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„Wir möchten den Aufstieg realisieren“

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„Wir möchten den Aufstieg realisieren“

Dass Franziska Wenzel (blaues Trikot, links) und Ines Ridder in der neuen Saison mit Borussia Bocholt in der Zweiten Bundesliga spielen werden, scheint fast sicher. Auch der Vorsitzende Maximilian Schröer (kleines Bild) ist nun sehr optimistisch.FOTO: cka/sb

von Björn Brinkmann

Bocholt Der BV Borussia Bocholt wird den Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga der Frauen zu 99 Prozent annehmen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir noch zurückziehen, ist minimal“, sagte gestern Maximilian Schröer, Vorsitzender von Borussia Bocholt. Zu diesem Optimismus trug das Gespräch mit Benedikt Püttmann, Thomas Boekhorst und Jonas Bühs vom Sportamt bei, das Schröer am Mittwochabend gemeinsam mit seinem Stellvertreter Michel Siebe geführt hatte. „Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Man hatte sofort das Gefühl, dass man uns helfen will“, sagte Schröer.

Nachdem klar war, dass die Borussia nach dem Abbruch wegen der Corona-Pandemie die sportlichen Voraussetzungen erfüllen wird, um in die Zweite Bundesliga aufzusteigen, hatte Schröer den Klassensprung zum einen von der finanziellen Lage abhängig gemacht, zum anderen aber auch von den Rahmenbedingungen an der Spielstätte der Borussia, der Schröer-Consulting-Arena, In der Hardt. Darum ging es nun im Gespräch mit dem Sportamt. „Wenn ein Verein in der Zweiten Liga spielt, dann ist das schon etwas. Da ist es klar, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten innerhalb der Sportförderrichtlinien helfen werden, um Bocholt als Sportstadt bekannter zu machen“, sagte Boekhorst. Das führte zu Zuversicht bei Schröer. „Ich gehe nun davon aus, dass wir das Projekt Zweite Liga gemeinsam mit der Stadt schaffen“, sagte er.

So soll ein neuer Fangzaun zwischen dem Hauptrasenplatz und dem Nebenplatz errichtet werden. Schröer hatte hier die Befürchtung, dass Bälle auf das andere Feld fliegen würden, wenn zeitgleich auf beiden Plätzen gespielt wird. Das wäre einem Zweitliga-Spiel sicher nicht würdig gewesen. „An einem Ballfangzaun darf der Aufstieg nicht scheitern“, sagte Boekhorst.

Ein weiteres Problem waren die fehlenden Kabinen. Gerade einmal zwei befinden sich auf der Anlage. Schröer hatte daher gefordert, dass stets Umziehmöglichkeiten in der Euregio-Sporthalle zur Verfügung stehen müssen. Zwei Kabinen werden dem Verein nach wie vor dort zu Verfügung stehen. „Hier wird nun aber auch geprüft, ob auf die Anlage Container mit Duschen gestellt werden können. So ähnlich war das auch schon einmal der Fall, als die Euregio-Sporthalle nach einem Brand saniert werden musste“, sagte Schröer.

Darüber hinaus wird die Borussia für den Bau eines Kabinentraktes beim Landessportbund einen Antrag im Rahmen des Förderprogramms Moderne Sportstätten stellen. „Einen haben wir bereits eingereicht. An den Vorbau des Vereinsheims soll eine Pergola angebaut werden, sodass man vom Vereinsheim die Spiele auf dem Rasen eins sehen kann“, so Schröer.

Geprüft werden soll auch, ob der Rasen drei, der hinter dem Mini-Spielfeld liegt, so weit instand gesetzt werden kann, dass ein Trainings- und Spielbetrieb dort wieder möglich ist. „Der Platz ist von Maulwurfhügel übersät. Die Tiere stehen unter Naturschutz. Wir werden aber schauen, was machbar ist“, sagte Boekhorst. Stünde der Platz künftig wieder zur Verfügung, „würde das unsere Trainingssituation sicherlich entlasten“, sagte Maximilian Schröer.

Mit der Stadt werde darüber hinaus über mögliche kleinere Anschaffungen gesprochen, um beispielsweise vernünftige Geräte für die Rasenpflege zu haben. Das Sportamt werde auch prüfen, wohin die Borussia ausweichen kann, wenn die Anlage In der Hardt nicht bespielbar sei. „Wir haben das Gefühl, dass die Stadt den Aufstieg wertschätzt, und möchten ihn jetzt auch realisieren“, sagte Schröer.

Nichtsdestotrotz stünden auch noch Gespräche mit potenziellen Sponsoren an. Schröer: „Wichtig ist einfach, dass die Finanzierung für die Zweite Liga autark ist. Sie muss getrennt von den Finanzen des Hauptvereins stehen.“

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