Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

. Neuer: Quasi beschäftigungslos, beim 1:1 machtlos. Missverständnis mit Hummels (22.). Klärte mit Flugkopfball vor dem Strafraum (61.).

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Comeback gegen Dänemark: Mats Hummels (l) und Thomas Müller gehen in die Halbzeitpause. Foto: Federico Gambarini/dpa

Ginter: Robust im Zweikampf, seine Freiräume nutzte er zu selten. Bei guter Dänen-Chance zur Stelle (58.). In der Endphase rechts draußen.

Süle: Von Löw verbal gekitzelt, hängte er sich rein. Schnell, gute Spieleröffnung. Und robust in Zweikämpfen. Beim 1:1 stand er falsch.

Hummels: Antizipierte lange gut, auf Fehlervermeidung ausgerichtet. Bei Standards stets mit vorn drin. Bei Poulsens Tor zu spät dran.

Klostermann: Quasi als Rechtsaußen - das ist nicht seine Sahne-Rolle. Sicherte aber nach hinten gut ab. Das wird bei der EM wichtig sein.

Neuhaus: Unbeschwerter Auftritt mit guten Pässen, schönem Schuss (12.) und 1:0. Nutzte die Einsatzchance und erhöhte Konkurrenzkampf.

Kimmich: Der Chef - Anspielstation, Balleroberungen, gefährlicher Freistoß (35.) und am 1:0 beteiligt. Pech beim Pfostenschuss (76.).

Gosens: Nach anfänglichem Leerlauf zeigte er Offensiv-Qualitäten, leitete das 1:0 ein. Dann brachte er selbst das Dänen-Tor in Gefahr.

Gnabry: Kam selten in seine Aktionen. Aber suchte immer den direkten Zug zum Tor. Toller Lattenknaller (44.). Ihm fehlte die Effektivität.

Müller: Deshalb ist er zurück: viel unterwegs, lenkte die Mitspieler. Fast Torschütze: Köpfte zu lasch (14.). Die letzte Abstimmung fehlte.

Sané: Fleißig, aggressives Pressing. Kam nicht in finale Aktionen. Nach Neuhaus-Vorarbeit erwischte er den Ball nicht richtig (28.).

Koch: Kam nach einer Stunde und rückte in die Dreier-Kette. In der guten Phase der Dänen brachte er keine Ruhe und Sicherheit.

Volland: Nach November 2016 wieder mit einem Länderspiel-Einsatz. Bei der EM soll er als Joker stechen, diesmal klappte das noch nicht.

Günter: Löws EM-Überraschungsspieler löste Gosens ab. Der Freiburger durfte sieben Jahre nach seinem DFB-Debüt wieder ran.

Hofmann: In den letzten Minuten im Spiel. Der Gladbacher soll vor allem im Training die etablierten Kräfte attackieren.

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