Alle Artikel zum Thema: Klima

Klima

Das NRW-Innenministerium rüstet gegen Klima-Aktivisten auf, die sich auf Straßen festkleben: In den kommenden Tagen sollen laut Innenministerium mehr als 10.000 Polizisten dafür ausgebildet werden, festgeklebte Hände vom Asphalt zu lösen. Bislang gab es nur wenige Beamte, die landesweit dafür im Einsatz waren. Laut Ministerium soll die Einsatzdauer so „deutlich verkürzt“ und die Gefahr für Verkehrsteilnehmer reduziert werden.

Seit Wochen gibt es in der Ampel-Koalition Streit um die Verkehrspolitik. Pläne von Verkehrsminister Wissing zum Straßen-Ausbau lehnen die Grünen strikt ab. Und fordern nun klare Aussagen von der SPD.

Natürlich, preiswert, wirksam: Heilpflanzen sind Forschenden zufolge eine riesige Chance für die Medizin. Doch man müsse diese Ressourcen besser erforschen, statt sie zu vernichten.

Bis 2045 sollen die Gebäude in Deutschland klimaneutral werden. Milliarden an Fördergeldern fließen in die energetische Sanierung. Doch Experten warnen: Beim aktuellen Tempo wird es mit den Klimazielen eng.

Die USA wollen Milliarden in den Klimaschutz stecken. Das käme gut an in Europa - würden die Pläne nicht amerikanische Firmen bevorzugen. Minister Habeck will darüber in Washington sprechen.

Über die Ufer getretene Flüsse können ganze Landstriche verwüsten, Ortschaften zerstören oder Menschen in den Tod reißen. Eine EU-Studie zeigt, welche Schutzmaßnahme am effizientesten sein könnte.

Der Streit um schnellere Planungsverfahren tobt seit Wochen in der Ampel-Koalition. Verkehrsminister Wissing will das Autobahnnetz massiv ausbauen. Schienen-Verbände sehen dafür keinerlei Gründe.

Viele Lebensmittel sind durch steigende Preise für Agrarrohstoffe teurer geworden. Knappe Mengen und geringere Erträge sind auch ein Thema in der Zuckerindustrie.

Wie geht es nach dem Kohleausstieg im Rheinischen Braunkohlerevier weiter? Für eine klimagerechte Entwicklung der Region haben am Sonntag erneut Menschen demonstriert. Auch Luisa Neubauer von Friday for Future war dabei.

Um die Klimakrise einzudämmen, muss viel CO2 aus der Atmosphäre geholt werden. Ein Ansatz kommt aus Karlsruhe, wo aus Luft Hightech-Rohstoffe gemacht werden - die auch in der Industrie begehrt sind.

Es waren die idealen Ferienwohnungen mit Meerblick - jetzt wird der Betonkoloss in Frankreich abgerissen, weil das Meer immer näher rückt. Der Klimawandel beschleunigt die Erosion der Küsten.

Bundeswirtschaftsminister Habeck besucht zum Abschluss einer zweitägigen Reise nach Schweden ein Forschungslabor von Northvolt. Als Investitionsvolumen in Heide sind bis zu 4,5 Milliarden Euro im Gespräch.

Im Fall der Klimaklage eines Biobauern gegen den Volkswagenkonzern will das Landgericht Detmold am 24. Februar verkünden, wie es weiter geht. Das Gericht habe am Freitag in einer rund 30 Minuten dauernden Sitzung der Klägerseite erneut seine rechtlichen Bedenken mitgeteilt, erklärte ein Sprecher am Mittag. Nach Auffassung des Gerichts sind zumindest Teile der Klage wohl nicht zulässig.

Klima-Demonstranten haben vor dem Bundesverkehrsministerium in Bonn gegen den Ausbau von Autobahnen protestiert. Nach Polizeiangaben nahmen rund 50 Menschen an der Aktion am Freitag teil. Sie hielten rote Karten in die Höhe, auf denen die Forderung „Keine neuen Autobahnen“ zu lesen war. Besondere Vorkommnisse gab es laut Polizei nicht.

Aktivisten der Klimaschutzbewegung Letzte Generation haben am Freitag den Straßenverkehr in der Nähe der Kölner Universität blockiert. Gegen 09.30 Uhr seien sieben Menschen auf der dreispurigen Universitätsstraße aufgetaucht, teilte ein Polizeisprecher mit. „Vier der Personen waren angeklebt und sind durch unsere Technische Einheit gelöst worden“, sagte er. „Wir waren schnell vor Ort und die Autos konnten zügig abgeleitet werden“.

Der Verkehrsminister „torpediere“ die Klimaziele wie niemand sonst. Es brauche „eine Kehrtwende“, sagt Neubauer anlässlich der für heute angekündigten Proteste gegen den Ausbau von Autobahnen.

Eigentlich sollten sie wegen einer Straßenblockade vor Gericht erscheinen, doch dann stellte sich heraus, dass zwei Klima-Aktivisten stattdessen nach Asien reisten. Der Flug sorgt nun für Kritik.

Immer mehr Menschen wünschen sich eiweißreiche Fleischersatzprodukte. Start-ups versuchen, klimafreundliche und gleichzeitig gesunde Alternativen zu entwickeln. Essen aus Luft und Sonne - geht das?

Die Grünen stemmen sich gegen einen massiven Autobahnausbau in Nordrhein-Westfalen. „Wer heute ernsthaft immer noch Autobahnen erweitern oder neue Flughäfen bauen will, wer Radwegeinfrastruktur aber nur als eine Randnotiz sieht, der hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt“, sagte der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Tim Achtermeyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Es geht um Beträge in dreistelliger Milliardenhöhe. Weltweit wird um Industriezweige der Zukunft wie saubere Energieproduktion gebuhlt. Der EU stehen nun wohl intensive Debatten bevor.

Wissenschaftlern zufolge wird ungeachtet von Abkommen, Gesetzen und Protesten für das Klima die globale Temperatur um mehr als 1,5 Grad steigen. Die Verantwortung sehen sie unter anderem beim Konsumenten.

Wassermassen überfluteten die Küsten der Niederlande und Großbritanniens. Rund 2500 Menschen starben in der Jahrhundertflut 1953. Gigantische Wehre halten das Wasser nun ab. Aber reichen sie aus?

Der Prozess um die Blockade des Braunkohle-Kraftwerks Neurath wird zum Geduldsspiel. Trotz erdrückender Beweislage gab es am Dienstag erneut kein Urteil: Der Verteidiger stellte mehr als 25 Beweisanträge.

Vertreter von Umwelt- und Naturschutzverbänden haben mehr Gewicht für Natur- und Klimaschutz beim Umbau im Rheinischen Revier gefordert. Bislang sei die Politik des Strukturwandels vor allem auf wirtschaftliche Belange ausgerichtet, kritisierten NRW-Vertreter des Naturschutzbundes Nabu und des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Dienstag in Düsseldorf. Angesichts der Herausforderungen durch die Klima- und Biodiversitätskrise sei aber eine sozial-ökologische Transformation nötig. Ein „Weiter-so-wie-bisher“ dürfe es nicht geben.

Im Strafprozess um die Gleisblockade am Braunkohlekraftwerk Neurath wird heute ab 11.15 Uhr am Amtsgericht Grevenbroich das Urteil erwartet. In dem Verfahren muss sich eine 24-jährige diverse Person aus Oldenburg verantworten. Ihr werden die Störung öffentlicher Betriebe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Laut Anklage hatten sich zwei Aktivisten an die Schienen gekettet.

Um die Klimaziele in Europa einhalten zu können und bei den Arbeitsplätzen in der Industrie wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die EU-Kommission viel mehr und tiefer in die Tasche greifen als bisher.

Die Klimabewegung Fridays for Future will am Freitag bundesweit gegen den weiteren Ausbau von Autobahnen protestieren. Geplant seien „ganz verschiedene Formen des Protests“ zusammen mit dem Bündnis „Wald statt Asphalt“, sagte Sprecherin Luisa Neubauer am Montag. Sie richteten sich zum Beispiel gegen den weiteren Bau der A100 in Berlin, aber auch gegen andere Projekte. Gefordert werde ein „Autobahnmoratorium“.

Der Ausbau von Deutschlands Verkehrsadern ist ein zentraler Streitpunkte der Ampel. Bundesverkehrsminister Volker Wissing fordert mehr Tempo beim Autobahnausbau - und stößt auf Widerstand bei den Grünen.

Sie benannten sich nach zwei Zeichentrickfiguren: Wer „Pinky“ und „Brain“ wirklich sind, wird man vermutlich nie erfahren. Die Tunnelbesetzer von Lützerath durften gehen, ohne der Polizei ihre Namen zu nennen. Der Tunnel der beiden ist inzwischen verschlossen.

Wer die zwei Tunnelbesetzer wirklich sind, wird man vermutlich nie erfahren. Sie durften gehen, ohne der Polizei ihre Namen zu nennen. Ihr Tunnel unter Lützerath ist inzwischen verschlossen.

Die Kölner Band AnnenMayKantereit möchte auf ihre eigene Art ein politisches Zeichen für den Klimaschutz setzen: nicht durch Songtexte, sondern durch politisches Engagement vor Ort. Wie bei ihrem Auftritt am Rande von Klima-Protesten zum Erhalt der Ortschaft Lützerath im rheinischen Tagebaurevier. „Wir sind drei sehr politisierte Menschen“, sagte Gitarrist Christopher Annen (33) der Deutschen Presse-Agentur. „Die Songs die wir da spielen, müssen auch nicht unbedingt politisch deutbar sein. Aber dass wir dort spielen ist unsere Art zu zeigen, wir supporten das, wir nutzen unsere Reichweite dafür“, erklärt auch Bandmitglied Severin Kantereit (31).

Die Kölner Band AnnenMayKantereit hat Aktionen von Klimaaktivisten wie die Besetzung von Lützerath oder Straßenblockaden verteidigt. „Ich finde zivilen Ungehorsam legitim. Ich habe Verständnis dafür, dass sich Leute auf die Straße kleben“, sagte Gitarrist Christopher Annen dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Eine Kältewelle rollt über Nordostasien. Heftige Schneefälle und ungewöhnliche Tiefsttemperaturen suchen beide Koreas, Japan, China und die Mongolei heim. Experten sehen auch hier den Klimawandel am Werk.

In privaten Tiefgaragen gibt es noch viel zu wenig Lademöglichkeiten für E-Autos. Das hat eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des ADAC unter Immobilienverwaltern in elf deutschen Großstädten ergeben. Nur in einem von 13 Fällen gebe es eine vernünftige Möglichkeit.

Nach einem offenen Brief von Anwohnern am Tagebau Garzweiler hat Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag Dorfbewohner getroffen und mit ihnen gesprochen. Es sei inakzeptabel, dass Aktivisten durch die Dörfer zögen, Menschen einschüchterten, Scheiben einschlügen und Wände beschmierten, erklärte der Minister. „Das muss und wird ein Ende haben“, sagte Reul nach dem Treffen. Anwohner aus den weitgehend leerstehenden Geisterdörfern am Rand des Tagebaus hatten in einem offenen Brief dominantes Auftreten von Aktivisten beklagt.

CDU und Grüne in NRW sind in der harten politischen Realität angekommen. Die Räumung von Lützerath, das Desaster um die A45-Brücke - die junge schwarz-grüne Koalition hat in einem halben Jahr Amtszeit einige Belastungsproben erlebt. Aber die Partner stehen zusammen.

„Heuchler“, „Geht’s noch, Grüne?“: Die Lützerath-Proteste richteten sich auch gegen die NRW-Regierung - besonders den grünen Teil. Und die Regierungsspitze? Die lobt, dankt, zeigt Verständnis. Zumindest für alle, die friedlich protestierten.

Nach der Räumung des Braunkohledorfs Lützerath sieht Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die Möglichkeit für eine gesellschaftliche Befriedung in der Klimapolitik. Er sehe „die Chance auf einen neuen energiepolitischen Grundkonsens in unserem Land“, sagte Wüst am Dienstag vor Journalisten in Düsseldorf. Das Ende der Kohleverstromung sei in Deutschland mit klaren gesetzlichen Plänen beschlossen worden und in NRW sogar um acht Jahre auf 2030 vorgezogen worden. Auch die Pariser Klimaschutzziele seien im gesamten demokratischen Spektrum anerkannt. In der Energiepolitik könne Sicherheit und Investitionssicherheit geschaffen werden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich bei den Demonstranten bedankt, die in und um den Braunkohleort Lützerath friedlich demonstriert haben. Sein Dank gelte all jenen, „die sich an Absprachen gehalten haben, die weder sich und andere in Gefahr gebracht haben“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Düsseldorf. Diese friedlichen Demonstranten machten „erfolgreich auf eine der größten Aufgaben unserer Zeit aufmerksam“.

Angesichts des Klimawandels setzt die Gartenbranche zunehmend auf Pflanzen mit Resistenz gegen Hitze und Starkregen. „Beliebt sind etwa Azaleen aus Belgien“, sagte eine Sprecherin der Gartenbaumesse IPM, die am Dienstag in Essen eröffnet wurde. Mediterrane Pflanzen und ursprünglich als Zimmerpflanzen genutzte Gewächse wie Palmen oder Grünlilien würden nachgefragt. Kalanchoe - Dickblattgewächse, die gut mit Trockenheit zurechtkommen - blühten mittlerweile auch im Beet und nicht mehr nur im Wohnzimmer.

Deutschland hinkt bei der Erreichung seiner Klimaziele hinterher. Die Umweltschutzorganisation BUND will die Bundesregierung jetzt gerichtlich zu wirksamen Maßnahmen verpflichten.

Straßenblockaden, Kartoffelbrei-Attacken, Flughafen-Proteste: Die Klimaaktivisten der Letzten Generation machen Politik und Polizei seit Januar 2022 schwer zu schaffen. Wo soll das enden?

Klima-Aktivisten machen mit Klebe-Aktionen oder Attacken auf Kunstwerke derzeit immer wieder Schlagzeilen. So auch im vergangenen Sommer in München. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten.

Trotz massiver Kritik an ihren Protestaktionen wollen die Letzte-Generation-Klimaaktivisten weitermachen - der Widerstand soll der Ankündigung zufolge größer werden als je zuvor.

Zur Grünen Woche ist Ernährung auch politisch: Parallel zur großen Branchenmesse machen viele für eine Agrarwende mobil. Minister aus aller Welt sprechen über mehr Nachdruck zur Ernährungssicherung.

Bei der Ahr-Flutkatastrophe 2021 starben mindestens 134 Menschen. Wo drohen bei einem möglichen neuen Hochwasser weitere Hangrutsche und Aufstauungen? Wissenschaftler forschen nun mit Spezialdrohnen.

In einer Aktuellen Stunde im Bundestag zu den Protesten in Lützerath hat es eine Diskussion über das Verhalten von Polizei und Demonstranten sowie die Energiepolitik der Bundesregierung gegeben. Kritik gab es in der Debatte am Freitag insbesondere an den Grünen, die den Kompromiss zum Kohleausstieg im Rheinischen Revier zwar im Bundestag unterstützt hatten, aus deren Reihen es aber zur Räumung von Lützerath missbilligende Stimmen gab.

Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat einen sofortigen Aufschub der geplanten Braunkohleförderung unter dem inzwischen geräumten und abgerissenen Dorf Lützerath gefordert. Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche verlangte in einem Beschluss am Freitag von der NRW-Landesregierung und den Bergbaubetreibenden „ein sofortiges Moratorium für die Kohleförderung unter Lützerath“.

Nachhaltige Kleidung, klimafreundlicher Kaffee - für Bürger ist es oft schwer nachzuvollziehen, wie „grün“ Waren wirklich sind. In der EU könnte es bald strengere Regeln gegen falsche Versprechen geben.

Sie sind an Land äußerst schwer zu entdecken. Doch aus großer Höhe verraten Kotspuren im weißen Schnee den Aufenthalt der kleinen Kolonien der Kaiserpinguine. Es gibt aber nicht nur gute Nachrichten.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist Befürchtungen entgegengetreten, dass mit dem Ausbau der Windkraft die Windräder künftig direkt vor Häusern stehen könnten. „Wir werden über die Landesplanung dafür sorgen, dass niemand einfach ein Windrad vor die Haustür gesetzt bekommt“, sagte Wüst der „Bild“-Zeitung (Freitag). Für den Windkraftausbau würden daher zum Beispiel verstärkt vom Borkenkäfer geschädigte Waldflächen genutzt. Es würden auch Solaranlagen an Autobahnen und entlang von Eisenbahnlinien sowie auf Dächern der öffentlichen Verwaltung errichtet. „Da wird noch eine Menge passieren“, sagte der CDU-Politiker.

In Lützerath am Rande des rheinischen Braunkohletagebaus ist am Donnerstag das letzte Haus abgerissen worden. Das teilte der Energiekonzern RWE mit. Man werde aber noch wochenlang mit dem Rückbau der Keller, der Straßen, der Kanäle und der Leitungen zu tun haben, betonte ein Sprecher. Auch das Ziehen der Baumwurzeln und der anschließende Abtransport werde Zeit in Anspruch nehmen. „Deswegen können wir heute noch lange nicht das Ende des Rückbaus verkünden.“

Die schwerste Verletzung bei der Anti-Kohle-Demonstration am Samstag bei Lützerath ist nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) eine Gehirnerschütterung gewesen. Es habe während der Proteste 14 Transporte in Krankenhäuser gegeben, sagte Reul am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf. Fünf dieser Transporte hätten Polizisten betroffen, der Rest seien Demonstranten gewesen. Die meisten der Verletzungen seien Fuß- und Beinverletzungen, Arm- und Handverletzungen sowie Platzwunden gewesen.

Viel zu viel CO2 gelangt in die Atmosphäre. Wissenschaftlern zufolge führt kein Weg daran vorbei, Teile davon wieder herauszuholen. Forscher stellen bei einer Bestandsaufnahme enorme Lücken fest.

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hält den Protest der Klimaaktivistin Greta Thunberg in Lützerath für richtig. „Ich unterstütze ihre Bemühungen, ein Kohlebergwerk in Deutschland zu stoppen“, sagte Gore am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Es gebe eine Kluft zwischen denjenigen, die alt genug seien, um in Machtpositionen zu sitzen, und den jungen Menschen dieser Welt. Die Klimakrise verschlimmere sich schneller, als die Welt sie bewältigen könne und es müsse endlich gehandelt werden.

Polizisten halten Greta Thunberg fest, während Fotografen ihre Bilder machen - diese Szene hat in sozialen Netzwerken den Vorwurf einer „Inszenierung“ ausgelöst. Ein Sprecher der Polizei Aachen wies den Eindruck am Mittwoch zurück. Zu der Szene sei es gekommen, als Thunberg am Dienstag zusammen mit anderen Klimaaktivisten unmittelbar an der Abbruchkante des rheinischen Braunkohlereviers demonstriert habe, was gefährlich und deshalb verboten sei. Alle Mitglieder der Gruppe seien daraufhin kurzzeitig in Gewahrsam genommen worden, um ihre Personalien festzustellen. Es habe sich nicht um eine Festnahme gehandelt, betonte der Sprecher.

Nach Protesten gegen den Abriss des Dorfes Lützerath und das Abbaggern von Braunkohle ruft die Organisation Fridays for Future nun zu neuen großen Klimademonstrationen auf. Ein neuer sogenannter globaler Klimastreik soll am 3. März stattfinden, wie Sprecherin Pauline Brünger sagte. Man werde dann eine Politik einfordern, die der Klimakrise gerecht werde.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität soll Windkraft eine wichtige Rolle spielen. Immer mehr Windräder werden daher errichtet. Das reicht noch lange nicht, sagt die Branche in NRW. Und beklagt die Dauer der Verfahren.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg ist als eine von mehreren Demonstranten von der Polizei von der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler weggetragen worden. Das beobachtete ein dpa-Fotograf. Die Polizei bestätigte, dass Thunberg am Dienstag Teil der Gruppe war, die sich auf die Kante zubewegt hatte und dann aufgehalten und weggetragen wurde.

Der Energiekonzern RWE will von Klimaaktivisten, die das Braunkohlekraftwerk Neurath blockiert haben, 1,4 Millionen Euro einklagen. „Eine entsprechende Zivilklage wird vorbereitet“, sagte ein Konzernvertreter am Dienstag im Strafprozess gegen einen Angeklagten am Amtsgericht Grevenbroich. Die Klimaaktivisten hatten im November 2021 die Gleise zum Kohlekraftwerk Neurath blockiert.

Zankapfel Tempolimit: Verstößt der Gesetzgeber bei Nichteinführung gegen das Klimaschutzgebot und Freiheitsrechte? Zwei Kläger zogen vor Gericht. Doch Karlsruhe moniert die nicht ausreichende Begründung.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg gehört nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen zu einer Gruppe von Demonstranten, die am Dienstag in der Nähe von Lützerath von der Polizei eingekreist worden ist. Zusammen mit etwa 60 bis 70 anderen Menschen saß sie in der Nähe der Abbruchkante zum Braunkohletagebau Garzweiler. Polizisten umringten die Gruppe.

Nach den verheerenden Überschwemmungen steht Pakistan vor gewaltigen Herausforderungen. Besonders betroffen sind Millionen von Kindern. Und Unicef befürchtet eine drastische Verschärfung der Lage.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (20) hält sich auch nach der Räumung von Lützerath noch in der Region am Braunkohletagebau in Nordrhein-Westfalen auf. Am Dienstag lief sie überraschend bei einer Klimaschutz-Demonstration mit, die im Ort Keyenberg in der Nähe von Lützerath begonnen hatte, wie ein dpa-Fotograf berichtete. Mit einer dicken Mütze auf dem Kopf habe sie sich unter die Demonstranten gemischt. Ein Thunberg-Sprecher erklärte auf Anfrage, dass die Klimaaktivistin noch in der Region sei und „an verschiedenen Aktivitäten“ teilnehmen werde.

Zuletzt sorgten Bilder von grünen Skipisten für Aufsehen. Wegen sinkender Temperaturen blickt die Branche dennoch hoffnungsvoll auf den Februar. Doch mittelfristig bereitet die Klimakrise Sorgen.

Die zwei Aktivisten, die tagelang in einem unterirdischen Tunnel am Braunkohleort Lützerath ausgeharrt hatten, haben der Polizei „Zerstörungswut“ bei der Geländeräumung vorgeworfen. „Mit gemischten Gefühlen beobachten wir, wie viel Aufmerksamkeit die Medien dem Tunnel geschenkt haben“, zitierte die Initiative „Lützerath lebt“ die beiden Aktivisten am Montagabend. „Die Fragen, die uns am häufigsten gestellt wurden - wie es uns geht, was wir da unten gemacht haben, wie wir den Tunnel gebaut haben - sind absolut irrelevant und gehen komplett am eigentlichen Thema vorbei.“ Die beiden Personen, die sich „Pinky“ und „Brain“ nennen, hatten den Tunnel am Montagmittag verlassen.

„Hochprofessionell“ oder „unverhältnismäßig gewalttätig“? Nach Zusammenstößen von Polizei und Aktivisten in Lützerath gibt es gegenseitige Gewaltvorwürfe. Die Aktivisten nennen neue Verletztenzahlen.

Zum Neustart der Bundesliga nach der WM-Pause gibt es in allen deutschen Fußballstadien Mehrwegbecher. Genauso wie Restaurants, Bistros und Cafés, die Essen für unterwegs verkaufen, sind Stadionbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet, auch Mehrwegverpackungen anzubieten, teilte das Bundesumweltministerium mit. Die Mehrwegvariante dürfe nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung und müsse in gleicher Größe angeboten werden.

Das Land NRW sieht wegen der Eigentumsverhältnisse am Braunkohletagebau Garzweiler vorerst keine Hindernisse für einen weiteren Abbau. Alle bis Ende 2023 für den Abbau bestimmten Flächen seien im Eigentum von RWE oder dem Unternehmen zur Nutzung überlassen worden, teilte das NRW-Wirtschaftsministerium am Montag auf dpa-Anfrage mit.

Grünen-Chefin Ricarda Lang hat die Linie ihrer Partei im Konflikt um den Braunkohleabbau im Rheinischen Revier als pragmatisch verteidigt. „Wenn man 1,5 anschaut, dann kann man sich heutzutage mit kaum noch einem Kompromiss wirklich zufrieden geben“, sagte die Co-Parteivorsitzende am Montag in Berlin mit Blick auf das im Pariser Klimaabkommen festgehaltene Ziel, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. „Und gleichzeitig ist klar: Wenn wir keine Kompromisse machen würden, dann würde beim Klimaschutz einfach gar nichts passieren. Denn die wenigsten anderen Parteien haben daran ein ernsthaftes Interesse.“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Entscheidung verteidigt, vorübergehend Kohlekraftwerke aus der Reserve an den Markt zurückholen. Dies sei notwendig gewesen, um den Gasverbrauch im Strombereich zu verringern, sagte der Grünen-Politiker am Montag auf dem „Handelsblatt“-Energiegipfel in Berlin. Natürlich sei dies „klimapolitisch eine Sünde, und natürlich sollten wir daraufhin arbeiten, dass wir diese Sünde möglichst kurz halten“.

Das Deutsche Architekturmuseum hat sich nach eigenen Angaben vergeblich bemüht, eine Hütte aus dem Protestcamp im Braunkohleort Lützerath zu retten und sie in einer Ausstellung zu zeigen. Das Häuschen namens „Rotkoehlchen“ sei bei den Räumungsarbeiten des Energiekonzerns RWE am Wochenende zerstört worden, teilte das Museum bei Instagram mit.

Linken-Chefin Janine Wissler hat die Proteste gegen Kohleabbau bei Lützerath als „absoluten Erfolg“ bezeichnet und kritische Fragen zum Polizeieinsatz aufgeworfen. „Den Aktiven ist es gelungen, wirklich den Fokus wieder auf den Klimaschutz zu setzen“, sagte Wissler am Montag in Berlin. „Es ist wieder auf der Tagesordnung.“

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat die Methoden von Klima-Aktivisten während der Räumung des niederrheinischen Braunkohledorfs Lützerath verurteilt. „Mit brennenden Barrikaden, einem einsturzgefährdeten Tunnel und wackligen Baumhäusern in großer Höhe haben Aktivisten nicht nur sich selbst in große Gefahr gebracht, sondern auch die Einsatzkräfte“, schrieb die SPD-Politikerin am Montag in einer Mitteilung. „Das ist verantwortungslos“, fügte Faeser hinzu.

Der Energiekonzern RWE geht davon aus, dass der Abriss des Braunkohleorts Lützerath schon bald abgeschlossen sein wird. Man erwarte, dass der Rückbau noch acht bis zehn Tage dauere, sagte ein Firmensprecher der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe). „Im März oder April könnte der Tagebau dann das frühere Dorf erreichen und abbaggern.“ Bis zum Ende des Rückbaus wolle die Polizei vor Ort bleiben.

Rund 200 Menschen haben in Weimar und weitere 150 Menschen in Erfurt am Wochenende gegen die Räumung des Dorfes Lützerath im rheinischen Braunkohlerevier demonstriert. In der Erfurter Innenstadt versammelten sich vor dem Rathaus nach Polizeiangaben am Sonntag etwa 150 Menschen. Es habe keine Vorfälle gegeben.