Fußball

Die „Taskforce Zukunft Profifußball“ startet

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Montag, 12. Oktober 2020 - 05:23 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Frankfurt/Main. Wie muss sich der Profifußball verändern, damit er in Corona-Zeiten nicht weiter an gesellschaftlicher Bedeutung verliert? Die DFL hat viele Experten versammelt, die in drei Arbeitsgruppen Vorschläge sammeln sollen.

Sylvia Schenk gehört zu den insgesamt 35 Experten aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Fußball in der Taskforce. Foto: Arne Dedert/dpa

Sylvia Schenk erhofft sich von der „Taskforce Zukunft Profifußball“ einen konkreten Handlungsplan.

„Mein Wunsch wäre, dass wir danach eine Roadmap haben, damit da ein Zeitplan und eine Verbindlichkeit reinkommt“, sagte die Transparency-Beauftragte vor der Schalte der ersten von drei Arbeitsgruppen am 13. Oktober (11.00 Uhr). Politik und Fan-Organisationen drängen auf einen Wandel im überhitzten Bundesliga-Geschäft, zumal die Clubs in der Corona-Krise vor massiven finanziellen Problemen stehen.

Auch auf Druck von Fan-Bündnissen hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Taskforce gegründet. Man wolle „zentrale Fragestellungen für die Zukunft des Profifußballs in Deutschland aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten“, schreibt DFL-Boss Christian Seifert an die Teilnehmer der Arbeitsgruppen, die auch am 19. und 27. Oktober tagen.

Schenk ist eine von insgesamt 35 Experten aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und dem Fußball selbst in der Taskforce. „Ich bin gespannt. Das ist eine sehr offene und flexible Herangehensweise“, sagte Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport bei der Transparency International in Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur. „Der gesellschaftliche Erwartungsdruck ist da, die breite Öffentlichkeit erwartet im Moment mehr vom Fußball.“

Sieben Kernthemen sind aufgelistet. Unter anderem geht es um Maßnahmen zur Wettbewerbsbalance, Gehaltsobergrenzen, gesellschaftliche Verankerung, finanzielle Rücklagen bei den Clubs, einen Verhaltenskodex für Spieler und Fans und die Förderung des Frauenfußballs. Seifert spricht von einem „in dieser Form im deutschen Profi-Sport noch nie praktizierten Vorgehen“. Das DFL-Präsidium und die Mitgliederversammlung mit ihren 36 Proficlubs sollen sich dann mit den Erkenntnissen der Arbeitsgruppen befassen.

© dpa-infocom, dpa:201011-99-907074/2

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