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Tarife

Tag 6 in den Warnstreiks bei der Post. Verdi pocht weiterhin auf 15 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, der könnte etwas Geduld brauchen.

Der krisengeschüttelte RBB steckt neben der Aufarbeitung der Vetternwirtschaftsvorwürfe auch noch mitten in einem Tarifstreit. Mitarbeiter erhöhen den Druck mit einem Warnstreik und Programmausfällen.

Ein Warnstreik bringt den Verkehr am Düsseldorfer Flughafen durcheinander. Betroffen sind Gepäck- und Flugzeugabfertigung. Ein Drittel der für Freitag geplanten Flüge wurde gestrichen.

Tag 6 in den Warnstreiks bei der Post. Verdi pocht weiterhin auf 15 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten, das Management schüttelt bei so einer hohen Zahl den Kopf. Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, der könnte etwas Geduld brauchen.

Am Düsseldorfer Flughafen ist der Warnstreik in der Abfertigung beendet. Gegen 0.30 Uhr in der Nacht endete der eintägige Ausstand, durch den am Freitag etwa 110 Starts und Landungen ausgefallen waren, wie ein Flughafensprecher am Samstagmorgen bestätigte. Inzwischen laufe der Flugbetrieb am Airport wieder regulär und ohne Einschränkungen.

Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, sollte sich mancherorts in Geduld üben: Bei der Post gab es schon wieder Warnstreiks, was die Arbeit in einigen Sortier- und Zustellzentren beeinträchtigt hat.

Passagiere am Düsseldorfer Flughafen müssen am Freitag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Die Gewerkschaft hat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gepäck- und Flugzeugabfertigers Aviapartner zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitsniederlegung soll von Freitag um 3.30 Uhr bis Samstagmorgen dauern. Mehr als die Hälfte der Flüge am größten NRW-Flughafen könnten durch den Arbeitskampf ausfallen, hieß es bei Verdi. Denn Aviapartner habe am Düsseldorfer Flughafen einen Marktanteil von rund 75 Prozent.

Wer auf ein Paket oder einen Brief wartet, der sollte sich mancherorts etwas in Geduld üben: Bei der Post gab es am Donnerstag schon wieder Warnstreiks, was die Arbeit in einigen Sortier- und Zustellzentren beeinträchtigt hat.

Inflation und Energiekrise heizen die Stimmung bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst an. In den kommenden Wochen dürften die Auswirkungen auf der Straße zu spüren sein.

Ohne Feuerwehr, Tankwagenfahrer oder all die Menschen, die das Gepäck sortieren, kann ein Flughafen nicht regulär betrieben werden. Für Mittwoch hat Verdi all diese Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen - mit drastischen Folgen.

Nach einem dreitägigen Warnstreik arbeitet die Post daran, drei Millionen liegengebliebene Briefe und eine Million Pakete zuzustellen. Man werde diese Sendungen bis spätestens Dienstagabend zustellen, sagte ein Post-Sprecher am Montagmorgen in Bonn. „Da solche Arbeitskampfmaßnahmen auch schon in früheren Jahren hin und wieder stattgefunden haben, gibt es eingespielte Prozesse, um dadurch aufgelaufene Rückstände so schnell wie möglich abzubauen.“ Verdi hatte Brief- und Paketzentren von Donnerstag bis Samstag bestreikt. Die Gewerkschaft fordert in Tarifverhandlungen 15 Prozent mehr Geld für 160.000 Beschäftigte im Inland. Der Post ist das viel zu viel.

10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr: Das fordern Verdi und dbb für den öffentlichen Dienst. „Wenn es nötig ist, dann streiken wir“, meint Verdi-Chef Werneke.

Zur Fortsetzung der Post-Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft Verdi ihre Forderung nach einer 15-prozentigen Lohnerhöhung bekräftigt. Dies sei angesichts der hohen Inflation „nicht realitätsfern, sondern notwendig, gerecht und machbar“, sagte Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Die Verhandlungen für die rund 160.000 Beschäftigten der Deutschen Post im Inland wurden am Mittwoch in Köln fortgesetzt, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Das Treffen ist für zwei Tage angesetzt.

Der Beamtenbund fordert für 2,5 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Einkommen. „Nicht leistbar“, sagen Arbeitgeber. Dem dbb zufolge könnte es „richtig ungemütlich“ werden.

Die Positionen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeber Deutsche Post liegen noch weit auseinander. Verdi fordert 15 Prozent mehr Geld, der Post-Vorstand hält solche Einkommenssteigerungen für „nicht vertretbar“.

Bei der Deutschen Post sind Tarifverhandlungen für rund 160.000 Paketboten, Briefträger und andere Beschäftigte im Inland gestartet. Beim Auftakt am Freitag in Fulda wurde deutlich, dass die Vorstellungen des Managements und der Arbeitnehmervertreter noch weit auseinander liegen. Die Gewerkschaft Verdi untermauerte ihre Forderung nach 15 Prozent mehr Geld. Das sei „notwendig, gerecht und machbar“ sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. „Die Beschäftigten brauchen dringend einen Inflationsausgleich und sie erwarten darüber hinaus eine Beteiligung am Unternehmenserfolg.“ Eine „dauerhafte finanzielle Anerkennung für ihre Arbeit“ sei überfällig.

Wegen der Inflation fordert Verdi hohe Lohnzuwächse von den Arbeitgebern - etwa bei der Post und dem öffentlichen Dienst. Eine vom Bundeskanzler eröffnete Möglichkeit sieht die Gewerkschaft skeptisch.