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Wohnen

Eine kompakte Broschüre mit Informationen zum neuen Wohngeld soll Mietern Orientierung für ihre Anträge geben. Das Infoblatt wurde gemeinsam entwickelt vom Bauministerium, der Verbraucherzentrale sowie Vertretern vom Mieterbund und der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Nordrhein-Westfalens. Es soll an die Mieter in NRW verteilt werden, wie die Landesregierung am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Obwohl die Bundesregierungen schon jetzt ihr Ziel im Wohnungsbau verfehlt, sieht die Bauministerin noch größeren Bedarf. Bei der Mietpreisbremse drängt sie den Koalitionspartner zu schnellem Handeln.

Jahrelang sind die Immobilienpreise in Deutschland viel stärker gestiegen als die Mieten, auch weil die Niedrigzinsen Kapitalanleger anzogen. Nun hat sich der Trend umgekehrt. Doch eine Ausnahme gibt es.

Wegen der gestiegenen Heizkosten bleiben viele Wohnungen kühler als üblich. Wer nicht ausreichend lüftet, muss mit Schimmel rechnen. Schimmelpilzbekämpfer erwarten nach diesem Winter mehr Arbeit.

Die Verbraucherpreise steigen zurzeit kräftig in Deutschland. Wer eine Indexierung im Mietvertrag stehen hat, merkt das auch bei der Miete. Das könne so nicht weitergehen, meint der Mieterbund.

Der Ansturm auf das neue Wohngeld bringt viele Stadtverwaltungen in NRW an die Grenzen. „Die Zahl der Anträge in den Wohngeldstellen steigt massiv. Einige Kommunen berichten von einer Verdopplung und der Trend zeigt weiter nach oben“, sagte Eckhard Ruthemeyer (CDU), Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ („WAZ“/Donnerstag). Aufgrund der dünnen Personaldecke und des Fachkräftemangels dürften „deutlich längere Wartezeiten nicht zu verhindern sein“.

Viele Verbraucher haben bei Um- oder Neubau im vergangenen Jahr die explodierenden Preise vor allem für Baumaterial zu spüren bekommen. Die Preisentwicklung hat auch deutliche Folgen für das Bauvolumen.