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Australien-Blog

Australien-Blog: Haie, Quallen und Krokodile

Folge 18: Ex-BBV-Redakteurin berichtet aus „Down-Under“

Mittwoch, 18. Juli 2018 - 10:45 Uhr

von Christina Schreur

Bocholt/Australien - Es geht aufwärts für Ex-BBV-Redakteurin Christina Schreur in Australien. Nach einem hektischen arbeitsreichen Abend bekommt sie ein Angebot für einen gut bezahlten Kellnerjob in einer großen Bar im sommerlichen Darwin.

Foto: Christina Schreur

In Darwin hat Christina Schreur endlich einen Job gefunden: Sie kellnert in einer Bar.

Es ist Samstagabend und zusammen mit meiner Freundin der Kanadierin Julia sitze ich auf dem Bett. Wir öffnen eine Flasche Wein und machen uns fertig für eine Partynacht in Darwin. So zumindest der Plan. Doch plötzlich stürmt meine Mitbewohnerin, die als Kellnerin in der Hostelbar arbeitet, ins Zimmer – und der Plan ändert sich. „Wer hat eine gültige Schankerlaubnis und kann heute Abend arbeiten?“, fragt sie. „In der Bar von der Freundin meines Managers haben sie ein Festival und nicht genügend Personal.“

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Ich zweifele nicht lange und springe aus dem Bett. In meinem Partyoutfit – dem wohl kürzesten Kleid, dass ich habe - mache ich mich auf den Weg zu einer der größten und am besten besuchten Bars in Darwin.

Foto: Christina Schreur

Poolnudeln unter sich: Christina Schreur (rechts) und Kanadierin Julia.

Meine Aufgabe: Benutzte und leere Gläser aufsammeln, Essen zu den Gästen bringen und schmutziges Geschirr aufräumen. Leicht angetrunken von der Flasche Wein gebe ich mein Bestes und renne beinahe durch das Restaurant. Mit Erfolg: Nach nicht einmal zwei Stunden kommt der Manager auf mich zu und fragt mich, ob ich nicht auch am nächsten Tag arbeiten wolle.

Seitdem arbeite ich fünf Tage die Woche in der Bar. Und für mich ist es der beste Job, den ich in Australien bislang hatte. Ich verdiene umgerechnet 15 Euro die Stunde und bekomme Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit von bis zu fünf Euro. Auch hinter der Bar werde ich eingesetzt. Ich lerne ein australisches Bier zu zapfen – die Schaumkrone ist hier kleiner als in Deutschland - und sogar Cocktails zu mixen. Für mich geht damit ein kleiner Traum in Erfüllung.

Foto: Christina Schreur

Sonnenuntergang in Darwin. Vom Schwimmen wird hier abgeraten - der Krokodile wegen!

Für meine Freundin Julia lief es leider weniger gut. Nach fast zwei Wochen Jobsuche in Darwin entscheidet sie sich, in die nächste größere Stadt zu fliegen. Für sie geht es zurück an die Ostküste. Der Abschied ist schwer: Nach fast zwei Wochen zusammen sind wir ein gutes Team geworden. Ein kleiner Trost: Sobald sie genug Geld zusammen hat, will Julia zurück nach Darwin kommen, um mit mir ein Auto zu kaufen und die Westküste zu bereisen.

Foto: Christina Schreur

Unterwegs in Darwin.

Meine zwei freien Tage in dieser Woche nutze ich für Sightseeing. Dafür nehme ich den Hop-on-Hop-off-Bus. Zum ersten Mal seitdem ich in Australien bin, fühle ich mich wie ein richtiger Tourist. Ich besuche den botanischen Garten, mache einen kleinen Abstecher ins Casino, besichtige den Hafen und schaue mir den Strand im Osten der Stadt an.

Allerdings sollte man zu den Stränden in Darwin einen gesunden Abstand halten. Dort wimmelt es nämlich nur vor Haien, Quallen und vor allen Dingen Krokodilen. Oder wie der Busfahrer des Touristen-Busses sagt: „Wer dort schwimmen geht, dem ist nicht mehr zu helfen.“

Teil 1: Ex-BBV-Redakteurin berichtet aus „Down Under“

Teil 2: Partys, Sightseeing und Jobsuche

Teil 3: Erfolgreiche Jobsuche

Teil 4: Ein anstrengender Job

Teil 5: „Schatz, bitte kündige!“

Teil 6: Viele Abschiede

Teil 7: Wellen und Sonnenuntergänge

Teil 8: Surfcamp in Byron Bay

Teil 9: Kein Geld, kein Osternest

Teil 10: Zurück nach Brisbane

Teil 11: Vom Pech verfolgt

Teil 12: Erfolg bei der Jobsuche

Teil 13: Neue Reisepläne und Erfolg im Job

Teil 14: Studienplatz oder Australien?

Teil 15: Ärger im Job

Teil 16: Pinke Haare nach Deutschland-Aus

Teil 17: Vom Winter in den Sommer

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