Fußball

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Fußball

Sonntag, 5. September 2021 - 22:58 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Stuttgart. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick mit einem Torfestival den ersten Platz in der WM-Qualifikation erobert.

Traf gegen Armenien gleich zweimal: Serge Gnabry. Foto: Tom Weller/dpa

Die DFB-Auswahl siegte drei Tage nach dem zähen Einstandserfolg gegen Liechtenstein vor 18 086 Zuschauern in Stuttgart mit 6:0 (4:0) gegen Armenien.

Die DFB-Elf in der Einzelkritik:

Neuer: Ein ruhiger Abend. Die wenigen Bälle hätte er auch mit der vor dem Spiel verliehenen DFB-Kappe für 100 Länderspiele halten können.

Hofmann: Krönte die Startelf-Premiere als Rechtsverteidiger mit dem ersten Länderspiel-Tor. Defensiv warten größere Bewährungsproben.

Süle: Der Münchner war bei manchen Pässen zu schlampig, in den entscheidenden Zweikämpfen aber gewohnt solide.

Rüdiger: Musste im Laufduell mit Hoffenheims Adamyan (30.) alles geben. Bis auf einen zu kurzen Rückpass (14.) ohne Wackler.

Kehrer: Ein souveräner Auftritt als Gosens-Vertreter links hinten. Spielpraxis bei PSG und Flexibilität machen ihn für Flick wertvoll.

Kimmich: Auf der Sechs deutlich defensiver als Goretzka. Fädelte viele Angriffe ein. Nach einer Stunde zur Schonung runter.

Goretzka: Der große Antreiber im DFB-Spiel. Überzeugte mit enormer Dynamik und vielen geschickten Anspielen in den Strafraum.

Gnabry: Rumms. Nach 15 Minuten war der Doppelpack geschnürt. 18 Tore in 28 Spielen sind eine Traumquote. Ein Fallrückzieher ging drüber.

Reus: Das Comeback ist dem Dortmunder gelungen. Verarbeitete sein Armenien-Trauma von 2014 mit dem ersten DFB-Treffer seit 27 Monaten.

Sané: Von wegen Münchner Krise. Riss mit Dribblings viele Löcher. Ein Lattenkracher (21.) und sogar im Zweikampf an der eigenen Eckfahne.

Werner: Ein Mittelstürmer. Zahlte für Flicks Vertrauen mit dem nächsten Tor. Viel unterwegs und mit toller Hacken-Vorlage für Reus.

Gündogan: Ersetzte für eine halbe Stunde Kimmich als Strippenzieher. Für größere Impulse reichte die Zeit nicht.

Musiala: Kam nach 60 Minuten für Reus. Führte sich mit einem schönen Steilpass ein. Elegant, aber diesmal ohne den entscheidenden Touch.

Wirtz: Zweiter Joker-Einsatz unter Flick für den jungen Leverkusener. Spielt sich nach und nach in den Fokus für größere Aufgaben.

Adeyemi: Der Teenager trug beim Debüt Gerd Müllers legendäre 13 - und traf in der Nachspielzeit. Ein Versprechen für die Zukunft.

Raum: In die Startelf schaffte es der Hoffenheimer hinten links noch nicht. Beim Kurz-Debüt mit gefährlicher Flanke - seine Spezialität.

© dpa-infocom, dpa:210905-99-106097/2

Ihr Kommentar zum Thema

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha