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Türkei

Unzählige Menschen in der Türkei bangen derzeit um das Leben von Freunden und Angehörigen. Vielerorts beklagen sie auch mangelnde Unterstützung der Behörden. Allmählich wird das Ausmaß der Katastrophe deutlich.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe koordiniert nach eigenen Angaben staatliche Hilfe aus Deutschland für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. Das Ausmaß der Zerstörung und die Betroffenheit so vieler Menschen bei eisigen Temperaturen in den von dem Erdbeben betroffenen Gebieten verlangten nach schneller und effektiver Hilfe, erklärte der Präsident des Bundesamtes, Ralph Tiesler, am Mittwoch.

Ein 50-köpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) spezialisiert auf die Ortung und Rettung verschütteter Menschen ist am Mittwoch in der Türkei eingetroffen. Das sagte eine THW-Sprecherin in Bonn. Das Einsatzgebiet werde nach Stand von Mittwoch die Provinz Hatay sein. Die Gruppe war mit 16 Tonnen Technik und Ausrüstungen mit einem Charterflugzeug vom Flughafen Köln/Bonn aus gestartet.

Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben im syrisch-türkischen Grenzgebiet ist auf mehr als 10 000 gestiegen. Wie der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch sagte, liege die Zahl alleine für die Türkei nun bei mehr als 8500. Aus Syrien wurden zuletzt 2270 Tote gemeldet.

Kälte, Regen, Schnee und große Zerstörung - die Retter in der Türkei und Syrien kämpfen mit widrigen Bedingungen. Ihnen läuft die Zeit davon. Die Menschen sind verzweifelt - und wütend.

Einen Tag nach den Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion haben deutsche Hilfsteams am Dienstag ihren Einsatz aufgenommen. Helfer der Organisation I.S.A.R. seien am Dienstag an der Rettung einer verschütteten Frau beteiligt gewesen, teilte die Organisation am Abend mit, deren Retter zuvor in die stark beschädigte Stadt Kırıkhan in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze geflogen sind. Die Einsatzstelle sei „brandgefährlich“, sagte Einsatzleiter Michael Lesmeister. „Es muss viel abgestützt werden, da jederzeit weitere Gebäudeteile einstürzen können.“

Nach der Erdbeben-Katastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zu Spenden aufgerufen. Allen, die spenden wollten, empfehle er, dies über die „Aktion Deutschland hilft“ zu tun, sagte er am Dienstag in Düsseldorf. Hier werde durch bewährte Kanäle professionell sichergestellt, dass das, was vor Ort gebraucht werde, dorthin gebracht werde.

Nach den schweren Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet haben unter anderem im Ruhrgebiet mehrere private Initiativen Hilfsgüter in die Region geschickt. In Gelsenkirchen wurden in der Nacht zum Dienstag vier Lastwagen beladen. Nach Aufrufen in sozialen Netzwerken seien Menschen auch aus Nachbarstädten gekommen und hätten warme Kleidung vorbeigebracht, sagte Mitorganisator Ercüment Salman. „Hunderte von Leute waren hier.“ Schließlich hätten keine Spenden mehr angenommen werden können, weil alle verfügbaren Lastwagen voll gewesen seien.

Ein Team der Hilfsorganisation I.S.A.R., die auf die Rettung Verschütteter spezialisiert ist, hat am Dienstagmorgen die Türkei erreicht. Die 42 Experten und sieben Spürhunde seien nun auf dem Weg in die stark beschädigte Stadt Kırıkhan in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze, sagte Sprecher Stefan Heine. Türkische Mitarbeiter der Hilfsorganisation hätten den Einsatzort bereits angeschaut und Fotos geschickt. „Darauf sieht man viele zerstörte Häuser.“ Bislang fehle es vor Ort noch an professioneller Hilfe.

Die Grenzregion zwischen Syrien und der Türkei ist zerrüttet vom Krieg, geplagt von wirtschaftlicher Not und Heimat von Millionen Flüchtlingen. Schwere Erdbeben vergrößern das Leid unermesslich.

Ein drohender Schneesturm könnte die Situation in den Erdbebengebieten in der Türkei und Syrien nach Einschätzung der Hilfsorganisation Care deutlich verschärfen. Aktuell befinden sich unzählige Menschen aufgrund von Warnungen vor Nachbeben oder, weil ihre Häuser und Unterkünfte eingestürzt sind, im Freien - trotz eisiger Kälte, wie Care am Montag in Bonn mitteilte.

Die auf die Rettung Verschütteter spezialisierte Hilfsorganisation I.S.A.R. will noch in der Nacht zum Dienstag ein Team mit 50 Experten in die türkisch-syrische Erdbebenregion entsenden. Die Zeit dränge, sagte ein Sprecher der Organisation am Montag in Duisburg. Normalerweise blieben 75 bis 100 Stunden, um Verschüttete zu retten, aber bei den derzeit sehr niedrigen Temperaturen vor Ort sei von einem deutlich reduzierten Zeitraum auszugehen. „Es kommt jetzt darauf an, dass wir sehr schnell agieren“, sagte der Sprecher.

Das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ stellt eine Million Euro Soforthilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien zur Verfügung. Möglichst schnell sollten zudem mobile Einsatzteams in die Krisenregion aufbrechen, sagte am Montag ein Sprecher des Zusammenschlusses in Bonn. Wichtig sei jetzt, die Hilfe der verschiedenen Organisationen gut aufeinander abzustimmen, so dass nicht alle das gleiche täten. So werde der Bundesverband Rettungshunde ein großes Team mit Spürhunden losschicken, um nach Verschütteten zu suchen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich entsetzt über die tödlichen Folgen des schweren Erdbebens in der türkisch-syrischen Grenzregion geäußert. Gleichzeitig stellte er Hilfe in Aussicht.

Der frühere Hannover-96-Profi Baris Basdas gehört zu den mehreren tausend Verletzten nach den schweren Erdbeben in der Türkei. Das bestätigte sein Berater Serdar Topcu am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Bild.de“ hatte zuerst darüber berichtet.

Ein weiteres Erdbeben der Stärke 7,5 hat die Südosttürkei erschüttert. Das Epizentrum habe in der Provinz Kahramanmaras gelegen, meldete die Erdbebenwarte Kandilli in Istanbul am Montag.

Die Zahl der Toten nach dem schweren Erdbeben ist in der Türkei auf 912 gestiegen. Das sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag.

Bei dem schweren Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion sind nach offiziellen Angaben alleine in der Türkei 284 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 2000 Menschen seien verletzt worden, sagte Vizepräsident Fuat Oktay am Montag.

Bei dem schweren Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion sind nach offiziellen Angaben allein in Syrien mehr als 230 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 600 Menschen seien zudem in mehreren Provinzen verletzt worden, sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Ahmed Dhamirijeh dem syrischen Staatsfernsehen am Montag.

Bei dem schweren Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion sind mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. In der Türkei starben 76 Menschen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag unter Berufung auf Behörden berichtete. In Syrien seien zudem mindestens 99 Menschen ums Leben gekommen, berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Bei den Erdbeben in der Südosttürkei sind Menschen ums Leben gekommen. Das sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu am Montag, ohne eine Anzahl zu nennen.

Mehrere westliche Länder warnten zuletzt vor Anschlägen in der Türkei und schlossen ihre Vertretungen. Der türkische Innenminister hält das für einen „psychologischen Krieg“ gegen sein Land.

Ein türkischer Koch wollte in Deutschland in einem „Spezialitätenrestaurant“ arbeiten. Doch ein Visum wurde ihm verweigert, denn ein Döner-Imbiss falle nicht darunter, befindet ein Gericht.

Der türkische Präsident spielt weiter sein Veto aus in der Frage um einen Nato-Beitritt von Schweden und Finnland. Doch gegen Finnland allein hätte er nichts einzuwenden - stellt aber Bedingungen.

Drei mutmaßlichen Mitgliedern der marxistisch-leninistischen Untergrundorganisation DHKP-C soll demnächst in Düsseldorf der Prozess gemacht werden. Die Bundesanwaltschaft hat dort am Oberlandesgericht Anklage gegen eine Frau und zwei Männer erhoben, wie die Karlsruher Behörde am Mittwoch mitteilte. Die 1994 gegründete Revolutionäre Volksbefreiungspartei/-front (DHKP-C) wird für zahlreiche Anschläge und Tötungsdelikte in der Türkei verantwortlich gemacht.

Ein in Stockholm verbrannter Koran erzürnt den türkischen Präsidenten: Mit Unterstützung auf dem Weg in die Nato könne Schweden so nicht rechnen. Nutzt Erdogan die Situation für seine Wiederwahl aus?

Am Wochenende ist in der Nähe der türkischen Botschaft in Stockholm ein Exemplar des Korans verbrannt worden. Scharfe Kritik kommt aus zahlreichen muslimisch dominierten Ländern. Nun auch aus Berlin.

Auch nach 20 Jahren an der Macht scheint der türkische Präsident alles andere als machtmüde. Die Parlaments- und Präsidentenwahlen in der Türkei will er nun von Juni auf Mai vorziehen. Was plant Erdogan?

Ankara spricht von „Hassverbrechen“: Eine Koran-Verbrennung in Stockholm sorgt für Empörung in der Türkei und anderen muslimischen Ländern. Für Schwedens erhofften Nato-Beitritt ist das kein gutes Zeichen.

Die Basketballer des FC Bayern München haben in der Euroleague ihren ersten Auswärtssieg seit fast zwei Monaten eingefahren. Der Bundesligist gewann bei Titelverteidiger Anadolu Efes Istanbul dank eines starken vierten Viertels mit 89:81 (36:40).

Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat mit „Besorgnis“ auf die Äußerungen eines türkischen Politikers in Neuss reagiert. Ein Abgeordneter der regierenden AKP-Partei hatte zuvor ein Video veröffentlicht, in dem er vor Publikum die „Vernichtung“ von Anhängern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der sogenannten Gülen-Bewegung fordert. Vor den Präsidentschaftswahlen in der Türkei versuche die türkische Regierung so, um Stimmen im Ausland zu werben, hieß es aus dem nordrhein-westfälische Verfassungsschutz.

Wenige Monate vor der Parlaments- und Präsidentschaftswahl in der Türkei hat ein Auftritt eines türkischen Politikers in Deutschland für Unmut gesorgt. Der türkische Botschafter wurde wegen des Vorfalls in das Außenministerium in Berlin eingeladen. „Aufritte eines türkischen Abgeordneten in Neuss dürfen sich nicht wiederholen. Hetze & Hassrede haben in Deutschland nichts verloren“, schrieb das Auswärtige Amt dazu am Montagabend auf Twitter.

Seit Monaten blockiert die Türkei den Weg von Schweden und Finnland in die Nato. Dass Aktivisten im Zentrum von Stockholm eine Puppe von Präsident Erdogan an den Füßen aufhängen, kommt in Ankara gar nicht gut an.