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Fußball

Bierhoff zurückhaltend zu Müllers „Olympia-Spinnerei“

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Dienstag, 14. Januar 2020 - 13:09 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Offenbach. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich zurückhaltend zu einem möglichen Olympia-Einsatz von Ex-Weltmeister Thomas Müller geäußert.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich zurückhaltend zu den Olympia-Ideen von Thomas Müller geäußert. Foto: Marius Becker/dpa

„Thomas Müller ist nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt ein Name und ist natürlich immer wieder für Aufmerksamkeit da. Aber es sind immer viele andere Komponenten, die entscheidend sind. Wie ist die Mannschaftskonstellation? Welche Positionen braucht man? Wie ist die Bereitschaft da? Welche Rolle soll jemand ausüben? Und da muss Stefan Kuntz sich mit seinem Trainerstab konkrete Gedanken machen und auch für die Mannschaft das Maximum aussuchen“, sagte Bierhoff beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga in Offenbach.

Müller hatte zuvor zu der Idee bei Sport1 gesagt: „Das ist eine coole Spinnerei, aber sowohl für mich als auch für meine Frau hat das in 2020 nicht die oberste Priorität. Ich habe in den nächsten fünf Monaten erstmal sehr große Ziele mit dem FC Bayern.“ Müllers Frau Lisa Müller könnte sich als Dressurreiterin für die Sommerspiele in Tokio qualifizieren. Der 30-Jährige sagte auch: „Aber wenn man ganz viel träumen mag, wäre das natürlich schon eine coole Sache.“

Ex-Weltmeister Müller war im März 2019 nach 100 Länderspielen wie auch seine Kollegen Mats Hummels und Jérôme Boateng von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr für die A-Auswahl berücksichtigt worden. Für Olympia vom 24. Juli bis 8. August kann Trainer Kuntz drei Spieler berufen, die vor dem 1. Januar 1997 geboren sind. Bierhoff sieht die Entscheidungshoheit ganz beim Olympia-Coach.

„Natürlich ist es interessant, ältere Spieler mitzunehmen unter verschiedenen Aspekten, natürlich der sportlichen Qualität, aber auch der Erfahrung und Persönlichkeit. Da habe ich Stefan Kuntz auch gesagt, da kann er mal aus den Vollen schöpfen, und dazu gehört natürlich auch Thomas Müller. Aber das ist noch weit hin. Man sollte keinen Spieler ausschließen, genau wie andere ehemalige Nationalspieler“, sagte der DFB-Direktor.

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