Alle Artikel zum Thema: Polizei

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Er ist das jüngste Opfer der amerikanischen Polizeigewalt: Tyre Nichols erlag seinen Verletzungen, die ihm mehrere Polizeibeamte zugefügt hatten. Nun wurde ein weiterer Beamter suspendiert.

Ein halbes Jahr nach dem Tod eines Mieters durch Polizeikugeln bei einer Zwangsräumung in Köln hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Bei dem Todesermittlungsverfahren hätten sich „keine konkreten Hinweise auf ein strafbar relevantes Fehlverhalten Dritter“ ergeben, teilte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Donnerstag auf Anfrage mit. Der Schusswaffeneinsatz der Polizeibeamten sei durch das Notwehrrecht gerechtfertigt gewesen. Zuerst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet (Freitag).

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners Tyre Nichols trauern viele Menschen in den USA. Es werden auch politische Forderungen laut. Vizepräsidentin Harris drängt auf Reformen bei der Polizei.

Kritiker beklagen seit Jahren, dass Bundesländer ihre Polizeigesetze immer weiter verschärfen. Jetzt beanstandet Karlsruhe etliche Vorschriften in Mecklenburg-Vorpommern - und macht strenge Vorgaben.

Die Polizei in NRW hat noch immer rund 200.000 Stoffmasken des Textilherstellers van Laack auf Lager. Wie eine Sprecherin des zuständigen Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) sagte, werden die Stoffmasken „im Rahmen des Pandemievorsorgekonzeptes vorgehalten“. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte zuvor berichtet.

Die Bundesinnenministerin sprach von „Hinrichtung“, der Richter von „Menschenjagd“: Der Gewalttod zweier Polizisten erschütterte viele. Nun jährt sich die Tat. Vor Ort überwiegt immer noch Trauer.

Der Tod des Schwarzen Tyre Nichols nach einem Polizeieinsatz sorgt in den USA für Fassungslosigkeit. In mehreren Städten kommt es zu Protesten. Die Tat heizt die Debatte um Rassismus in den USA weiter an.

Der Tod eines 29 Jahre alten Schwarzen nach einem brutalen Polizeieinsatz in den USA löst Entsetzen aus. Die Polizei veröffentlichte nun Videoaufnahmen von der Tat. Die Proteste blieben zunächst friedlich.

Wer die zwei Tunnelbesetzer wirklich sind, wird man vermutlich nie erfahren. Sie durften gehen, ohne der Polizei ihre Namen zu nennen. Ihr Tunnel unter Lützerath ist inzwischen verschlossen.

Weniger Datenschutz im Gegenzug für mehr innere Sicherheit? Um diesen Streitpunkt dreht sich nach dem Anti-Terror-Einsatz in Castrop-Rauxel erneut die Debatte. In der Ampel ist man sich uneinig.

Ein 36-Jähriger ist über den Balkon in die Wohnung seiner Ex-Freundin in Mülheim an der Ruhr eingedrungen und hat dort ihren neuen Lebensgefährten verletzt. Wie die Polizei berichtete, fügte der Angreifer dem 41-Jährigen in der Nacht zu Freitag leichte Schnittverletzungen zu und flüchtete danach wieder über den Balkon. Kurz darauf nahmen ihn Polizeibeamte im Hinterhof fest. Dabei sei ein Distanz-Elektroschocker - ein sogenannter Taser - zum Einsatz gekommen.

Fünf inzwischen gefeuerte US-Polizisten müssen sich für den Tod eines Schwarzen im Zuge einer Verkehrskontrolle verantworten. Die Anwälte der Familie sehen Parallelen zum Fall Rodney King in den 1990ern.

„Nachwuchsfahndung“ heißt eine Kampagne der Polizei von Sachsen-Anhalt. Gewerkschafter sehen bei der Gewinnung qualifizierter Berufsanfänger Verbesserungsbedarf - vor allem in Berlin.

Der 32-jährige Mann, der am Dienstag aus etwa sieben Metern Höhe von einer Eisenbahnbrücke in Essen gestürzt ist, ist außer Lebensgefahr. Es werde versucht, ihn zur Sache zu vernehmen, sagte ein Sprecher der Bochumer Polizei am Mittwoch. Die Bochumer Polizei untersucht aus Neutralitätsgründen den Fall. Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann Beamte mit einem Messer bedroht haben und diese sollen einen Distanz-Elektroschocker eingesetzt haben.

Der Fall sorgte weltweit für Schlagzeilen: Ein britischer Journalist und ein Indigenen-Experte wurden im Amazonasgebiet tot aufgefunden. Die Polizei will nun wissen, wer hinter den Morden steckt.

Die Polizeibehörden in NRW haben laut einer Aufstellung des Innenministeriums alleine bei Facebook 1,1 Millionen Abonnenten. Jetzt liegt die Jahresauswertung der Social Media-Kanäle der Polizei vor. Ganz vorne: Ein bewegender Besuch im Pflegeheim.

Vor knapp vier Wochen suchten Taucher im Berliner Landwehrkanal nach Beutestücken aus dem Dresdner Grünen Gewölbe. Nun gab es weitere Tauchgänge im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelendiebstahl.

Die Empörung über die Attacken auf Polizisten und Feuerwehrleute in der Silvesternacht hält an. Allerdings wird der Union vorgeworfen, sie engagiere sich auch deshalb so stark, weil in Berlin gerade Wahlkampf ist.

Bei der Polizei in NRW haben sich für das Ausbildungsjahr 2023 insgesamt 11 335 Bewerber gemeldet, knapp 800 mehr als für den Beginn in 2022. Das geht aus einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags hervor. Die Landesregierung hatte eine eigene Taskforce eingerichtet, um die Bewerberzahlen zu erhöhen. Die Zahl sagt aber noch nichts darüber aus, wie viele Bewerber am Ende tatsächlich für den Polizeidienst geeignet sind.

Im Fall des von der Polizei in Dortmund erschossenen 16-Jährigen sollen die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft voraussichtlich in gut zwei Wochen vorgelegt werden. Die Entscheidung, ob Anklage erhoben wird, wird wohl Ende Januar oder Anfang Februar feststehen, wie der zuständige Dortmunder Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am Mittwoch mitteilte.

Polizisten im westfälischen Büren haben sich plötzlich in einem nächtlichen Einsatz gegen eine bissige Riesen-Ratte befunden. Gambia-Riesenhamsterratte „Rico“ war seinem Besitzer aus einem Käfig ausgebüxt, als dieser mit dem Auto unterwegs zu einem Züchter war, um die ihm zu groß gewordene Ratte abzugeben, berichtete die Polizei in Paderborn am Mittwoch.

In Kalifornien werden sechs Menschen brutal getötet. Eine Mutter und ihr Baby sterben durch Kopfschüsse. Die Behörden vermuten, dass Profikiller das „grauenhafte Massaker“ begangen haben.

„Hochprofessionell“ oder „unverhältnismäßig gewalttätig“? Nach Zusammenstößen von Polizei und Aktivisten in Lützerath gibt es gegenseitige Gewaltvorwürfe. Die Aktivisten nennen neue Verletztenzahlen.

Ein Streit zwischen zwei Ukrainern ist am Donnerstagabend in einer Flüchtlingseinrichtung im westfälischen Lotte für einen der beiden Männer tödlich ausgegangen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft Münster am Freitag mitteilten, steht ein 40-Jähriger im Verdacht, seinen 59-jährigen Mitbewohner nach einem Gerangel in der Küche mit einem Messer attackiert zu haben. Anschließend sei der Tatverdächtige geflüchtet, kurze Zeit später jedoch festgenommen worden. Eine Mordkommission bei der Polizei Münster hat die Ermittlungen übernommen.

Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel kehrt in Brasília wieder Ruhe ein. Die Krawalle haben Spuren hinterlassen, jetzt wird aufgeräumt. Der Gewaltexzess hat viele Leute aufgeweckt.

Wo beginnt Rassismus? Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung will eine klare Definition und mehr Beschwerdemöglichkeiten. Merz wirft sie vor, er schüre rassistische Ressentiments.

Die Bundesregierung hat den gewaltsamen Widerstand von Klima-Aktivisten gegen Polizisten während der Räumung des niederrheinischen Braunkohledorfs Lützerath scharf verurteilt. „Es gab heute Widerstand und auch Ausschreitungen bei der noch laufenden Räumung des Dorfes. Diese Gewalt verurteilt die Bundesregierung ausdrücklich“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. „Dafür haben wir kein Verständnis.“

Ein Energiekonzern will ein Dorf abreißen, um Kohle abzubaggern. Klimaaktivisten wollen das verhindern. Das ist die Ausgangslage im rheinischen Lützerath - politisch brisant vor allem für die Grünen.

Am Morgen könnte die Räumung des Protestdorfes Lützerath beginnen. Bereits heute entfernt die Polizei Barrikaden. Aktivisten stemmen sich mit aller Macht dagegen. Ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage?

Aktivistinnen von Fridays for Future haben der schwarz-grünen Regierung Nordrhein-Westfalens Planlosigkeit und eine Instrumentalisierung der Klimaschutzbewegung vorgeworfen. Nach einem Gespräch mit der grünen NRW-Energieministerin Mona Neubaur in Düsseldorf zogen die teilnehmenden Aktivistinnen am Montag eine vernichtende Bilanz. „Wir haben leider das Gefühl, dass sie aktuell keinen Plan hat, wie sie das Pariser Klimaschutzabkommen und die Klimaschutzziele in Deutschland einhalten kann“, sagte Pauline Brünger von Fridays for Future. Anlass des Gesprächs war die bevorstehende Räumung des rheinischen Braunkohle-Dorfs Lützerath.

Das Örtchen Lützerath liegt im Zentrum des Protestes. Der Weiler soll für die darunter liegende Braunkohle geräumt werden. Klimaaktivisten wollen das verhindern. Der gewaltbereite Teil der Szene vor Ort sei klein, sagte die Polizei. Und hofft, dass es so bleibt.

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat vor Ausschreitungen bei der geplanten Räumung des besetzten Dorfes Lützerath gewarnt. Friedliche Proteste seien in einer Demokratie legitim, sagte Haldenwang der „taz“. „Die Protestbewegung in Lützerath ist allerdings sehr heterogen.“

Beim Versuch, mehreren Streifenwagen mit einem gestohlenen Pick-up zu entkommen, sind in Lage östlich von Bielefeld zwei Polizisten verletzt worden. Der gestohlene Wagen sei bei der Verfolgungsfahrt frontal mit einem Streifenwagen kollidiert, teilte die Polizei Lippe am Montag mit.

Nach den Silvester-Krawallen gibt es in Berlin etliche Vorschläge und Forderungen, was nun zu tun ist. Klar ist: In rund fünf Wochen wird erneut das Abgeordnetenhaus gewählt und das Thema taugt für den Wahlkampf.

Linken-Chefin Janine Wissler hat aktiven Protest gegen die Räumung des Dorfes Lützerath im Rheinland angekündigt. Sie werde selbst dorthin fahren „und die Proteste besuchen, ich werde mich dort an Aktionen beteiligen“, sagte Wissler am Montag in Berlin. Sie bezeichnete das Abbaggern des Ortes zur Gewinnung von Braunkohle als „Frontalangriff auf den Klimaschutz“ und als „Wahnsinn“. Zugleich appellierte sie an den nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul (CDU), beim anstehenden Polizeieinsatz Augenmaß zu wahren.

Die Aachener Polizei schaut „sorgenvoll“ auf die kommenden Tage und Wochen, in denen die Räumung des von Klimaaktivisten besetzten Dorfes Lützerath beginnen könnte. „Das wird ein herausfordernder Einsatz mit vielen Risiken“, sagte Polizeipräsident Dirk Weinspach am Montagmorgen im WDR. In der vergangenen Woche sei es bei den Lützerath-Protesten überwiegend friedlich geblieben - am Sonntag aber sei es „das erste Mal wieder eskaliert“. Unter anderem seien Steine geflogen. „Das ist erstmal kein gutes Zeichen“, sagte Weinspach. „Ich hoffe, dass das sich nicht wiederholen wird in der nächsten Woche.“

Aachens Polizeipräsident Dirk Weinspach hat mitunter schwierige Diskussionen mit seinen Kindern. „Meine Kinder sehen meine Rolle teilweise sehr kritisch. Das führt zu schwierigen Diskussionen, wo man auch nicht zueinander kommt“, berichtete Weinspach am Montagmorgen im WDR. Der Sender hatte ihn auf Einsätze bei Klimaaktivisten angesprochen. „Bisweilen“ sei es dann „schlicht besser“, ein Thema auszusparen, sagte Weinspach. Man kenne die gegenseitige Sichtweise - aber komme nicht zu den gleichen Einschätzungen

Kurz vor einer möglichen Räumung des besetzten Dorfes Lützerath schaut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bereits auf die eventuell folgende Diskussion über den entsprechenden Polizeieinsatz. Er hoffe, dass „das Ganze“ nachher nicht „wie immer“ in eine Debatte ausarte, ob die Polizei das habe tun müssen, sagte Reul am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Es bleibt uns keine Wahl. Wenn wir Zustände wie in anderen Staaten nicht haben wollen - dass Menschen wild auf die Straße gehen, dass Unruhen entstehen - dann müssen Regeln auch eingehalten werden“, sagte er.

Nach dem Sturm auf das Regierungsviertel kehrt wieder Ruhe ein. Die Krawalle haben Spuren hinterlassen, jetzt wird aufgeräumt. In mehreren Städten gehen Menschen für die Demokratie auf die Straße.

Szenen wie beim Sturm auf das US-Kapitol: Radikale Anhänger von Brasiliens abgewähltem Präsidenten Bolsonaro dringen gewaltsam in Regierungsgebäude ein. Zunächst kann die Polizei sie nicht aufhalten.

Der im Ruhrgebiet festgenommene mutmaßliche Islamist soll nicht im Auftrag staatlicher iranischer Behörden gehandelt haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Vielmehr wird vermutet, dass er Anhänger einer sunnitischen islamistischen Terrorgruppe ist. Sein Bruder, der sich bei dem Zugriff der Polizei zufällig in der Wohnung des 32-Jährigen in Castrop-Rauxel aufhielt, war der Polizei zwar zuvor bekannt, allerdings aus Gründen, die nicht mit islamistischem Terror zusammenhängen. Ob er in die mutmaßlichen Anschlagspläne eingeweiht war, steht noch nicht fest. Die Männer sollen sich beide seit 2015 in Deutschland aufhalten.