Alle Artikel zum Thema: Arbeit

Arbeit

Hunderte Beschäftigte des Getränke-Riesen Coca-Cola haben am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt und bei Kundgebungen in Dortmund und Lüneburg mehr Geld gefordert. Sie wollen monatlich 400 Euro mehr Gehalt und mehr Geld für Auszubildende. Warnstreiks hatte es zuletzt auch in anderen Bundesländern gegeben.

Urlaub verjährt nicht automatisch - so entschied es das Bundesarbeitsgericht im Dezember. Aber wie ist es mit der Auszahlung von nicht genommenem Urlaub nach einem Jobwechsel? Die Antwort darauf geben die Arbeitsrichter jetzt.

Es bleibt dabei: Frauen verdienen im Beruf weniger Geld als Männer. Das hat Gründe, an denen auch Corona-Krise und höherer Mindestlohn wenig geändert haben. Doch an der Spitze hat sich etwas verschoben.

Frauen verdienen in Nordrhein-Westfalen im Schnitt deutlich weniger als Männer. Ihr Bruttoverdienst pro Stunde habe 2022 bei durchschnittlich 19,91 Euro gelegen und damit 17 Prozent niedriger als der von Männern (23,91 Euro), teilte das Landesstatistikamt am Montag in Düsseldorf mit.

Nach dem Bekanntwerden von Kürzungsplänen bei Ford in Köln hat der Betriebsrat der Firma das Management zum Umdenken aufgefordert. Sollten zentrale Entwicklungstätigkeiten in die USA verlagert werden, wäre das Pkw-Segment von Ford in Europa insgesamt bedroht, sagte der Betriebsratschef der Ford-Werke, Benjamin Gruschka, am Samstag in der Domstadt. Aus seiner Sicht würden sich Autos in Europa schlechter verkaufen, wenn diese in den USA entwickelt würden, weil die Kundenbedürfnisse hierzulande anders seien. Wenn nicht mehr in Europa entwickelt würde, wäre das „der Anfang vom Ende insgesamt“, warnte der Betriebsrat.

Beim geplanten 49-Euro-Monatsticket im Nahverkehr könnte es einen Rabatt auf Jobtickets geben. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) als Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz der Länder sagte der Deutschen Presse-Agentur, Bund und Länder diskutierten für Jobtickets derzeit eine eigene Regelung. Firmen könnten ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Ticket dann vergünstigt anbieten, wenn sie sich an den Kosten beteiligen.

In der als Steueroase kritisierten Stadt Monheim zwischen Köln und Düsseldorf ist die Zahl der dort angesiedelten Arbeitsplätze deutlich gestiegen. Binnen zehn Jahren seien mehr als 60 Prozent Arbeitsplätze zusätzlich entstanden, teilte die Stadt am Donnerstag unter Berufung auf Zahlen der Agentur für Arbeit mit.

Nach Warnungen vor einem drohenden weiteren Stellenabbau beim Autobauer Ford hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vom US-Konzern Klarheit für die Zukunft des Kölner Ford-Standorts gefordert. „Die Unsicherheit für die Beschäftigen bei Ford in Köln ist eine schwere Belastung. Hier muss Ford rasch Klarheit schaffen“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ und dem „Express“ (Donnerstag).

Immer mehr Ausbildungsplätze werden einer Studie zufolge von Abiturienten besetzt, während es für Hauptschüler schwerer wird. Eine Ausbildungsgarantie soll das ändern - doch an ihr gibt es Kritik.

Es muss nicht immer gleich das Studium nach dem Abitur sein. Viele entscheiden sich für eine Berufsausbildung. Für junge Menschen mit Haupt- oder ohne Schulabschluss spitzt sich die Lage weiter zu.

Nach jahrelanger Schrumpfkur sollte es wieder besser laufen: 2021 und 2022 verkündete Ford Milliardeninvestitionen, um den Kölner Standort auf Elektrokurs zu trimmen. Doch die Feierstimmung ist verflogen.

Noch arbeiten rund 14.000 Menschen für Ford in Köln. Wenn es nach dem Willen des Managements geht, sind es jedoch bald 3200 weniger. „Die Lage ist für die Beschäftigten erschütternd“, so IG Metall.

Der Autobauer Ford will an seinem Kölner Standort nach Angaben des Betriebsrats im großen Stil Jobs abbauen. Sollte das Management sein bisheriges Vorhaben durchsetzen, könnten bis zu 3200 Stellen wegfallen, sagte die Vize-Betriebsratschefin der Ford-Werke, Katharina von Hebel, am Montag in Köln der dpa. Anfang des Jahres hatte Ford in der Domstadt noch 14.000 Beschäftigte. „Die Lage ist für die Beschäftigten erschütternd.“ In zwei Versammlungen berichtete der Betriebsrat am Montag den Arbeitnehmern von den Plänen und berief sich dabei auf interne Vorgaben des Managements für Ford in Europa. Die Firmenspitze äußerte sich noch nicht öffentlich dazu.

Viele Menschen in Großbritannien haben sich seit der Corona-Pandemie aus dem Arbeitsleben verabschiedet. Nun sollen Hunderttausende mit Anreizen in den Arbeitsmarkt zurückgelockt werden.

Bei Ford in Köln könnten Medienberichten zufolge zahlreiche Arbeitsplätze wegfallen. Der Autobauer wolle die Belegschaft um eine vierstellige Zahl verringern, berichtet die „Automobilwoche“ unter Berufung auf das Unternehmensumfeld.

Die Pflicht für Firmen zum Angebot von Tests und Heimarbeit gilt schon länger nicht mehr. Aktuell müssen Arbeitgeber im Rahmen eines Hygienekonzepts noch Homeoffice- und Testangebote für Beschäftigte prüfen.

Wenn der Paketbote klingelt und eine Sendung vorbeibringt, hat er es in der Regel eilig. Arbeitnehmerrechte blieben in der Branche häufig auf der Strecke, moniert nun eine Gewerkschaft.

Verstoßen unterschiedlich hohe Zuschläge für regelmäßige und unregelmäßige Nachtarbeit gegen den Gleichheitsgrundsatz? In einer ganzen Reihe von Branchen wird darüber gestritten.

Ob Straßenbau, Wohnungssanierung oder Pflege: Ohne Arbeitskräfte läuft nichts. Doch an denen mangelt es. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer legt drastische Zahlen vor.

Das französische Rentensystem finanziert sich laut Rgierung nicht. Bereits in seiner ersten Amtszeit wollte Präsident Macron das Rentensystem reformieren - nun wagt er einen neuen Versuch.

Die Pandemie hat den Arbeitsalltag von Millionen Menschen innerhalb weniger Wochen verändert - und das ohne viel Streit. Eine befürchtete Klagewelle blieb in Deutschland aus. Bleibt das so?