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Rüstungsindustrie

Viele Regierungen wollen der Ukraine Kampfpanzer überlassen, aber Kanzler Scholz steht auf der Bremse? Zehn Tage nach der Entscheidung sieht das Bild etwas anders aus. Allerdings kommen auch erste Zusagen.

Sachsens Regierung hat ein Interesse des Rüstungsunternehmens Rheinmetall am Bau eines Pulverwerkes im Freistaat bestätigt. Die Planungen von Rheinmetall seien aber noch sehr am Anfang, sagte Regierungssprecher Ralph Schreiber am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Somit könne man zur Umsetzung noch nichts Konkretes sagen. Das betreffe auch die in Frage kommenden Örtlichkeiten. Diese Punkte würden derzeit geprüft und geplant. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall beschafft sich über eine Wandelanleihe Geld für einen geplanten Zukauf in Spanien. Der Konzern will insgesamt eine Milliarde Euro aufnehmen, wie er am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Die Schuldverschreibungen werden ausschließlich Großinvestoren angeboten. Das Geld soll zur Finanzierung eines wesentlichen Teils der geplanten Übernahme des spanischen Munitionsherstellers Expal verwendet werden. Ausgegeben werden voraussichtlich zwei Tranchen gleicher Größe mit unterschiedlichen Laufzeiten zu Kuponzinssätzen von 1,625 bis 2,125 Prozent und von 2,0 bis 2,5 Prozent. Die Wandelanleihen können in bis zu 3,14 Millionen neue oder bestehende Aktien gewandelt werden.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat zusammen mit einem Partner bei einem großen Lkw-Auftrag des US-Heers einen Fuß in der Tür. Eine Tochterfirma des MDax-Konzerns baut mit GM Defense in der ersten Phase eines Großbeschaffungsprogramms Prototypen für Schwerlaster, wie die Düsseldorfer am Montag mitteilten. Zum Auftragswert der Prototypen-Phase machte ein Sprecher keine Angaben. In US-Medien wird für diese Phase ein Volumen von gut 24 Millionen Dollar für mehrere Unternehmen genannt.

Nach einer Woche wirkt der neue Verteidigungsminister, als sei er bei der Truppe angekommen. Pistorius bringt Parka, Panzer und Politik unter einen Hut und unterscheidet sich darin von seinen Vorgängerinnen.

Letztlich hat wohl der Antrag Polens die Entscheidung beschleunigt. Deutschland gibt grünes Licht für die Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine und will sie auch selbst bereitstellen.

Deutschland hat einen Teil der Hilfe für die Ukraine als sogenannte Ringtausche mit östlichen Nato-Partnern organisiert. Nach einer ersten Lieferung im Dezember soll es nun im Frühjahr weitergehen.

Die Bundesregierung hält sich in der Debatte über die Lieferung von Kampfpanzern an die Ukraine bedeckt. Die Union kritisiert, das Kabinett wirke „kopflos“. Zur Seite springt Scholz der luxemburgische Außenminister.

Als Herkunftsland des Leoparden steht Deutschland im Fokus. Berlin hat sich noch nicht zu eigenen Lieferungen entschieden. Außenministerin Baerbock positioniert sich nun aber zu Exporten anderer Länder.

Seit Monaten hofft die Ukraine auf die Lieferung von Kampfpanzern des Typs Leopard 2 aus deutscher Produktion. Die Bundesregierung zögert. Wer hat eigentlich sonst noch wie viele „Leos“?

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall kommt mit dem Vorhaben voran, seine Munitionsproduktion mit einem neuen Werk in Ungarn zu erweitern. Auf dem Gelände in Várpalota sei der Grundstein gelegt worden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit.

Der Schützenpanzer Puma soll nach einer genauen Problemanalyse eine Zukunft in der Truppe haben. Industrie und Verteidigungsministerium einigen sich auf Schritte, die zu einem stabilen Waffensystem führen sollen.

Polen und Briten machen bei der möglichen Lieferung von Kampfpanzern Leopard an Kiew auch öffentlich Tempo. Die Bundesregierung zögert und stellt es so dar, als lägen keine Vorschläge auf dem Tisch.

Der Rüstungskonzern- und Autozulieferer Rheinmetall hat einen Auftrag in dreistelliger Millionenhöhe an Land gezogen. Das Düsseldorfer MDax-Unternehmen teilte am Dienstag mit, von einem internationalen Kunden mit der Modernisierung des Flugabwehrsystems Skyguard beauftragt worden zu sein. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten beginnen, die auch Munition und weitere Komponenten der Abwehr-Batterien umfassen. Das Skyguard-System soll laut Konzernangaben auch in der Lage sein, kleine unbemannte Drohnen abzufangen. Bei dem Kunden handele es sich um einen langjährigen Geschäftspartner.

Nach der zugesagten Lieferung von Schützenpanzern an die Ukraine wächst der Druck, dem Land auch Kampfpanzer zu geben. In Großbritannien gibt es entsprechende Überlegungen, in Polen auch. Was macht Berlin?