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Australien-Blog

Australien-Blog: Ein anstrengender Job

Folge 4 / Ex-BBV-Redakteurin berichtet aus „Down Under“

Donnerstag, 15. Februar 2018 - 15:23 Uhr

von Christina Schreur

Sydney - Aller Anfang ist schwer. Auch für Ex-Redakteurin Christina Schreur, die im Blog über ihre Erfahrungen als „Backpackerin“ in Australien berichtet. Um die Reisekasse aufzubessern arbeitet sie derzeit als „Fundraiserin“ für die Umweltorganisation Greenpeace und muss Verträge an der Haustür verkaufen...

Foto: Christina Schreur

Mein erster Tag im neuen Beruf als Fundraiser war geprägt von blutigen Füßen und dem Gedanken: „Was zur Hölle ist das für ein Job?“. Als Verkäuferin von Spendenverträgen für Greenpeace versuche ich, mein Konto wieder aufzufüllen. Das hat nämlich dank vieler Partynächte, Reisen und insbesondere Essen, extrem gelitten.

Jedoch hat mir schon mein Jobtraining drei Tage vorher nicht sonderlich viel Lust auf den Job gemacht. Der erste Tag setzte aber noch einen drauf. Wir waren drei neue im Team Greenpeace. Eine Amerikanerin, eine Engländerin und ich. Bevor die richtige Arbeit – sprich von Tür zu Tür gehen und Verkaufen – losgeht, gibt es jeden Morgen ein Training und eine Art Konferenz.

Foto: Christina Schreur

Für ihren Job als „Fundraiser“ zieht Christina von Tür zu Tür.

Diejenigen, die am Vortag besonders viele „Sales“ gemacht haben, bekommen einen Preis. Das ist mal ein Gutschein für den Supermarkt oder ein Sixpack oder 20 Push Ups für den Kollegen deiner Wahl.

Danach geht’s ins Auto und dort gibt es laute Partymusik, motivierende Worte von der Managerin und Wiederholung vom Training. Dann geht es ab auf die Straße. Bei Temperaturen bis zu 35 Grad und Sonnenschein laufe ich von Haus zu Haus und versuche die Menschen für die Arbeit von Greenpeace zu begeistern und sie dazu bewegen, zu spenden. Damit das Team auch nach dem 50. „Nein“ nicht die Motivation verliert, gibt es alle zehn Minuten eine Motivations-SMS von der Managerin á la „Holt sie euch, Legends!“ und „Wir schaffen heute zwei mehr als gestern.“

Foto: Christina Schreur

Christina und ihr Freund Moritz am Valentinstag im Darling Harbour.

An meinem ersten Tag fühle ich mich so unvorbereitet wie noch nie zuvor. Und obwohl ich nicht mal genau weiß, wovon ich da eigentlich spreche, mache ich einen Sale. Am Abend komme ich zurück ins Hostel und falle ins Bett. Meine Hacken habe ich mir in den neuen Schuhen blutig gelaufen, meine Beine fühlen sich an wie nach einem Marathon und mein T-Shirt ist komplett durchgeschwitzt.

Foto: Christina Schreur

Ein Nachmittag am Manly Beach.

Inzwischen arbeite ich seit fast zwei Wochen für Greenpeace und bin damit die einzige von uns drei Neuen, die übrig geblieben ist. Die anderen Beiden haben bereits nach ihrem ersten Tag gekündigt. Aber auch ich schaue mich nach anderen Jobs um. Denn viel von Sydney sehe ich im Moment nicht.

Ich bin jeden Wochentag von 10.30 bis 21 Uhr unterwegs und am Wochenende bin ich froh, wenn ich mal nicht laufen muss. Deswegen nutzten wir das auch für einen Strandtag am Manly Beach und haben die Blue Mountains auf nächstes Wochenende verschoben. Das Wandern sollte ja jetzt kein Problem mehr sein - nach dem vielen Training auf der Arbeit.

Teil 1: Ex-BBV-Redakteurin berichtet aus „Down Under“

Teil 2: Partys, Sightseeing und Jobsuche

Teil 3: Erfolgreiche Jobsuche

Teil 4: Ein anstrengender Job

Teil 5: „Schatz, bitte kündige!“

Teil 6: Viele Abschiede

Teil 7: Wellen und Sonnenuntergänge

Teil 8: Surfcamp in Byron Bay

Teil 9: Kein Geld, kein Osternest

Teil 10: Zurück nach Brisbane

Teil 11: Vom Pech verfolgt

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