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Fußball

Darüber spricht die Liga: Heiße Derbys und wackelnde Trainer

Fußball

Freitag, 1. November 2019 - 05:28 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Berlin. Das erste Berliner Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC euphorisiert die Fußball-Fans der Hauptstadt.

Steht mit Köln im rheinischen Derby unter Druck: FC-Coach Achim Beierlorzer. Foto: Marius Becker/dpa

Kaum weniger Brisanz hat am Sonntag das rheinische Aufeinandertreffen zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln. Dabei geht es nach der peinlichen Pokalpleite für vor allen für FC-Trainer Beierlorzer in Saarbrücken um Wiedergutmachung.

DERBY I: Hertha formulierte es sogar als ein Saisonziel, die Eisernen wollen nach dem Aufstieg den etablierten Hauptstadtclub ärgern: Es geht um die Nummer eins in der Stadt. Erstmals treffen der 1. FC Union und Hertha in der Bundesliga aufeinander, viermal waren sich beide Vereine schon in der 2. Liga begegnet. Das Derby polarisiert in einer Metropole, in der auch 30 Jahre nach dem Mauerfall das Thema Ost und West noch diskutiert wird. Union-Trainer Urs Fischer sieht angesichts des speziellen Charakters und des Heimvorteils keinen ausgemachten Favoriten. Es wird ein Spiel der großen Emotionen.

DERBY II: Dem ersten Bundesliga-Derby der beiden rheinischen Rivalen Fortuna Düsseldorf und 1. FC Köln seit mehr als 22 Jahren fiebern Fans, Spieler und Verantwortliche seit Tagen entgegen. Die sportliche Situation beider Clubs ist nicht gut, vor allen FC-Coach Achim Beierlorzer muss um seinen Job bangen. In dem Hochrisikospiel am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) kommt es zu einem Großaufgebot an Sicherheitskräften. Etwa 1500 Polizisten und zudem etwa 1000 Ordner sind für die Partie in der Düsseldorfer Arena abgestellt.

TRAINER: Beierlorzer beim FC, Lucien Favre bei Borussia Dortmund, Niko Kovac beim FC Bayern München - über Trainer wurde in der Liga in den vergangenen Wochen schon mehrfach diskutiert. Geflogen ist aber noch keiner, und das mutet angesichts des nervösen Trainermarktes fast historisch an.

FUSSBALL-ABC VON KOVAC: Der FC Bayern soll nach den mühsamen Erfolgen der vergangenen Wochen über einfachen Fußball wieder Souveränität entwickeln. „Back to the roots“ benannte Trainer Niko Kovac das Motto. „Wenn man es einfach hält, dann wird man auch erfolgreich sein.“ Klare Zweikampfführung, sauberes Passspiel - so soll auch am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt gewonnen werden. Als „besonderes Erlebnis“ bewertete Kovac die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte.

SPITZENGRUPPE: Es bleibt eng in der oberen Hälfte der Tabelle. Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach trennen vier Punkte vom Achten Bayer Leverkusen, am Samstag (15.30 Uhr/Sky) tritt die Fohlen- bei der Werkself an. Gladbach-Verfolger FC Bayern hofft auf starke Leverkusener und könnte zeitgleich mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt, dem Ex-Club von Trainer Kovac, vorbeiziehen. Das Spitzenspiel des zehnten Spieltages ist - gemessen an der Tabellensituation - die Partie des VfL Wolfsburg (Platz vier) beim Fünften Borussia Dortmund am Samstagnachmittag.

MÜLLERS 500: Zuletzt kam Thomas Müller nicht mehr wie gewünscht zum Zug. Die Identifikationsfigur des FC Bayern München steht im Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt aber vor einem Meilenstein seiner Karriere. Der 30 Jahre alte Ur-Bayer könnte sein 500. Pflichtspiel für die Münchner absolvieren. Wie Müller selbst vorrechnete, erzielte er in bislang 499 Partien 187 Tore und gab 173 Vorlagen.

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