Eckel vor Ungarn-Spiel: Erinnerungen an „Wunder von Bern“

dpa Bruchmühlbach-Miesau. 67 Jahre nach dem „Wunder von Bern“ glaubt Horst Eckel im EM-Gruppenfinale der DFB-Auswahl gegen Ungarn erneut an einen Sieg der deutschen Mannschaft. Dies sagte seine Tochter Dagmar Eckel vor der Partie in München der Deutschen Presse-Agentur.

Eckel vor Ungarn-Spiel: Erinnerungen an „Wunder von Bern“

Ex-Fußballweltmeister Horst Eckel glaubt an einen deutschen Sieg gegen Ungarn. Foto: Uwe Anspach/dpa

Der letzte lebende Weltmeister von 1954 gibt derzeit keine Interviews. Der 89-Jährige lebt zurückgezogen im pfälzischen Vogelbach, nachdem er sich im vergangenen Jahr bei einem schweren Sturz verletzt hatte.

„Das Spiel ist ihm natürlich wichtig, da die Erinnerungen hochkommen“, sagte Dagmar Eckel. „Aber er ist auch sehr realistisch und sagt: Wir leben im Hier und Jetzt - und jetzt sind die Jungen dran!“ Ihr Vater schaue sich die Spiele der DFB-Auswahl im Fernsehen „mit Spannung“ an und sie beide würden danach stets telefonieren und sich austauschen.

Am 4. Juli 1954 gelang Deutschland im Finale gegen Ungarn (3:2) als großem Außenseiter durch die Tore von Max Morlock und zweimal Helmut Rahn der erste WM-Triumph. Zwei Wochen zuvor hatte Deutschland das Gruppenspiel noch 3:8 verloren. Eckel war damals mit 22 Jahren der jüngste Spieler in der Mannschaft von Trainer Sepp Herberger und Kapitän Fritz Walter.

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