Der 24. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

dpa Düsseldorf. Der 24. Spieltag der Fußball-Bundesliga startet am Freitag mit der Partie FC Schalke 04 gegen FSV Mainz 05. Die weiteren Begegnungen im Überblick.

Der 24. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Im Fokus des 24. Spieltages der Fußball-Bundesliga steht die Partie Bayern München gegen Borussia Dortmund. Foto: Matthias Balk/dpa

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide stecken in der Krise, die Champions League ist weit entfernt. Leverkusen droht als Sechster, aus den Europa-League-Rängen zu rutschen. Gladbach ist sogar nur noch Neunter.

STATISTIK: Die Bilanz ist insgesamt ausgeglichen, bei Gladbacher Heimspielen in der Liga endete fast jedes zweite (18 von 38) unentschieden.

PERSONAL: Den Leverkusenern fehlen neben fünf Langzeitverletzten auch der gesperrte Bailey sowie Wirtz und Sinkgraven. Gladbach muss den gesperrten Kapitän Stindl sowie Kramer ersetzen. Hofmann und Embolo sind fraglich

BESONDERES: Von den letzten 14 Pflichtspielen endete keines unentschieden. Von den letzten zehn gewann sieben das jeweilige Auswärts-Team.

TSG 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Hoffenheim steht als Elfter im Niemandsland der Tabelle. Die Wolfsburger befinden sich als Dritter auf Champions-League-Kurs.

STATISTIK: In der Bundesliga standen sich beide Teams bisher 25 Mal gegenüber. Wolfsburg hat mit zwölf Siegen bei nur sechs Niederlagen die Nase deutlich vorn.

PERSONAL: Hoffenheim fehlen weiterhin acht verletzte Profis. Der VfL muss lediglich auf den gesperrten Abwehrspieler Pongracic verzichten. Dafür kehrt Brooks nach abgesessener Gelbsperre zurück.

BESONDERES: Wolfsburg ist das einzige Team, das in der Rückrunde noch kein Bundesligaspiel verloren hat.

SC Freiburg - RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Beide Teams spielen bislang eine starke Saison. Leipzig könnte mit einem Sieg zumindest für kurze Zeit an Tabellenführer München vorbeiziehen. Freiburg würde noch näher an die Europapokal-Plätze heranrücken.

STATISTIK: Der SC Freiburg ist die einzige Mannschaft, bei der RB die vergangenen drei Auswärtsspiele alle verloren hat. Vier Auswärtsniederlagen gab es für RB bei noch keinem Verein.

PERSONAL: SC-Trainer Streich stehen fast alle Spieler zur Verfügung. RB fehlen die verletzten Verteidiger Halstenberg und Orban, Kapitän Sabitzer ist gesperrt. Ob Angeliño zurückkehrt, entscheidet sich kurzfristig.

BESONDERES: Freiburgs Schmid steht vor seinem 273. Bundesliga-Spiel. Damit würde der 30-Jährige Ex-Bayern-Profi Ribéry als französischen Rekordspieler der Bundesliga-Historie einholen.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Die Eintracht kassierte in der Vorwoche beim 1:2 in Bremen die erste Niederlage in diesem Jahr, steht aber weiter auf einem Champions-League-Platz. Stuttgart hat seit drei Spielen nicht mehr verloren und befindet sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

STATISTIK: Die Gesamtbilanz spricht für die Schwaben. Von den bisher 95 Bundesligaduellen gewann der VfB 42, die Eintracht war 33 Mal erfolgreich. Der letzte Sieg der Stuttgarter liegt allerdings schon drei Jahre zurück.

PERSONAL: Die Eintracht hat alle Mann an Bord. Beim VfB fehlen weiter die verletzten Gonzalez, Mola und Thommy.

BESONDERES: In der Partie kommt es zum Duell der erfolgreichsten Kopfball-Torschützen in dieser Saison. Frankfurts Silva traf bisher fünfmal per Kopf, Stuttgarts Kalajdzic sogar sechsmal.

Hertha BSC - FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für Hertha ist es nach neun sieglosen Spielen ein „Muss-Spiel“, wie es Trainer Dardai ausdrückte. Mit 18 Punkten stecken die Berliner mitten im Abstiegskampf. Augsburg hat sich mit dem jüngsten Sieg gegen Mainz etwas Luft verschafft, hat jetzt 26 Punkte und reist laut Trainer Herrlich mit „Selbstvertrauen“ nach Berlin.

STATISTIK: Hertha BSC hat keine der jüngsten acht Bundesliga-Heimpartien gegen den FCA verloren. Aber die Augsburger sammelten in dieser Spielzeit schon 14 Zähler in fremden Stadien ein.

PERSONAL: Hertha muss den prominenten Winter-Einkauf Khedira ersetzen. Dazu fallen auch die verletzten Cunha, Radonjic und Boyata aus. Beim FCA wird derselbe Kader wie in der Vorwoche erwartet.

BESONDERES: Dardai hat als Trainer gegen Augsburg noch nie verloren. Am 28. Februar 2015 gelang dem Ungarn in seiner ersten Amtszeit mit einem 1:0 gegen Augsburg der erste Heimsieg. Herthas-Rekordspieler sitzt gegen Augsburg zum 157. Mal bei einem Bundesligaspiel als Cheftrainer auf der Bank. Damit zieht er in der Club-Rangliste auf Rang zwei mit Röber gleich. Hertha-Rekordtrainer in der Bundesliga ist Kronsbein (212 Spiele).

Bayern München - Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Tabellenführer FC Bayern steht bei nur zwei Punkten Vorsprung auf Verfolger Leipzig unter Zugzwang. Auch der BVB ist als Fünfter im Kampf um die Champions League gefordert und schöpft nach zuletzt vier Pflichtspiel-Siegen in Serie neuen Mut.

STATISTIK: In der Bundesliga ist der BVB für die Bayern zu einem der Lieblingsgegner geworden. In den vergangenen sechs Punktspielen daheim gab es ausnahmslos Siege mit einer Tordifferenz von 26:3.

PERSONAL: Pavard ist bei den Münchnern nach überstandener Corona-Infektion noch kein Thema. Der BVB bangt um den Einsatz von Sancho und Guerreiro und muss weiter auf Akanji verzichten.

BESONDERES: Das Duell der Branchenführer wird auch zum Duell der Torjäger. Lewandowski stellte mit 28 Toren nach 23 Spieltagen einen neuen Bundesliga-Rekord auf und ist auf gutem Weg, die 40-Tore-Bestmarke von Gerd Müller zu überbieten. In seiner Bundesliga-Karriere traf er alle 104 Minuten. BVB-Stürmer Haaland gelang das sogar alle 87 Minuten. Bessere Quoten gab es in der Liga-Historie bei allen Profis mit mindestens 25 Toren nie.

1. FC Köln - Werder Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Köln ist 14. mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz, Werder liegt weitere fünf Zähler davor. In den Spielen in Köln und Bielefeld vier Tage später könnte sich Werder quasi retten - oder richtig unten reinrutschen.

STATISTIK: Im eigenen Stadion ist Bremen Kölns Lieblings-Gegner. 28 Heimsiege holte der FC gegen keinen anderen Gegner. Das nächste Tor wäre der 100. Heimtreffer gegen Werder.

PERSONAL: Köln fehlt neben Andersson, Bornauw und Kainz auch der gesperrte Czichos. Kapitän Hector könnte zurückkehren. Bei Bremen sind alle Leistungsträger an Bord.

BESONDERES: Die Werder-Stümer Rashica und Osako haben noch kein einziges Saisontor erzielt. Beide trafen zuletzt am 34. Spieltag der Vorsaison, beim 6:1 gegen Köln.

Arminia Bielefeld - 1. FC Union Berlin (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Für Bielefeld gab es in den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt. Das kostete Trainer Neuhaus den Job. Die Gäste gewannen nur eine der vergangenen sieben Partien.

STATISTIK: Bisher gab es 19 Punktspiele, allein 18 Mal in der 2. Liga. Nur dreimal gewann Bielefeld. Beim 5:0 im Hinspiel feierten die Eisernen ihren bisher höchsten Bundesliga-Sieg.

PERSONAL: Die Bielefelder müssen nur auf Soukou verzichten. Bei den Gästen ist offen, ob Stammkeeper Luthe oder - wie zuletzt dreimal - Neuzugang Karius im Tor steht.

BESONDERES: Kramer gibt sein Debüt als Bielefelder Cheftrainer. Der 48-Jährige tritt das schwere Erbe des bei den Fans beliebten Neuhaus an und steht deshalb unter kritischer Beobachtung.

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