Bestürzung nach Drohungen gegen Nürnberger Fußball-Profis

dpa Nürnberg. Die Drohplakate gegen zwei Fußball-Profis des 1. FC Nürnberg haben bei dem Zweitligisten große Bestürzung ausgelöst.

Bestürzung nach Drohungen gegen Nürnberger Fußball-Profis

Nürnbergs Trainer Jens Keller äußert sich nicht nur zur Niederlage. Foto: Nicolas Armer/dpa

„Es ist schon Wahnsinn, in welcher Welt wir mittlerweile leben, was man alles mitmachen muss, wenn man in der Öffentlichkeit steht“, sagte Trainer Jens Keller nach der 0:3-Heimniederlage gegen Hannover 96. „Es ist bedauerlich, dass wir so weit gekommen sind.“

Der „Club“ machte nach der Partie bekannt, dass es am Morgen im Umfeld des Max-Morlock-Stadions und des Trainingsgeländes Aufkleber in DIN-A-4-Größe mit deutlichen Drohungen gegen FCN-Spieler gab. Der Verein schaltete umgehend die Polizei ein, die Ermittlungen aufnahm. Die betroffenen Akteure seien vor dem Heimspiel informiert gewesen, hieß es. Sie hätten gegen Hannover trotzdem zum Kader gehört.

„Das ist ein Fall, der überschreitet Grenzen“, sagte Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca. Er sprach von „sehr eindeutigen Drohungen“ und bezeichnete die Aktion des oder der Verursacher als „widerlich und geschmacklos“. Palikuca nannte sie „Vollidioten“.

Über den Wortlaut und die Fotos auf den Drohplakaten wurden aus „ermittlungstaktischen Gründen“ vom Verein keine Angaben gemacht.