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Fußball

Abwehr stark, Angriff schwach: Gründe für das 0:0 in Leipzig

Fußball

Montag, 29. Oktober 2018 - 08:31 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Leipzig. Schalke 04 schießt keine Tore, RB Leipzig lässt keine mehr zu: Logischerweise endete das Aufeinandertreffen der beiden Clubs mit einem torlosen Remis.

Schalkes Benjamin Stambouli (l) im Duell mit Leipzigs Marcel Sabitzer. Foto: Jan Woitas

Damit leben die Leipziger besser, denn der Kontakt zur Spitze bleibt unverändert. Schalke verließ zwar die direkte Abstiegszone, bleibt aber weiter in großer Gefahr.

DIE ABWEHRREIHEN: Auf die können sich beide Trainer mittlerweile verlassen. Egal, wen RB-Coach Ralf Rangnick derzeit in seiner Rotation bringt, hinten steht die Null. „Ich bin froh, dass die gestandenen Spieler wieder die Form haben wie in unserem ersten Bundesliga-Jahr“, sagte Rangnick und meint dabei besonders die Innenverteidiger Willi Orban und Dayot Upamecano. Nur bei zwei Standardsituationen stimmte da die Zuordnung nicht, was Schalke die einzigen Chancen ermöglichte. Auch bei den Gelsenkirchnern sieht es hinten immer besser aus. Die Leipziger hatten auch nur zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten. „Wir haben mittlerweile eine Null-Gegentore-Mentalität entwickelt“, sagte Benjamin Stambouli.

DIE MITTELFELDACHSEN: Bei RB fehlte es diesmal an Kreativität. Emil Forsberg verletzt, Kevin Kampl nach den vielen Einsätzen zuletzt müde und auf eigenen Wunsch nur auf der Bank: Ideen waren im Schalke-Spiel Mangelware, zumal Rangnick auch Bruma nicht von Beginn einsetzte. Als der und Kampl kamen, musste Schalke um den Punkt bangen. Tedesco setzt zu sehr auf die Absicherung des eigenen Tores. Spielzüge bis in den gegnerischen Strafraum fanden und finden noch zu selten statt. „Wir wollten nicht ins offene Messer laufen“, begründete er seine Defensiv-Taktik.

DIE STÜRMER: Davon hat RB fünf sehr gute, nur trafen die vier eingesetzten diesmal nicht. „In entscheidenden Momenten standen die falschen Spieler am falschen Platz“, sagte Rangnick zu vergebenen Chancen. Nationalspieler Timo Werner rieb sich diesmal zu sehr in Zweikämpfen auf. „Wir haben bis in den 16er sehr gut kombiniert, aber dann fehlte uns die Kreativität und Effizienz“, bemängelte Yussuf Poulsen. Von Schalke kam vorn bis auf die Kopfbälle nach Standardsituationen nichts. Trotzdem bleibt Tedesco gelassen. „Wenn wir uns keine Chancen erarbeiten würden, müsste ich mir Sorgen machen“, sagte er. Stambouli hofft auf den Durchbruch im Pokal gegen den 1. FC Köln: „Da müssen wir das Tor machen, um weiterzukommen.“

DIE AUSSICHTEN: Leipzig kann personell bis auf Forsberg weiter aus dem Vollen schöpfen und wird mit der Art und Weise, wie man derzeit Fußball spielt, weiter Punkte machen und auch der TSG Hoffenheim am Mittwoch im Pokal Paroli bieten können. Schalke braucht Tore, um sich selbst zu belohnen. „Das Gute ist, dass bei uns niemand Druck macht. Die Trainer haben ihren Matchplan, der zuletzt weitgehend aufgegangen ist. Das gibt Sicherheit und wird dafür sorgen, dass wir auch wieder Spiele gewinnen“, sagte Weston McKennie. Und auch RB-Trainer Rangnick betonte: „Schalke gehört da unten nicht hin und wird das schon bald zeigen.“

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