noch ein Punktgewinn, sodass die Bocholter weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz besitzen. Allerdings muss die DJK Delbrück noch zwei Partien mehr austragen.

„Diese Niederlage haben wir selber zu verantworten. Meine Mannschaft hat viel zu ängstlich gespielt und viel zu viele Fehler begangen. Aber der eine Punkt, den wir gewonnen haben, könnte in der Endabrechnung noch ganz wichtig werden“, sagte TuB-Trainer Henk Goor.

Zufriedener präsentierte sich sein Gegenüber Ulrich Kussin: „Bocholt hat schlecht gespielt. Auf der anderen Seite standen mir alle Spieler zur Verfügung. Ganz überzeugend waren wir aber auch nicht. In Normalform hätten wir 3:0 gewonnen.“

Eigentlich fanden die Bocholter über die gesamte Distanz nie ihren Rhythmus. Neben der schwachen Angriffsquote kam ein weiteres Problem hinzu: In der gesamten Partie verschlugen die Hausherren sage und schreibe 20 Aufgaben, obwohl diese fast ausschließlich ohne Risiko geschlagen wurden. Das kam den Gästen sehr entgegen, wie Trainer Kussin bestätigte: „Das waren mehr oder weniger Dankebälle für uns. So konnten wir immer gut aufbauen und im Angriff viel Druck erzeugen“.

Trotz ihrer Nervosität gewannen die Goor-Schützlinge vor 245 Zuschauern den ersten Satz sicher 25:21. Dabei profitierte der Gegner, der noch nicht ins Spiel gefunden hatte, von neun Aufschlagsfehlern der Hausherren. Im Angriff lief es bei TuB noch rund. Vor allem Kapitän Lars Geukes, der zum besten Bocholter ernannt wurde, sorgte für schöne Punkte. Auch Rudy Schneider und Toni Mester glänzten im Angriff, sodass alles seinen erwarteten Verlauf zu nehmen schien.

Bocholt lag in Durchgang zwei bereits 6:2 vorn, ehe es auf einmal einen Bruch gab. Die Annahme patzte und das Angriffsspiel geriet ins Stottern. Delbrück ging volles Risiko, hämmerte bereits die Angaben ins Bocholter Feld und erspielte sich ein Übergewicht. Mit 21:25 kamen die Gäste zum Satzausgleich.

Die Gastgeber zeigten sich sichtlich geschockt und hatten im dritten Satz nichts mehr zuzusetzen. „Gern hätte ich dem einen oder anderen Spieler mal eine Pause gegönnt, doch leider konnten wir aufgrund des personellen Engpasses nicht wechseln“, so Goor. So gewann Delbrück 25:17.

Erst im vierten Durchgang kämpfen sich die Hausherren zurück ins Spiel. Rudy Schneider und Yannik Ahr sorgten über die Außenpositionen wieder für mehr Punkte. Den knappen Satzgewinn sicherte Mester mit zwei sensationellen Blocks zum 25:23 für Bocholt.

Die Bocholter Zuschauer hatten aber nie das Gefühl, dass ihre Schützlinge die Partie gewinnen würden. Die Gäste zeigten sich entschlossener und drückten dies auch physisch besser aus. Sie hämmerten ihre Aufschläge ins Bocholter Feld, während TuB teilweise zu ängstlich agierten. Gegen Ende des Satzes lag Delbrück immer vorn und verwandelte den vierten Matchball schließlich zum 18:16-Sieg.

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