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Hochwasser

Über die Ufer getretene Flüsse können ganze Landstriche verwüsten, Ortschaften zerstören oder Menschen in den Tod reißen. Eine EU-Studie zeigt, welche Schutzmaßnahme am effizientesten sein könnte.

Neue Wahlperiode, der gleiche Vorwurf: Liefert Kommunalministerin Scharrenbach dem Untersuchungsausschuss zur Hochwasser-Katastrophe nicht alle relevanten Dokumente? Die SPD-Opposition will, dass die Ministerin umgehend Rede und Antwort steht. Macht sie aber nicht.

Bei der Ahr-Flutkatastrophe 2021 starben mindestens 134 Menschen. Wo drohen bei einem möglichen neuen Hochwasser weitere Hangrutsche und Aufstauungen? Wissenschaftler forschen nun mit Spezialdrohnen.

Bei staatlichen Hilfen für Privathaushalte und die Wohnungswirtschaft nach der Flutkatastrophe 2021 sind bislang 210 Betrugsverdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen identifiziert worden. Das geht aus einem Bericht von NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) an den Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Dabei gehe es um ein Gesamtvolumen von 9,4 Millionen Euro.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, die eigentlich Ende Juni auslaufende Antragsfrist für die Hochwasserhilfe 2021 zu verlängern. Der Bund habe die Möglichkeit grundsätzlich geschaffen, berichtete das NRW-Wirtschaftsministerium am Dienstag in Düsseldorf. Allerdings seien noch formale Voraussetzungen zu erfüllen - unter anderem durch einen Bundesratsbeschluss. „Derzeit stimmen sich die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ab, um dem Bund die jeweiligen Bedarfe für die Fristverlängerung zu melden.“

Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage ist am Rheinpegel bei Köln am Montagvormittag die erste Hochwassermarke von 6,20 Meter überschritten worden. Um 11.00 Uhr wurden 6,22 Meter gemessen. Damit träten Einschränkungen für die Schifffahrt in Kraft, sagte der Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Rhein, Christian Hellbach. Schiffe dürfen im Bereich Köln nur noch im mittleren Drittel des Flusses fahren und müssen die Geschwindigkeit reduzieren. „Das ist eine ganz normale Hochwasserwelle zu Jahresbeginn, die Schifffahrt stellt sich darauf ein.“

Angesichts der starken Regenfälle in NRW hat der Deutsche Wetterdienst am Samstag eine Unwetterwarnung herausgegeben. Demnach könnten die Wasserstände nach kurzer Entspannung wieder steigen.

Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller: Dauerregen hat am Donnerstag und Freitagmorgen vor allem im Sauerland und in Solingen für Feuerwehreinsätze gesorgt. Am Samstag soll es weiterregnen - vor allem im Ruhr- und Sieg-Einzugsgebiet ist Hochwasser möglich.

Überflutete Straßen, voll gelaufene Keller: Dauerregen hat in Westdeutschland viele Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Ein Hochwasseralarm kann aber nach kurzer Zeit aufgehoben werden.

Starke Regenfällen haben im Nordwesten des Sauerlands in Nordrhein-Westfalen zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst geführt. In der Nacht habe es im Märkischen Kreis bislang 480 Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher der Kreisleitstelle am frühen Freitagmorgen. Das seien deutlich mehr als sonst. Die Feuerwehr habe etwa vollgelaufene Keller auspumpen müssen. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen nicht.

Erst Dürrejahre, nun heftige Regenfälle: Eine anhaltende Serie von Winterstürmen setzt Kalifornien unter Wasser, Menschen sterben. An der US-Ostküste wüten unterdessen tödliche Wirbelstürme.

In zwei Städten im Märkischen Kreis sind am Donnerstag Straßen wegen Hochwassers gesperrt worden. In Altena mussten wegen des steigenden Lenne-Pegels die Lenneuferstraße und die Linscheidstraße geräumt werden, wie die Polizei per Twitter mitteilte. „Bitte alle parkenden Fahrzeuge sofort wegfahren!“, hieß es. In Kierspe seien die Kreisstraße K3 in Mühlenschmidthausen und die Padbergstraße in Höhe Eltinghausen betroffen. Beide befinden sich an der Kerspe.