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Fußball

Babelsberg wehrt sich gegen möglichen Ausschluss

Fußball

Freitag, 2. Februar 2018 - 16:51 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Der SV Babelsberg 03 hat das Maß einer neuen Strafe durch den Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) kritisiert und wehrt sich vehement gegen den möglichen Regionalliga-Ausschluss.

Ausschreitungen überschatteten das Regionalligaspiel zwischen dem SV Babelsberg 03 und Energie Cottbus. Foto: Jan Kuppert

Weil die Brandenburger die in der Nacht zu Freitag endende Frist zur Zahlung von einer Strafe in Höhe von 7000 Euro verstreichen lassen wollten, droht dem Club das Aus in der vierten Liga. Zudem soll Babelsberg wegen anderer Verfehlungen weitere 4500 Euro zahlen, im Zuge dessen muss der Verein auch ein Spiel ohne Zuschauer befürchten.

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„Ein Geisterspiel ist bereits die wirtschaftliche Höchststrafe und als Kollektivstrafe per se ungerecht und daher auch vom DFB nicht mehr gewollt“, sagte Babelsbergs Vorstandschef Archibald Horlitz am Freitag. „Ein bisher nie angewendeter Ausschluss vom Spielbetrieb aber ist quasi die Todesstrafe für einen Verein, da dies eine Insolvenz fast zwangsläufig nach sich zieht. Hier scheint der NOFV jegliches Augenmaß verloren zu haben.“

Die Babelsberger waren nach dem Regionalligaspiel gegen den FC Energie Cottbus im vergangenen April durch den NOFV wegen Abbrennens von Pyrotechnik zu einer Zahlung von 7000 Euro verurteilt worden. Die Babelsberger stört daran unter anderem, dass in der Urteilsbegründung auch aufgeführt wurde, dass ein Babelsberger Fan „Nazischweine raus“, gerufen habe. Der NOFV hatte diesen Passus in der Urteilsbegründung anschließend als Fehler bezeichnet.

Cottbus musste wegen unsportlichen Verhaltens in mehreren Fällen 6000 Euro zahlen. Ein zweites Urteil wegen „rechtsradikaler und antisemitischer Verfehlungen“ mit einer Strafzahlung von 5000 Euro wurde nach Energie-Berufung aber aufgehoben. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bunds hatte daraufhin Revision eingelegt.

Der Landesverband will am Montag prüfen, ob die Babelsberger Zahlung von 7000 Euro eingegangen sei, sagte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs auf dpa-Anfrage. Sollte dies nicht der Fall sei, werde der NOFV einen Antrag ans Verbandsgericht stellen. „Wenn die Frist verstreicht, müssen wir Konsequenzen daraus ziehen“, sagte NOFV-Präsidiumsmitglied Erwin Bugar dem MDR. „Die Frage der Glaubwürdigkeit des NOFV steht hier auf dem Spiel.“

Für Zuschauer-Ausschreitungen im August und September 2017 war Babelsberg am Donnerstag zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt worden, die Bewährung für das Geisterspiel läuft bis Ende Juli 2018.

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