Alle Artikel zum Thema: Prozesse

Prozesse

Er soll sich an schlafenden Kindern vergangen und dies mit dem Handy gefilmt haben - nun muss sich ein ehemaliger Grundschuldirektor aus Osthessen wegen dieser und weiterer Vorwürfe vor Gericht verantworten.

Ein Ladendieb ist in Düsseldorf nur drei Stunden nach seiner Verurteilung rückfällig geworden. Nachdem er am Mittwoch vergangener Woche um 12.10 Uhr wegen Diebstahls zu 1800 Euro Geldstrafe verurteilt worden war, sei er um 15.30 Uhr in einem großen Düsseldorfer Modehaus erneut beim Diebstahl erwischt worden, berichtete eine Sprecherin des Amtsgerichts am Mittwoch.

Weil er seine Ehefrau mit einer Hantelstange erschlagen hat, muss ein Angeklagter aus dem bergischen Lindlar ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht verurteilte den 64-Jährigen am Mittwoch zu sieben Jahren Haft wegen Totschlags. Nach Überzeugung der Richter hatte der Mann seine Frau nach 43 Ehejahren mit mindestens fünf massiven Schlägen mit einer Kurzhantelstange getötet. Als Todesursache wurde ein schweres Schädel-Hirntrauma festgestellt. Die 63-Jährige war wenige Stunden nach der Tat in einem Krankenhaus gestorben.

Im Fall einer mutmaßlich bei Hannover ermordeten Frau hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ein 54 Jahre alter Mann aus Warburg in Ostwestfalen steht im Verdacht eine 56-Jährige erstochen zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Hannover am Mittwoch bestätigte. Das Opfer wurde bisher nicht entdeckt.

Weil er eine Rettungssanitäterin während eines Einsatzes massiv beleidigt hat, muss sich ein 16-Jähriger einer dreimonatigen Intensivbetreuung unterziehen. Das hat das Düsseldorfer Amtsgericht am Dienstag angeordnet. Wie genau er pädagogisch unterstützt werden soll, war am Dienstag zunächst nicht bekannt.

Ein Auto rast in Fußgängergruppen, die zwischen Gedächtniskirche und Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin unterwegs sind. Erst ein Schaufenster stoppt die Fahrt. Nun steht ein 29-Jähriger vor Gericht.

Vergewaltigt, missbraucht, gedemütigt: Fast 20 Jahre lang soll sich ein Polizist an Frauen vergangen haben. Der Fall legt den skandalösen Zustand der Londoner Polizei offen - mal wieder.

Üblich ist im Jugendstrafrecht selbst für Mord meist eine Höchststrafe von zehn Jahren. Im Fall des Dreifachmords in Starnberg sieht die Staatsanwältin aber offenbar eine besondere Schwere der Schuld.

Das Landgericht Düsseldorf muss in einem Streit zwischen der „New York Times“ und dem deutschen Rätsel-Produzenten Stefan Heine um die Rechte an der Wortmarke „Wordle“ entscheiden. Das Zivilverfahren wurde am Montag eröffnet. Die „New York Times“, die eine große Rätselseite betreibt und die Rechte an dem beliebten Buchstabenspiel besitzt, wirft dem deutschen Rätsel-Vertreiber vor, sich die deutschen Markenrechte an „Wordle“ gesichert zu haben, um sie vom deutschen Markt fernzuhalten. Es handele sich um eine nicht zulässige „bösgläubige Markenanmeldung“. Sie will dem Hamburger Heine per einstweiliger Verfügung die Nutzung der Marke verbieten lassen. Eine Entscheidung will das Gericht am 1. März verkünden.

Sie verlor im Krieg den Vater ihrer Kinder. Aus der Ukraine floh die Frau mit ihrem neuen Partner. In Deutschland wird die 26-Jährige dann Zeuge und Opfer einer brutalen Gewalttat und flüchtet erneut.

Nach dem Messerangriff auf eine Mitarbeiterin des Wuppertaler Ausländeramtes ist der 21-jährige Messerstecher in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das hat ein Sprecher des Wuppertaler Landgerichts am Montag auf Anfrage mitgeteilt. Der Mann war zur Tatzeit an Schizophrenie erkrankt und sei deswegen unzweifelhaft schuldunfähig. Von ihm gehe aber eine Gefahr für die Allgemeinheit aus, befand das Gericht. Die „Westdeutsche Zeitung“ hatte zuvor über die Entscheidung berichtet.

Im Prozess wegen bandenmäßiger Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie im Darknet hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert. Die Anklagebehörde plädierte in dem Prozess vor dem Bielefelder Landgericht am Montag für eine Gesamtstrafe von viereinhalb Jahren. Der Verteidiger des 34-Jährigen plädierte für eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Außerdem beantragte er die Aufhebung des Haftbefehls gegen den Angeklagten.

2018 kündigte Elon Musk an, er wolle Tesla von der Börse nehmen, die Finanzierung sei sicher. Wenige Wochen später blies er das Vorhaben wieder ab. Ein Rechtsstreit mit Anlegern endete erst jetzt.

Der Kunstdiebstahl aus Sachsens Schatzkammermuseum gilt als einer der spektakulärsten in Deutschland. Doch einen konkreten Auftraggeber habe es nicht gegeben, sagt einer der Angeklagten.

Im Fall der Klimaklage eines Biobauern gegen den Volkswagenkonzern will das Landgericht Detmold am 24. Februar verkünden, wie es weiter geht. Das Gericht habe am Freitag in einer rund 30 Minuten dauernden Sitzung der Klägerseite erneut seine rechtlichen Bedenken mitgeteilt, erklärte ein Sprecher am Mittag. Nach Auffassung des Gerichts sind zumindest Teile der Klage wohl nicht zulässig.

Ein rechtswidrig abgeschobener Asylbewerber aus dem Kongo hat trotz der illegalen Maßnahme der Behörden kein Rückkehrrecht. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht entschieden und am Freitag mitgeteilt (Az.: 27 L 2817/22).

Schloss Neuschwanstein ist das berühmteste Bauwerk Bayerns. Neuschwanstein ist aber nicht nur ein Schloss, sondern eine geschützte Marke. Doch nicht nur das Schloss darf so heißen, entscheidet ein Gericht.

Das Düsseldorfer Ordnungsamt hat eine unbescholtene Kiosk-Betreiberin als Drogendealerin vor Gericht gebracht. Die Frau hatte frei verkäufliche Hanfprodukte in ihrem Sortiment, die mit einem Wirkstoffgehalt von maximal 0,2 Prozent legal sein sollten. Das Ordnungsamt ließ die bunt verpackten Produkte eines Kölner Unternehmens aber analysieren und kam auf 0,34 Prozent Cannabiol-Wirkstoffgehalt.

Wegen illegalen Waffenhandels müssen sich drei Angeklagte im Alter zwischen 27 und 47 Jahren in Wuppertal vor Gericht verantworten. Einer der Männer ist laut Anklage der Sohn eines alteingesessenen Remscheider Waffenhändlers. Die Waffen für die illegalen Geschäfte - Revolver, Gewehre und „Pump-Guns“ - sollen aus dem Lager seines Ladens stammen.

Knapp vier Jahre nach einem tödlichen Raser-Unfall in Moers westlich von Duisburg überprüft der Bundesgerichtshof (BGH) bereits zum zweiten Mal das Urteil gegen den hauptverantwortlichen Fahrer. Die Staatsanwaltschaft und die Familie des unbeteiligten Opfers wollen in Karlsruhe doch noch eine Verurteilung wegen Mordes erreichen. Das Urteil wird am 16. Februar verkündet, wie der Vorsitzende Richter zum Ende der Verhandlung am Donnerstag ankündigte. (Az. 4 StR 211/22)

Der Hauptangeklagte hat bereits eine Jugendstrafe abgesessen, weil er fast eine Tonne Drogen verkauft haben soll. Nun brechen in aktuellen Prozess auch zwei mitangeklagte Helfer ihr Schweigen.

Es kann verwirrend sein: Ist der im Laden oder in der Werbung ausgewiesene Preis inklusive Pfand? Der Europäische Gerichtshof deutet an, den Händlern die Entscheidung zu überlassen.

Ein IS-Sympathisant tötete im November 2020 in Wien vier Menschen. Er wurde in der Nacht des Anschlags erschossen. Nach Ermittlungen im Umfeld des Täters kam es dennoch zu einem Gerichtsprozess.

Kritiker beklagen seit Jahren, dass Bundesländer ihre Polizeigesetze immer weiter verschärfen. Jetzt beanstandet Karlsruhe etliche Vorschriften in Mecklenburg-Vorpommern - und macht strenge Vorgaben.

Ist das Vortäuschen, ein Kondom zu benutzen, es dann aber eben nicht zu tun, ein Verbrechen? Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich erstmals ausführlich zum Phänomen des „Stealthing“ geäußert.

Fast sechs Monate nach dem Messerangriff auf eine Mitarbeiterin des Wuppertaler Ausländeramtes hat der Prozess gegen einen 21-Jährigen begonnen. Dem jungen Mann droht in dem Sicherungsverfahren am Landgericht die dauerhafte Einweisung in eine Psychiatrie. Er soll zur Tatzeit an Schizophrenie erkrankt und deswegen schuldunfähig gewesen sein. Vorgeworfen wird ihm gefährliche Körperverletzung.

Aus einvernehmlichem Sex kann ein Verbrechen werden, wenn das Kondom gegen den Willen des Partners heimlich weggelassen oder abgezogen wird. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem aktuellen Beschluss (Az.: 3 StR 372/22) ausgeführt und sich damit erstmals ausführlich zum Phänomen des „Stealthing“ (Engl: stealth - Heimlichkeit) geäußert. Dabei täuschen Männer ihrer Sexpartnerin oder ihrem Sexpartner vor, ein Kondom zu nutzen.

Die Bewohner von verglasten Luxuswohnungen in London fühlen sich von Museumsbesuchern gestört, die bei ihnen hineinschauen können. Der Supreme Court gab ihnen recht. Was soll sich ändern?

In Zeiten, in denen es kaum mehr Zinsen gab, waren die Aussichten auf 15 Prozent Rendite für viele verlockend. Kleinanleger gaben ihr Geld reihenweise dafür her. Nun steht der Verantwortliche wegen Betrugs vor Gericht. Er gibt alles zu und sagt: die Millionen sind weg.

Ein türkischer Koch wollte in Deutschland in einem „Spezialitätenrestaurant“ arbeiten. Doch ein Visum wurde ihm verweigert, denn ein Döner-Imbiss falle nicht darunter, befindet ein Gericht.

Ein Mann und eine Frau haben vor Gericht zugegeben, weitaus mehr Coronatests abgerechnet zu haben als sie vorgenommen haben. Nach einem anonymen Anruf bei der Polizei flogen sie jedoch auf.

Urlaub verjährt nicht automatisch - so entschied es das Bundesarbeitsgericht im Dezember. Aber wie ist es mit der Auszahlung von nicht genommenem Urlaub nach einem Jobwechsel? Die Antwort darauf geben die Arbeitsrichter jetzt.

Der Prozess um die Blockade des Braunkohle-Kraftwerks Neurath wird zum Geduldsspiel. Trotz erdrückender Beweislage gab es am Dienstag erneut kein Urteil: Der Verteidiger stellte mehr als 25 Beweisanträge.

Nach der Beilegung des Familienstreits bei Aldi Nord soll der Discounter bis Ende dieses Jahres eine neue Unternehmensstruktur erhalten. Die Gesellschafter des Handelsriesen - die Familienstämme der Brüder Theo und Bertold Albrecht - hätten sich in ihrer Einigung auf eine „moderne, zukunftssichere Unternehmensform“ verständigt, sagte ein Firmensprecher am Dienstag.

Weil sie zwei ihrer Kinder unnötigen Operationen ausgesetzt hat, ist eine 34 Jahre alte Frau aus Büren vom Landgericht in Paderborn zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Strafkammer erkannte nach fast zweimonatiger Prozessdauer auf dreifache Misshandlung von Schutzbefohlenen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Unsicherheit war groß, nun steht fest: Die Berlinerinnen und Berliner können am 12. Februar zum zweiten Mal binnen 17 Monaten ein neues Abgeordnetenhaus wählen. Politik und Wahlleitung atmen durch.

Die Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus kann wie geplant am 12. Februar stattfinden. Das Bundesverfassungsgericht lehnte es im Eilverfahren ab, eine Verschiebung der Wahl anzuordnen, wie die Karlsruher Richter am Dienstag mitteilten. Die genaue Prüfung, ob die komplette Wiederholung der Pannen-Wahl von 2021 verfassungsgemäß ist, steht allerdings noch aus und wird erst im Nachhinein erfolgen.

Das Oberlandesgericht Hamm hat nach dem Unfalltod des serbischen Sängers Saban Saulic die Revision des Angeklagten nach einem Urteil des Landgerichts Bielefeld verworfen. Die Richter des 3. Strafsenats haben nach Auskunft eines OLG-Sprechers keine Rechtsfehler gefunden. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Der Unfallfahrer muss für drei Jahre ins Gefängnis (Az: 3 RVs 64/22, Urteil vom 25. Januar 2023).

Im Strafprozess um die Gleisblockade am Braunkohlekraftwerk Neurath wird heute ab 11.15 Uhr am Amtsgericht Grevenbroich das Urteil erwartet. In dem Verfahren muss sich eine 24-jährige diverse Person aus Oldenburg verantworten. Ihr werden die Störung öffentlicher Betriebe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen. Laut Anklage hatten sich zwei Aktivisten an die Schienen gekettet.

Der jahrelange Familienstreit bei Aldi Nord ist zu Ende. Der Discounter teilte am Montag mit, die zerstritten Familienstämme der Unternehmensgruppe hätten sich in einer Vereinbarung unter Beteiligung der Familienstiftungen auf die Beilegung der zwischen ihnen bestehenden langjährigen Meinungsverschiedenheiten und Rechtsstreitigkeiten geeinigt. Damit soll ein Schlussstrich unter den seit Jahren schwelenden Kampf um die Macht im Unternehmen gezogen werden.

Über Monate wird eine junge Frau in einem Konstanzer WG-Zimmer geschlagen und schließlich mehrfach vergewaltigt. Der Täter ist ihr älterer Bruder. Nun wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.

Ob Mord oder versuchter Mord, beides verjährt nicht. Daher wird seit Montag ein 21 Jahre alter Fall vor dem Landgericht in Düsseldorf verhandelt: Das Opfer überlebte einen Mordanschlag nur knapp, bei dem es um „Familienehre“ gegangen sein soll.

Der Solidaritätszuschlag war nie als ewige Steuer gedacht. Doch fast dreißig Jahre nach der Einführung ist kein Ende der Abgabe in Sicht. Den Soli vor Gericht auszuhebeln, ist vorerst gescheitert.

Reemtsma-Entführer Thomas Drach hat sich eine Sportverletzung zugezogen, so dass der Prozess gegen ihn am Kölner Landgericht nicht wie vorgesehen fortgesetzt werden kann. Wie der Vorsitzende Richter am Montag mitteilte, hat der Angeklagte eine Prellung am Brustkorb. Eine „extreme Schmerzsymptomatik“ habe zur Folge, dass er nicht transportfähig sei. Für gewöhnlich wird Drach mit einem Hubschrauber aus der Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf zum Landgericht geflogen.

Eineinhalb Jahre nach dem Tod eines zweijährigen Jungen in einer Gelsenkirchener Kita müssen sich zwei Erzieherinnen der Einrichtung vor Gericht verantworten. Das Amtsgericht Gelsenkirchen habe die Anklage wegen fahrlässiger Tötung zur Hauptverhandlung angenommen, sagte ein Gerichtssprecher am Montag. Den zur Tatzeit 24 und 36 Jahre alten Frauen werde vorgeworfen, ihre Aufsichtspflicht missachtet zu haben. Der Junge war beim Mittagsschlaf in seinem Bett erstickt, weil er sich in einem Etagenbett unglücklich eingeklemmt hatte.

Der Bundesfinanzhof hat eine Klage gegen den Solidaritätszuschlag abgewiesen. Die Abgabe ist nicht verfassungswidrig, entschied der IX. Senat des höchsten deutschen Finanzgerichts am Montag. Damit kann die Bundesregierung weiter jährliche Soli-Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe einplanen.

Beim Sex in einem Kölner Parkhaus beschädigen Unbekannte ein fremdes Auto: Dafür kann der Parkhausbetreiber nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Das hat das Kölner Landgericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. (Aktenzeichen: 21 O 302/22).

Fassungslosigkeit bestimmen Plädoyers und Urteil im Mordprozess gegen eine 39-jährige Mathematikerin, die ihre Kinder von einer Brüstung geworfen hat. Zum Tatzeitpunkt war sie schuldunfähig, so die Richter.

Nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden stehen die mutmaßlichen Täter vor Gericht. Jetzt wurde bekannt, wie hoch der Schaden tatsächlich ist, den sie angerichtet haben.

Werbepartner platzieren auf ihren Internetseiten Links zu Produkten bei Amazon - und verdienen mit. Der BGH urteilt nun: Für schwarze Schafe unter ihnen trägt der Online-Händler keine Verantwortung.

Ein falscher Paketbote hat in Düsseldorf und Meerbusch sein Unwesen getrieben und in nur zwei Wochen einen Schaden von 48.000 Euro verursacht. Als DHL-Zusteller verkleidet hatte er die Verteilzentren angefahren und war mit einem angemieteten Lieferwagen voll mit Paketen wieder verschwunden.

Der Diebstahl aus Sachsens Schatzkammermuseum im November 2019 gilt als einer der spektakulärsten Kriminalfälle in Deutschland. Im Februar sind nun zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Weil er die Tochter seiner Lebensgefährtin jahrelang sexuell missbraucht hat, ist ein 64-Jähriger zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt worden. Der Unternehmer aus der Städteregion Aachen habe das Kind erstmals missbraucht, als es acht Jahre alt war, erklärte das Landgericht Aachen. Insgesamt ging es um weit über 100 Fälle von teils schwerem sexuellem Missbrauch. Die Taten hatte der Angeklagte gefilmt oder fotografiert und die Daten verschlüsselt aufbewahrt. Das Gericht sprach von einer „Art Trophäensammlung“.

Nach brutalen Raubüberfällen auf einen Taxifahrer und einen Pizzaboten in Düsseldorf hat das Landgericht bis zu neuneinhalb Jahre Haft verhängt. Die höchste Strafe bekam ein 21-Jähriger, der als Ältester eines Trios nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt wurde. Die Überfälle seien planvoll und brutal begangen worden, betonte die Vorsitzende Richterin am Mittwoch. Die Männer wurden wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen.

Der DFB kann künftig nicht mehr Schiedsrichter aufgrund ihres Alters von der Schiedsrichter-Liste streichen. Ein Gerichtsurteil gibt dem Kläger Manuel Gräfe aber nur teilweise recht.

Seit Jahren fordern Kritiker, die Kirche dürfe Missbrauchsfälle nicht selbst aufarbeiten und sehen die Justiz am Zug. Nach Köln kommt es nun auch in Bayern zu einem Prozess. Der Beginn einer Klagewelle?

Amira und Oliver Pocher sind ein Paar, arbeiten beim Fernsehen - und wurden im Januar 2022 Opfer eines Einbruchs. Rund ein Jahr später urteilt nun das Kölner Amtsgericht über den Täter. Vor allem Amira Pocher schildert als Zeugin, welche Folgen die Tat für sie hatte.

Ein Syrien-Kämpfer aus Eschweiler bei Aachen ist als islamistischer Terrorist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das hat das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Mittwoch mitgeteilt. Das Gericht verurteilte ihn auch wegen versuchten Totschlags und Terror-Finanzierung. Der Mann war nach Überzeugung des Gerichts mehrfach zwischen 2012 und 2014 nach Syrien gereist sein, um sich dort am bewaffneten Kampf gegen die Regierung von Baschar al-Assad zu beteiligen.

Zwei Gefängniswärter müssen sich wegen des Vorwurfs der Gewalt gegen einen psychisch kranken Häftling vor Gericht verantworten. Die beiden 48 und 50 Jahre alten Männer sollen im Düsseldorfer Gefängnis auf den 29-jährigen Untersuchungshäftling eingetreten und eingeschlagen haben, obwohl dieser laut Anklage schon zusammengekrümmt auf dem Boden lag und keine Gegenwehr mehr leistete.

Zwei Morde, sechs Mordversuche: In München gesteht ein Pfleger, zwei Patienten getötet und es bei noch mehr versucht zu haben. Absicht sei das nicht gewesen, betont er und nennt ein banales Motiv für seine Taten.

Mit Hackern, Fake News und Datenschutz hatte die große Koalition 2018 begründet, warum Parteien jährlich 25 Millionen Euro mehr bräuchten. Das Bundesverfassungsgericht kassiert die Anhebung nun aber.

Kommen Prämiensparer mit alten Verträgen nun schneller an unrechtmäßig entgangene Zinsen? Verbraucherschützer sehen einen weiteren Etappensieg vor dem BGH. Doch sie sind noch nicht am Ziel.

Dutzende Angehörige der Hells Angels um Ex-Rocker-Boss Frank Hanebuth sollen am „Ballermann“ jahrelang schwere Straftaten begangen haben. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen.

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Erhöhung der staatlichen Parteienfinanzierung um 25 Millionen Euro für nichtig erklärt. Der 2018 von den Regierungsfraktionen im Bundestag beschlossene Anstieg auf damals 190 Millionen Euro pro Jahr sei verfassungswidrig, urteilte das höchste deutsche Gericht am Dienstag in Karlsruhe.

Elon Musk bekräftigt vor Gericht, er habe sich in Tweets zum Plan, Tesla von der Börse zu nehmen, an die Wahrheit gehalten. Ein Anwalt klagender Anleger sät allerdings Zweifel daran, wie weit der Plan vorbereitet war.

Deutschland hinkt bei der Erreichung seiner Klimaziele hinterher. Die Umweltschutzorganisation BUND will die Bundesregierung jetzt gerichtlich zu wirksamen Maßnahmen verpflichten.

Klima-Aktivisten machen mit Klebe-Aktionen oder Attacken auf Kunstwerke derzeit immer wieder Schlagzeilen. So auch im vergangenen Sommer in München. Jetzt müssen sie sich vor Gericht verantworten.

Nach dem tödlichen Angriff auf einen 25-Jährigen beim Christopher Street Day (CSD) in Münster muss sich der Tatverdächtige bald vor dem Landgericht Münster verantworten. Am 13. Februar beginne der Prozess gegen den 20-Jährigen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge, sagte ein Gerichtssprecher am Montag. Zuvor hatten die „Westfälischen Nachrichten“ berichtet.

Die Geschichte des „Kinderzimmer-Dealers“ war Vorlage für ein Filmprojekt von Netflix: die höchst erfolgreiche Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“, von der es mittlerweile drei Staffeln gibt.

Ein Mann rast am Berliner Ku’damm in Fußgängergruppen. Eine Frau stirbt, viele Menschen werden verletzt. Vor allem eine Schulklasse aus Hessen ist betroffen. Nun kommt der Fall vor Gericht.

Tweets aus dem Jahr 2018, in denen Elon Musk ankündigte, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, haben ihm schon viel Ärger eingebracht. Über vier Jahre später bringen sie ihn nun in den Zeugenstand.

Ein seit über zehn Jahren dauernder juristischer Streit um das Steinkohlekraftwerk Trianel in Lünen ist beendet. Auf Nachfrage erklärte eine Gerichtssprecherin, dass die Beteiligten das Verfahren vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgsericht am Freitagabend überraschend für erledigt erklärt haben. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte die Vorsitzende Richterin am vergangenen Montag den Kläger, den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), auf die aus ihrer Sicht geringen Erfolgsaussichten hingewiesen. Am Freitag folgte dann nochmals ein Verhandlungsmarathon über mehrere Stunden.

Im Prozess zum Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe Dresden gibt es eine längere Verzögerung. Die Verteidigung von nun vier geständigen Angeklagten will die verabredete Befragung nun schriftlich.

Im Prozess wegen bandenmäßiger Verbreitung von Kinderpornografie hat der Angeklagte am Freitag vor dem Landgericht Bielefeld ein umfassendes Geständnis abgelegt. „Die Tatvorwürfe treffen zu“, sagte der 34-Jährige. Er habe gemerkt, dass es große „Scheiße“ sei, die er mache und dass da Schicksale dahinterstanden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, als Mitglied einer Bande Ende Februar 2021 im Darknet zwei Plattformen installiert zu haben, auf denen die Nutzer Bilder und Videos zu schwersten Straftaten austauschen konnten.

Ein 39 Jahre alter Mann, der im vergangenen Sommer einen menschlichen Kopf vor einem Gerichtsgebäude in Bonn abgelegt hatte, ist dafür am Freitag zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Der Mann hatte zu den Vorwürfen geschwiegen, doch das Landgericht Bonn ging davon aus, dass er den Kopf seines zuvor an Tuberkulose gestorbenen Freundes abgetrennt und dann vor das Gericht gelegt hatte. Verurteilt wurde er wegen Störung der Totenruhe.

Ein Vater soll in Wuppertal seine eigene Tochter von deren zehntem Lebensjahr an 312 Mal sexuell missbraucht haben. Seit Donnerstag muss sich der 45-Jährige deswegen vor dem Wuppertaler Landgericht verantworten.

Eine Betrügerbande in Topposition des Wirecard-Konzerns soll Kreditgeber um über drei Milliarden Euro geprellt haben. Im Münchner Prozess stellt der Vorsitzende Richter dem Kronzeugen der Anklage eine einfache Frage: „Welchen Vorteil hatten Sie davon?“

Ein Mann ermordet in der Kleinstadt Obernkirchen eine Geschäftsfrau - jetzt muss er für lange Zeit ins Gefängnis. Der 46-Jährige habe sexuelle Gewaltfantasien gehabt, urteilt das Landgericht Bückeburg. Zur Version des Verurteilten hat der Richter eine ganz klare Meinung.

2100 Betrugsopfer bundesweit, 1,8 Millionen Euro Schaden: Wegen mutmaßlicher Abzocke mit offiziell wirkender Rechnungen für Handelsregistereinträge steht ein 31-Jähriger in Düsseldorf vor Gericht. Dem Mettmanner wird besonders schwerer gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. „Er wird vorerst nichts dazu sagen“, kündigte sein Verteidiger am Donnerstag an.