Alle Artikel zum Thema: Demonstrationen

Demonstrationen

Das NRW-Innenministerium rüstet gegen Klima-Aktivisten auf, die sich auf Straßen festkleben: In den kommenden Tagen sollen laut Innenministerium mehr als 10.000 Polizisten dafür ausgebildet werden, festgeklebte Hände vom Asphalt zu lösen. Bislang gab es nur wenige Beamte, die landesweit dafür im Einsatz waren. Laut Ministerium soll die Einsatzdauer so „deutlich verkürzt“ und die Gefahr für Verkehrsteilnehmer reduziert werden.

Hunderte Landwirte sind mit ihren Traktoren in die französische Hauptstadt gefahren, um zu demonstrieren. Es geht ihnen dabei um das Pestizidverbot in der EU. Gibt es eine Alternative?

An der Zentrale des Essener Energiekonzerns RWE haben zwei Klima-Aktivisten am Mittwoch eine Hausfassade aus Feuerlöschern mit Farbe besprüht. Die Personalien der beiden Männer seien festgestellt und Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung geschrieben worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Männer hielten bei der Aktion ein Schild hoch mit der Aufschrift „Art 20 a GG - Leben schützen“.

Frankreichs Regierung will das Renteneintrittsalter anheben. Auf der Straße gibt es dafür reichlich Kritik. Wieder gibt es Massenproteste und Streiks. Können sie Macrons Vorhaben zu Fall bringen?

Klimaschutz-Aktivisten haben sich am Montagmorgen in Köln und Düsseldorf auf Straßen festgeklebt. In der Landeshauptstadt klebten sie sich an den Rand einer vierspurigen Hauptverkehrsstraße. Der Verkehr sei nur kurzzeitig durch eine Blockade weiterer Aktivisten zum Erliegen gekommen und dann eingeschränkt einspurig weiter geflossen, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe einen Rückstau gegeben.

Wie geht es nach dem Kohleausstieg im Rheinischen Braunkohlerevier weiter? Für eine klimagerechte Entwicklung der Region haben am Sonntag erneut Menschen demonstriert. Auch Luisa Neubauer von Friday for Future war dabei.

Die Demonstrationen gegen eine Justizreform in Israel dauern an und der Ton in dem Streit wird immer schärfer. Regierungschef Netanjahu spricht von gefährlicher Hetze gegen ihn und sogar einer Morddrohung.

Klima-Demonstranten haben vor dem Bundesverkehrsministerium in Bonn gegen den Ausbau von Autobahnen protestiert. Nach Polizeiangaben nahmen rund 50 Menschen an der Aktion am Freitag teil. Sie hielten rote Karten in die Höhe, auf denen die Forderung „Keine neuen Autobahnen“ zu lesen war. Besondere Vorkommnisse gab es laut Polizei nicht.

Aktivisten der Klimaschutzbewegung Letzte Generation haben am Freitag den Straßenverkehr in der Nähe der Kölner Universität blockiert. Gegen 09.30 Uhr seien sieben Menschen auf der dreispurigen Universitätsstraße aufgetaucht, teilte ein Polizeisprecher mit. „Vier der Personen waren angeklebt und sind durch unsere Technische Einheit gelöst worden“, sagte er. „Wir waren schnell vor Ort und die Autos konnten zügig abgeleitet werden“.

Der Verkehrsminister „torpediere“ die Klimaziele wie niemand sonst. Es brauche „eine Kehrtwende“, sagt Neubauer anlässlich der für heute angekündigten Proteste gegen den Ausbau von Autobahnen.

Eigentlich sollten sie wegen einer Straßenblockade vor Gericht erscheinen, doch dann stellte sich heraus, dass zwei Klima-Aktivisten stattdessen nach Asien reisten. Der Flug sorgt nun für Kritik.

Hunderte Beschäftigte des Getränke-Riesen Coca-Cola haben am Donnerstag ihre Arbeit niedergelegt und bei Kundgebungen in Dortmund und Lüneburg mehr Geld gefordert. Sie wollen monatlich 400 Euro mehr Gehalt und mehr Geld für Auszubildende. Warnstreiks hatte es zuletzt auch in anderen Bundesländern gegeben.

Am 24. Januar 2022 startete Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ein Jahr später soll eine Menschenkette die Städte Münster und Osnabrück verbinden und weltweit für Frieden aufrufen.

Ein Video zeigt ein junges iranisches Paar, das auf den Straßen von Teheran tanzt. Ein Revolutionsgericht sieht darin einen Verstoß gegen die nationale Sicherheit - und verhängt offenbar eine lange Haftstrafe.

Die Klimabewegung Fridays for Future will am Freitag bundesweit gegen den weiteren Ausbau von Autobahnen protestieren. Geplant seien „ganz verschiedene Formen des Protests“ zusammen mit dem Bündnis „Wald statt Asphalt“, sagte Sprecherin Luisa Neubauer am Montag. Sie richteten sich zum Beispiel gegen den weiteren Bau der A100 in Berlin, aber auch gegen andere Projekte. Gefordert werde ein „Autobahnmoratorium“.

Sie benannten sich nach zwei Zeichentrickfiguren: Wer „Pinky“ und „Brain“ wirklich sind, wird man vermutlich nie erfahren. Die Tunnelbesetzer von Lützerath durften gehen, ohne der Polizei ihre Namen zu nennen. Der Tunnel der beiden ist inzwischen verschlossen.

Wer die zwei Tunnelbesetzer wirklich sind, wird man vermutlich nie erfahren. Sie durften gehen, ohne der Polizei ihre Namen zu nennen. Ihr Tunnel unter Lützerath ist inzwischen verschlossen.

Ein Protest gegen den Beschluss zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft in Mecklenburg führt zu Tumulten. Die Kreistagssitzung muss von der Polizei geschützt werden. Beobachter sehen Rechtsextreme am Werk.

Die Kölner Band AnnenMayKantereit möchte auf ihre eigene Art ein politisches Zeichen für den Klimaschutz setzen: nicht durch Songtexte, sondern durch politisches Engagement vor Ort. Wie bei ihrem Auftritt am Rande von Klima-Protesten zum Erhalt der Ortschaft Lützerath im rheinischen Tagebaurevier. „Wir sind drei sehr politisierte Menschen“, sagte Gitarrist Christopher Annen (33) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Songs die wir da spielen, müssen auch nicht unbedingt politisch deutbar sein. Aber dass wir dort spielen ist unsere Art zu zeigen, wir supporten das, wir nutzen unsere Reichweite dafür“, erklärt auch Bandmitglied Severin Kantereit (31).

Die Kölner Band AnnenMayKantereit hat Aktionen von Klimaaktivisten wie die Besetzung von Lützerath oder Straßenblockaden verteidigt. „Ich finde zivilen Ungehorsam legitim. Ich habe Verständnis dafür, dass sich Leute auf die Straße kleben“, sagte Gitarrist Christopher Annen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

CDU und Grüne in NRW sind in der harten politischen Realität angekommen. Die Räumung von Lützerath, das Desaster um die A45-Brücke - die junge schwarz-grüne Koalition hat in einem halben Jahr Amtszeit einige Belastungsproben erlebt. Aber die Partner stehen zusammen.

Nach dem tagelangen Polizeieinsatz wegen der Räumung des Örtchens Lützerath und Demonstrationen am Braunkohletagebau Garzweiler befinden sich keine Aktivisten mehr in Polizeigewahrsam. Am Montag seien nach erkennungsdienstlicher Behandlung die letzten beiden Aktivisten aus dem Gewahrsam entlassen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag in Aachen. Insgesamt seien 17 Aktivisten in Polizeigewahrsam gewesen, davon 14 in einem längerfristigen Gewahrsam. Dieser kann bis zu zehn Tage dauern.

„Heuchler“, „Geht’s noch, Grüne?“: Die Lützerath-Proteste richteten sich auch gegen die NRW-Regierung - besonders den grünen Teil. Und die Regierungsspitze? Die lobt, dankt, zeigt Verständnis. Zumindest für alle, die friedlich protestierten.

Nach der Räumung des Braunkohledorfs Lützerath sieht Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Möglichkeit für eine gesellschaftliche Befriedung in der Klimapolitik. Er sehe „die Chance auf einen neuen energiepolitischen Grundkonsens in unserem Land“, sagte Wüst am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. Das Ende der Kohleverstromung sei in Deutschland mit klaren gesetzlichen Plänen beschlossen worden und in NRW sogar um acht Jahre auf 2030 vorgezogen worden. Auch die Pariser Klimaschutzziele seien im gesamten demokratischen Spektrum anerkannt. In der Energiepolitik könne Sicherheit und Investitionssicherheit geschaffen werden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich bei den Demonstranten bedankt, die in und um den Braunkohleort Lützerath friedlich demonstriert haben. Sein Dank gelte all jenen, „die sich an Absprachen gehalten haben, die weder sich und andere in Gefahr gebracht haben“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Diese friedlichen Demonstranten machten „erfolgreich auf eine der größten Aufgaben unserer Zeit aufmerksam“.

Straßenblockaden, Kartoffelbrei-Attacken, Flughafen-Proteste: Die Klimaaktivisten der Letzten Generation machen Politik und Polizei seit Januar 2022 schwer zu schaffen. Wo soll das enden?

Klima-Aktivisten machen mit Klebe-Aktionen oder Attacken auf Kunstwerke derzeit immer wieder Schlagzeilen. So auch im vergangenen Sommer in München. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten.

Trotz massiver Kritik an ihren Protestaktionen wollen die Letzte-Generation-Klimaaktivisten weitermachen - der Widerstand soll der Ankündigung zufolge größer werden als je zuvor.

Trotz der Räumung und des Abrisses der Siedlung Lützerath haben am Sonntag rund 400 Menschen einen „Dorf-Spaziergang“ nahe des Braunkohle-Tagebaus Garzweiler unternommen. Die Menschen aus dem eher bürgerlichen Spektrum seien von Keyenberg aus nach Süden in Richtung Lützerath gezogen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

Die neue rechts-religiöse israelische Regierung ist im Land umstritten. Besonders ihre Absicht, das Justizsystem gezielt zu schwächen, besorgt viele. Zum wiederholten Mal gibt es Massenproteste.

Am Rande des Neujahrsempfangs der AfD in Münster ist am Freitagabend eine Frau verletzt worden. Die Gegendemonstrantin habe versucht, eine Sperrlinie der Polizei zu überwinden, teilte die Polizei in Münster am Samstag mit. Sie sei von Einsatzkräften aufgehalten worden und dabei gestürzt. Mit einem Rettungswagen sei sie ins Krankenhaus gebracht worden.

Zur Grünen Woche ist Ernährung auch politisch: Parallel zur großen Branchenmesse machen viele für eine Agrarwende mobil. Minister aus aller Welt sprechen über mehr Nachdruck zur Ernährungssicherung.

Nach der Räumung des Dorfes Lützerath hat der Energiekonzern RWE zivilrechtliche Schritte gegen Demonstranten angekündigt. „Natürlich müssen alle Störer mit einer Schadenersatzforderung rechnen“, sagte Konzernsprecher Guido Steffen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Wie hoch diese ausfallen könnten, sei allerdings noch nicht zu beziffern. Es liege noch keine endgültige Schadensbilanz im Zusammenhang mit der Räumung vor.

Nach der Inhaftierung des früheren Staatschefs wollte Dina Boluarte für Ruhe sorgen. Das ging daneben. Die Anhänger des linken Ex-Präsidenten wittern Verrat und tragen ihren Frust auf die Straße.

In einer Aktuellen Stunde im Bundestag zu den Protesten in Lützerath hat es eine Diskussion über das Verhalten von Polizei und Demonstranten sowie die Energiepolitik der Bundesregierung gegeben. Kritik gab es in der Debatte am Freitag insbesondere an den Grünen, die den Kompromiss zum Kohleausstieg im Rheinischen Revier zwar im Bundestag unterstützt hatten, aus deren Reihen es aber zur Räumung von Lützerath missbilligende Stimmen gab.

Nach der Räumung des rheinischen Braunkohledorfs Lützerath droht dem Erkelenzer Bürgermeister Stephan Muckel möglicherweise ein Disziplinarverfahren. Der CDU-Politiker hatte sich der Weisung widersetzt, vor der Räumung ein Aufenthalts- und Betretungsverbot für den Bereich auszusprechen. Über eine mögliche Einleitung eines Disziplinarverfahrens sei noch nicht entschieden worden, sagte die Sprecherin des Kreises Heinsberg, Jennifer Grünter, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ haben sich am Freitag auf einer Hauptverkehrsstraße in Köln festgeklebt. Die Polizei benötigte etwa eineinhalb Stunden, um die beiden festgeklebten Aktivisten loszubekommen und die Straße zu räumen. Es sei zu einem längeren Verkehrsstau gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Die Personalien der fünf Beteiligten seien aufgenommen worden. Zwei von ihnen hatten sich demnach festgeklebt, die anderen drei saßen auf der Straße. Vor dem Eintreffen der Polizei versuchten zwei Autofahrer selbstständig, die Aktivisten von der Straße zu ziehen.

Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat einen sofortigen Aufschub der geplanten Braunkohleförderung unter dem inzwischen geräumten und abgerissenen Dorf Lützerath gefordert. Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche verlangte in einem Beschluss am Freitag von der NRW-Landesregierung und den Bergbaubetreibenden „ein sofortiges Moratorium für die Kohleförderung unter Lützerath“.

In Lützerath am Rande des rheinischen Braunkohletagebaus ist am Donnerstag das letzte Haus abgerissen worden. Das teilte der Energiekonzern RWE mit. Man werde aber noch wochenlang mit dem Rückbau der Keller, der Straßen, der Kanäle und der Leitungen zu tun haben, betonte ein Sprecher. Auch das Ziehen der Baumwurzeln und der anschließende Abtransport werde Zeit in Anspruch nehmen. „Deswegen können wir heute noch lange nicht das Ende des Rückbaus verkünden.“

Hat die Polizei bei der Räumung von Lützerath und der Demo am Samstag unverhältnismäßige Gewalt angewendet - oder ist sie eher selbst zur Zielscheibe geworden? Für Innenminister Herbert Reul ist die Antwort klar.

Die schwerste Verletzung bei der Anti-Kohle-Demonstration am Samstag bei Lützerath ist nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) eine Gehirnerschütterung gewesen. Es habe während der Proteste 14 Transporte in Krankenhäuser gegeben, sagte Reul am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf. Fünf dieser Transporte hätten Polizisten betroffen, der Rest seien Demonstranten gewesen. Die meisten der Verletzungen seien Fuß- und Beinverletzungen, Arm- und Handverletzungen sowie Platzwunden gewesen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz wegen der Klimaschutz-Proteste am Dorf Lützerath berichtet, dass gezielt nach Waffen von Polizisten gegriffen haben sollen. „Es wurde auch berichtet, dass Störer gezielt nach den Schusswaffen gegriffen haben“, sagte er am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf - und bezog sich dabei auf Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten, die es nach einer Kundgebung am vergangenen Samstag gegeben hatte. „Teilweise ist es gelungen, eine der Sicherungen am Holster schon zu lösen. Ich will gar nicht ausschließen und ausmalen, was da hätte passieren können.“

Es war ein schwerer Tag für die brasilianische Demokratie: Am 8. Januar stürmten Anhänger des Ex-Präsidenten Bolsanaro wichtige Institutionen. Präsident Lula äußert im TV-Interview einen Verdacht.

Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach hat den robusten Räumungseinsatz in und um das Braunkohledorf Lützerath verteidigt. „Wir haben gesagt, wenn es zum Sturm auf die Sicherungsanlage, zum Sturm auf Lützerath kommt, dann müssen wir unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen“, sagte Weinspach am Mittwoch der Zeitung „Die Welt“. „Wir konnten nicht zulassen, dass es zu einer Wiederbesetzung von Lützerath kommt und dass das dortige Betretungsverbot nicht beachtet wird.“ Die Polizei habe das Eindringen von Demonstranten am Samstag auch aus Gründen der Gefahrenabwehr verhindern müssen, weil dort zu dem Zeitpunkt die Abbrucharbeiten und Rodungen noch nicht abgeschlossen gewesen seien.

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hält den Protest der Klimaaktivistin Greta Thunberg in Lützerath für richtig. „Ich unterstütze ihre Bemühungen, ein Kohlebergwerk in Deutschland zu stoppen“, sagte Gore am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Es gebe eine Kluft zwischen denjenigen, die alt genug seien, um in Machtpositionen zu sitzen, und den jungen Menschen dieser Welt. Die Klimakrise verschlimmere sich schneller, als die Welt sie bewältigen könne und es müsse endlich gehandelt werden.

Polizisten halten Greta Thunberg fest, während Fotografen ihre Bilder machen - diese Szene hat in sozialen Netzwerken den Vorwurf einer „Inszenierung“ ausgelöst. Ein Sprecher der Polizei Aachen wies den Eindruck am Mittwoch zurück. Zu der Szene sei es gekommen, als Thunberg am Dienstag zusammen mit anderen Klimaaktivisten unmittelbar an der Abbruchkante des rheinischen Braunkohlereviers demonstriert habe, was gefährlich und deshalb verboten sei. Alle Mitglieder der Gruppe seien daraufhin kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden, um ihre Personalien festzustellen. Es habe sich nicht um eine Festnahme gehandelt, betonte der Sprecher.

Mitglieder des Bündnisses „Lützerath Lebt“ haben Aktionen zivilen Ungehorsams gegen den Braunkohleabbau verteidigt. Auf die Frage, ob es der Klimabewegung nicht schade, dass sie sich nicht klar von Gewalt distanziere, sagte Lakshmi Thevasagayam von „Lützerath Lebt“ am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Erkelenz, die wahre Gewalt gehe vom Energiekonzern RWE aus, der die unter Lützerath liegende Kohle abbaggern wolle. Die ganze Welt habe dabei zugesehen, wie Politik und Regierung die Privatinteressen des Milliardenkonzerns mit Gewalt durchgesetzt hätten. Auf die Aktionen der Klimaschützer bezogen sagte sie: „Deswegen ist diese Gewalt vielleicht nicht legal, aber sehr wohl legitim, dadurch dass Menschen weltweit jeden Moment, wo der Bagger einen Zentimeter näher kommt, sterben, ihre Existenzen verlieren, unsere Lebensgrundlagen zerstört werden. Wenn man diese Dimension wirklich versteht, dann sind diese Maßnahmen, die wir hier als zivilen Ungehorsam betreiben, nichts dagegen“, sagte Thevasagayam.

Nach den Protestaktionen gegen den Abriss von Lützerath sind noch mehrere Aktivisten in Polizeigewahrsam. Es handele sich um Personen, deren Identität bislang nicht habe festgestellt werden können, sagte ein Sprecher der Aachener Polizei am Mittwoch. Zur Zahl der Festgehaltenen wollte er keine Angaben machen.

Die Klima-Proteste legen den Finger in die Wunde: Ist die Klimapolitik der Ampel-Koalition zu unambitioniert? Nach Einschätzung des Co-Chefs der Grünen Junged steht für die Grünen viel auf dem Spiel.

Nach der Behauptung, am Samstag seien Demonstranten bei Lützerath lebensgefährlich verletzt worden, hat eine Demo-Sanitäterin aufseiten der Aktivisten ihre Darstellung erläutert. „Wir können lediglich Verdachtsdiagnosen stellen und solange wir einen gefährlichen Verlauf nicht sicher ausschließen können, gehen wir im Zweifel vom Schlimmsten aus“, sagte Demo-Sanitäterin Iza Hofmann dem „Spiegel“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Die Behörden hatten der Darstellung Hofmanns widersprochen: Es seien keine lebensgefährlich Verletzten in die Krankenhäuser gebracht worden. Die Demo-Sanitäter arbeiten nicht für die Rettungsdienste.

Bei der Räumung der Siedlung Lützerath für den Braunkohle-Abbau sind bis zu 3700 Polizisten gleichzeitig im Einsatz gewesen. Das geht aus einem Bericht des NRW-Innenministeriums an den Landtag hervor. Am vergangenen Freitag seien am meisten Beamte im Einsatz gewesen. Am vergangenen Samstag, als es am Rande der Demonstration gegen die Räumung zu Ausschreitungen kam, seien es 3300 Kräfte gewesen.

Nach Protesten gegen den Abriss des Dorfes Lützerath und das Abbaggern von Braunkohle ruft die Organisation Fridays for Future nun zu neuen großen Klimademonstrationen auf. Ein neuer sogenannter globaler Klimastreik soll am 3. März stattfinden, wie Sprecherin Pauline Brünger sagte. Man werde dann eine Politik einfordern, die der Klimakrise gerecht werde.

Besetzte Gleise, Zufahrtsstraßen und Bagger: Der Protest gegen den Abbau von Braunkohle geht auch nach der Räumung des Ortes Lützerath weiter. Dabei kam es erneut zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Nach einer Demonstration in der Nähe von Lützerath ist nach Angaben des Energiekonzerns RWE ein Mann in den Braunkohletagebau gelangt. Das sagte ein RWE-Sprecher am Dienstag. „Das ist natürlich grob leichtsinnig, was der da macht“, sagte er. Der Aktivist stehe auf einer „Art Treppenabsatz“ in der Böschung. Die „Aachener Zeitung“ hatte berichtet.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist als eine von mehreren Demonstranten von der Polizei von der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler weggetragen worden. Das beobachtete ein dpa-Fotograf. Die Polizei bestätigte, dass Thunberg am Dienstag Teil der Gruppe war, die sich auf die Kante zubewegt hatte und dann aufgehalten und weggetragen wurde.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg gehört nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen zu einer Gruppe von Demonstranten, die am Dienstag in der Nähe von Lützerath von der Polizei eingekreist worden ist. Zusammen mit etwa 60 bis 70 anderen Menschen saß sie in der Nähe der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler. Polizisten umringten die Gruppe.

Im Zusammenhang mit neuerlichen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten in der Nähe von Lützerath haben Beamte auch wieder Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Das bestätigte ein Polizeisprecher am Dienstag. Auch Pferde seien im Einsatz.

Klima-Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion haben sich in Düsseldorf am NRW-Innenministerium festgeklebt. Etwa ein Dutzend Menschen, darunter eine Mutter mit Kind, waren an der Aktion in Düsseldorf beteiligt, wie Sprecher von Polizei und Innenministerium sagten. Nach einiger Zeit beendeten die Einsatzkräfte die Aktion: Einige Demonstranten seien freiwillig gegangen, andere weggetragen worden. Die Aktivisten, die sich an Scheiben geklebt hatten, wurden von der Polizei gelöst.

Nach einer Demonstration in der Nähe von Lützerath ist nach Angaben des Energiekonzerns RWE eine Person in den Braunkohletagebau gelangt. Das sagte ein RWE-Sprecher am Dienstag. „Das ist natürlich grob leichtsinnig, was der da macht“, sagte er. Die Person stehe auf einer „Art Treppenabsatz“ in der Böschung. Die „Aachener Zeitung“ hatte berichtet.

In der Nähe des abgerissenen Dorfes Lützerath hat sich nach Polizeiangaben eine dreistellige Zahl an Menschen aus einer Demonstration heraus in Richtung Tagebau Garzweiler aufgemacht. Die Menschen stünden am Rand des Tagebaus, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Aachen. Der Braunkohletagebau hat eine scharfe Abbruchkante, der Aufenthalt dort ist gefährlich und verboten.

Teilnehmer einer Demonstration in der Nähe des Braunkohletagebaus Garzweiler haben am Dienstag ihren Protest-Weg verlassen, um in Richtung des abgeriegelten Dorfes Lützerath zu laufen. Das sagte ein Sprecher der Polizei.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (20) hält sich auch nach der Räumung von Lützerath noch in der Region am Braunkohletagebau in Nordrhein-Westfalen auf. Am Dienstag lief sie überraschend bei einer Klimaschutz-Demonstration mit, die im Ort Keyenberg in der Nähe von Lützerath begonnen hatte, wie ein dpa-Fotograf berichtete. Mit einer dicken Mütze auf dem Kopf habe sie sich unter die Demonstranten gemischt. Ein Thunberg-Sprecher erklärte auf Anfrage, dass die Klimaaktivistin noch in der Region sei und „an verschiedenen Aktivitäten“ teilnehmen werde.

Im Braunkohle-Dorf Keyenberg ist am Dienstag ein Demonstrationszug mit mehreren Hundert Klimaaktivisten gestartet. Die Gruppe sei in Richtung des Nachbardorfes Holzweiler in der Nähe des geräumten Ortes Lützerath am Tagebau Garzweiler unterwegs, sagte ein Polizeisprecher in Aachen. Der Protestzug war von einer Person für mehrere Initiativen angemeldet worden.

Der nordrhein-westfälische Landtag arbeitet in dieser Woche gleich in mehreren Ausschüssen die Auseinandersetzungen um das Braunkohledorf Lützerath auf. Wirtschafts-, Innen- und Kommunalausschuss beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten des Grundsatzstreits um Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Räumung.

Festgeklebte Klimaaktivisten haben am Dienstagmorgen mit einer Blockade-Aktion den Berufsverkehr in Köln massiv ins Stocken gebracht. Sie saßen quer auf einer Straße und hielten ein Banner hoch, das auf die Gruppierung Letzte Generation hinwies. Dazu waren gelbe Kreuze zu sehen - die Protest-Symbole gegen den Abriss von Lützerath, dem von der Polizei geräumten Dorf am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler. Ein dpa-Fotograf berichtete von einem Stau und wütenden Kommentaren von Autofahrern in Richtung der Aktivisten.

Die Armut grassiert in Venezuela. Die Inflation galoppierte zuletzt auf über 300 Prozent. Millionen Menschen verlassen das Land. Und in Caracas gehen nicht mehr nur allein Lehrer auf die Straße.

Die zwei Aktivisten, die tagelang in einem unterirdischen Tunnel am Braunkohleort Lützerath ausgeharrt hatten, haben der Polizei „Zerstörungswut“ bei der Geländeräumung vorgeworfen. „Mit gemischten Gefühlen beobachten wir, wie viel Aufmerksamkeit die Medien dem Tunnel geschenkt haben“, zitierte die Initiative „Lützerath lebt“ die beiden Aktivisten am Montagabend. „Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt wurden - wie es uns geht, was wir da unten gemacht haben, wie wir den Tunnel gebaut haben - sind absolut irrelevant und gehen komplett am eigentlichen Thema vorbei.“ Die beiden Personen, die sich „Pinky“ und „Brain“ nennen, hatten den Tunnel am Montagmittag verlassen.

Die Besetzung eines Braunkohlebaggers im Tagebau Hambach durch Klimaaktivisten ist am Montagmittag nach wenigen Stunden zu Ende gegangen. Die acht Besetzer hätten den Bagger am Mittag freiwillig verlassen, berichtete ein RWE-Sprecher in Essen. Die Aktivisten hatten den Schaufelradbagger im rund 20 Kilometer von Lützerath entfernten Tagebau Hambach in den frühen Morgenstunden besetzt. Der Bagger hatte daraufhin den Betrieb eingestellt.

Die letzten Aktivisten haben laut RWE am Montag das geräumte Braunkohlendorf verlassen. Doch die Proteste gegen den Braunkohletagebau gehen an anderen Orten weiter. Und auch die Politik ist mit dem Thema noch nicht fertig.

„Hochprofessionell“ oder „unverhältnismäßig gewalttätig“? Nach Zusammenstößen von Polizei und Aktivisten in Lützerath gibt es gegenseitige Gewaltvorwürfe. Die Aktivisten nennen neue Verletztenzahlen.

Das Land NRW sieht wegen der Eigentumsverhältnisse am Braunkohletagebau Garzweiler vorerst keine Hindernisse für einen weiteren Abbau. Alle bis Ende 2023 für den Abbau bestimmten Flächen seien im Eigentum von RWE oder dem Unternehmen zur Nutzung überlassen worden, teilte das NRW-Wirtschaftsministerium am Montag auf dpa-Anfrage mit.

Das Deutsche Architekturmuseum hat sich nach eigenen Angaben vergeblich bemüht, eine Hütte aus dem Protestcamp im Braunkohleort Lützerath zu retten und sie in einer Ausstellung zu zeigen. Das Häuschen namens „Rotkoehlchen“ sei bei den Räumungsarbeiten des Energiekonzerns RWE am Wochenende zerstört worden, teilte das Museum bei Instagram mit.

Linken-Chefin Janine Wissler hat die Proteste gegen Kohleabbau bei Lützerath als „absoluten Erfolg“ bezeichnet und kritische Fragen zum Polizeieinsatz aufgeworfen. „Den Aktiven ist es gelungen, wirklich den Fokus wieder auf den Klimaschutz zu setzen“, sagte Wissler am Montag in Berlin. „Es ist wieder auf der Tagesordnung.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat die Methoden von Klima-Aktivisten während der Räumung des niederrheinischen Braunkohledorfs Lützerath verurteilt. „Mit brennenden Barrikaden, einem einsturzgefährdeten Tunnel und wackligen Baumhäusern in großer Höhe haben Aktivisten nicht nur sich selbst in große Gefahr gebracht, sondern auch die Einsatzkräfte“, schrieb die SPD-Politikerin am Montag in einer Mitteilung. „Das ist verantwortungslos“, fügte Faeser hinzu.

Unter dem Motto „Gutes Essen für alle - statt Profite für wenige“ will ein Bündnis anlässlich der Grünen Woche eine nachhaltige Landwirtschaftspolitik einfordern. Mit dabei: die Traktoren-Demo.