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Strom

Um seine Klimabilanz zu verbessern, bezieht der Spezialchemiekonzern Lanxess an seinen Standorten in sechs Städten künftig die Hälfte seines Stroms aus erneuerbaren Energien. Dies sehen Strom-Vollversorgungsverträge über drei Jahre vor, die Lanxess mit dem französischen Energieunternehmen Engie abgeschlossen hat. Der grüne Strom werde aus siebzehn Windkraftanlagen und vier Solarparks in Deutschland bezogen, teilten die Unternehmen am Dienstag in Köln mit. Beliefert werden demnach Standorte in Bergkamen, Bitterfeld, Brilon, Brunsbüttel, Mannheim und zwei im Antwerpener Hafen.

Fatih Birol ist der Chef der Internationalen Energieagentur. Er fürchtet, dass viele Regierungen „ein bisschen zu froh“ über den bislang relativ milden Verlauf der Versorgungskrise sind.

Der Kraftwerksbetreiber RWE hat betont, dass die Entscheidung über einen möglichen Reservebetrieb von Braunkohlekraftwerken nach dem Kohleausstieg 2030 bei der Politik liegt. „Ob und in welchem Umfang eine solche Reserve erforderlich werden könnte, entscheidet nicht das Unternehmen. Diese Entscheidung obliegt allein der Politik“, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns am Donnerstag. „Sollte eine Reserve erforderlich werden, ist dafür auch die erforderliche Kohle bereitzustellen.“ RWE rechne dafür mit rund 50 Millionen Tonnen Braunkohle. Diese Menge ist nach seinen Angaben bereits in dem Anfang Oktober zwischen Land, Bund und RWE vereinbarten Kohlevorrat von 280 Millionen Tonnen enthalten.

Der Windpark Butendiek vor Sylt darf vorläufig weiter Strom liefern. Der Naturschutzbund (Nabu) scheiterte vor dem Verwaltungsgericht Köln mit einem Eilantrag, den Betrieb des Offshore-Windparks zu stoppen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Gegen die Entscheidung ist Beschwerde am Oberverwaltungsgericht in Münster möglich.

Die Härtefallhilfen für energieintensive mittelständische Betriebe sollen ab Februar bei der NRW.Bank gestellt werden können. Dies geht aus einem Mittwoch vorgelegten Bericht der Landesregierung an den Wirtschaftsausschuss des Landtags hervor. Die Hilfen sollen im Einzelfall kleinen und mittleren Unternehmen helfen, die trotz Dezember-Soforthilfe und Strom- und Gaspreisbremse von besonders stark gestiegenen Mehrkosten für Strom und Gas betroffen sind. Der Bund stellt dafür bundesweit eine Milliarde Euro zur Verfügung. Auf Nordrhein-Westfalen entfallen knapp 211 Millionen Euro.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität soll Windkraft eine wichtige Rolle spielen. Immer mehr Windräder werden daher errichtet. Das reicht noch lange nicht, sagt die Branche in NRW. Und beklagt die Dauer der Verfahren.

Die stark gestiegenen Beschaffungspreise für Strom und Gas waren in den vergangenen Monaten die Hauptursache für Preiserhöhungen. Jetzt sind die Preise im Großhandel wieder gesunken. Können Verbraucher mit Preissenkungen rechnen?

In vielen Haushalten dürften hohe Abschlagszahlungen wegen deutlich gestiegender Energiepreise einen kleinen Schock ausgelöst haben. Online lässt sich die weitere Preisentwicklung nun vorab ermitteln.

Zahlreiche Prominente und Wissenschaftler haben den Stopp der Räumung des Dorfes Lützerath gefordert. In einem offenen Brief, der dem „Spiegel“ am Mittwoch vorlag, stellten sich mehr als 200 Prominente „solidarisch an die Seite der Klimaprotestierenden in Lützerath“. Initiiert wurde der Brief demnach von Schauspielerin Luisa-Céline Gaffron und Schauspieler Jonathan Berlin. Unterzeichnet haben ihn laut dem Bericht unter anderem Schauspielerin Katja Riemann, Schauspieler Peter Lohmeyer, die Bands Sportfreunde Stiller und Deichkind sowie Pianist Igor Levit.

In Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Elektroautos zugelassen worden als in den Vorjahren. Fast jede dritte Neuzulassung bis Anfang Dezember entfiel auf ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug oder einen Plug-in Hybrid, wie ein Sprecher des Kompetenzzentrums Elektromobilität NRW mitteilte. Besonders bei reinen E-Autos gab es demnach einen starken Anstieg. Insgesamt ist der Anteil von Elektrofahrzeugen auf Straßen in NRW aber nach wie vor gering.

Der Energiekonzern Steag gibt seinem „grünen Bereich“ einen neuen Namen. Der Geschäftsbereich mit Solar, Wind und Geothermie, aber auch Wasserstofflösungen, Speichertechnologien und Gaskraftwerken mit seinen rund 2300 Beschäftigten firmiert künftig unter dem Namen Iqony, wie das Unternehmen am Montag auf seiner Webseite berichtete. Zunächst hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.