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Kriegsfolgen

Wegen des Ukraine-Kriegs kappt die Europäische Union die Rohstoffgeschäfte mit Russland. Der nächste Schritt: ein Importstopp für Diesel und Co. Steigen nun die Preise an der Zapfsäule?

Die am Samstagmittag in Leverkusen gefundene Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich entschärft worden. Dies teilte die Stadt Leverkusen am späten Abend mit. „Die Sperrungen bleiben noch rund 30 Minuten bestehen, bis die Bombe verladen ist“, hieß es weiter.

Auch viele Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg tauchen immer wieder Bomben bei Bauarbeiten auf. Ein aktueller Fall hatte Folgen auch für den Fernverkehr zwischen Karlsruhe und Basel.

Der Nahrungsmittelriese kündigt erneut Preiserhöhungen an. Denn auch er sei von der Inflation betroffen. Ein Experte rechnet nicht damit, dass sich das Problem der hohen Teuerung zügig erledigt.

Wegen des Ukraine-Kriegs kappt die Europäische Union die Rohstoffgeschäfte mit Russland. Der nächste Schritt: ein Importstopp für Diesel und Co. Steigen nun die Preise an der Zapfsäule?

Moskau macht mit dem Export von Erdölprodukten monatlich Milliardengeschäfte. Dass dieses Geld für den Krieg gegen die Ukraine genutzt werden kann, ist der EU ein Dorn im Auge. Nun soll es neue Sanktionen geben.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Bundesregierung dafür kritisiert, entgegen ihrer Zusagen nicht für eine Entlastung von kleinen und mittleren Unternehmen gesorgt zu haben, die mit Öl und Pellets heizen. „Gerade unsere kleinen und mittleren Unternehmen brauchen in der Krise Klarheit. Sie müssen in die Ankündigungen der Bundesregierung vertrauen können“, sagte Wüst der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Deutschlands größter Gas-Großhändler Uniper erwartet deutlich geringere Verluste als zuletzt angenommen. So beliefen sich die Verluste aus Gasersatzbeschaffungskosten für das Geschäftsjahr 2022 nach vorläufigen Zahlen auf 13,2 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Hinzu kämen erwartete, künftige Verluste durch anhaltende Gasersatzbeschaffungskosten von rund 5,9 Milliarden Euro, macht zusammen rund 19,1 Milliarden Euro. Anfang November hatte der jüngst verstaatlichte Konzern diesen Wert auf rund 40 Milliarden Euro beziffert.

Wegen des Ukraine-Kriegs kappt die Europäische Union die Rohstoffgeschäfte mit Russland. Der nächste Schritt: ein Importstopp für Diesel und Co. Steigen nun die Preise an der Zapfsäule?

Nachts ist es dunkler in den Städten, in Schwimmbädern und an vielen Arbeitsplätzen bleibt es kühler: Der Bund hat mit Sparvorgaben auf die Energiekrise reagiert. Halten die Kommunen sich an die Regeln?

Immer wieder wird über die Folgen von EU-Sanktionen gegen Russland gestritten - doch auch Solidaritätsmaßnahmen für die Ukraine könnten Nachteile für die EU-Wirtschaft haben.

Über die Druschba-Pipeline kommt kein Öl aus Russland mehr zur Raffinerie PCK. Damit genug Treibstoff da ist, gibt es Öl aus Rostock und Danzig. Auch aus Kasachstan soll es fließen.

Die Auslastung der Raffinerie PCK soll nach dem Ölembargo deutlich erhöht werden. Eine zweite Pipeline soll es laut Bundeswirtschaftsministerium aber nicht geben. Die Raffinerie zeigt sich enttäuscht.

Trotz eisiger Temperaturen ist in der vergangenen Woche neun Prozent weniger Gas verbraucht worden als in den Vorjahren. Gut, aber nicht gut genug: „Temperaturbedingt (zu) wenig“, so Netzagentur-Chef Müller.

Wirtschaftsminister Habeck hat gute Nachrichten im Gepäck: Die schlimmsten Szenarien über einen Einbruch der Konjunktur treten nicht ein. Doch Risiken bleiben - und große Zukunftsaufgaben.

Wegen der gestiegenen Heizkosten bleiben viele Wohnungen kühler als üblich. Wer nicht ausreichend lüftet, muss mit Schimmel rechnen. Schimmelpilzbekämpfer erwarten nach diesem Winter mehr Arbeit.

Fatih Birol ist der Chef der Internationalen Energieagentur. Er fürchtet, dass viele Regierungen „ein bisschen zu froh“ über den bislang relativ milden Verlauf der Versorgungskrise sind.

Wie schnell Gasspeicher-Füllstände sinken können, konnte man im Dezember sehen, als es richtig kalt war. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Die Bundesnetzagentur mag trotzdem keine Entwarnung geben.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Entscheidung verteidigt, vorübergehend Kohlekraftwerke aus der Reserve an den Markt zurückholen. Dies sei notwendig gewesen, um den Gasverbrauch im Strombereich zu verringern, sagte der Grünen-Politiker am Montag auf dem „Handelsblatt“-Energiegipfel in Berlin. Natürlich sei dies „klimapolitisch eine Sünde, und natürlich sollten wir daraufhin arbeiten, dass wir diese Sünde möglichst kurz halten“.

Eigentlich sollten die westlichen Sanktionen Russlands Wirtschaft nach Beginn des Angriffskriegs hart treffen. Doch zumindest beim Verkauf von Öl und Gas berichtet Moskau von glänzenden Geschäften.

Im Eiltempo bringt Deutschland LNG-Terminals in Stellung. Nach Wilhelmshaven hat Bundeskanzler Olaf Scholz nun auch an der Ostsee eines eröffnet. Diese Geschwindigkeit sorgt auch für Kritik.

„Vielen Dank!“ sagt Netzagenturchef Müller. Anfang Januar haben die Verbraucher viel Gas eingespart - auch temperaturbereinigt. Eine Gasmangellage hält die Behörde für zunehmend unwahrscheinlich.

Die Wirtschaft brummt aktuell nicht sonderlich - das gilt für Industriestaaten wie Schwellen- und Entwicklungsländer gleichermaßen. Und auch ein Blick in die nähere Zukunft ist alles andere als rosig.

Entwarnung in der Energiekrise: Dank gut gefüllter Speicher werde es eine Gasmangellage selbst bei einem sehr kalten Restwinter nicht geben. Nun richtet sich der Blick auf den Winter 23/24.

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf den Automarkt in Russland aus. Der Absatz ist so schlecht wie lange nicht mehr, weil unter anderem auch drei deutsche Autobauer ihre Konsequenzen gezogen haben.