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Fußball

Ex-Coach Korkut als Bayers Hoffnung

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Sonntag, 29. April 2018 - 10:31 Uhr

von Von Holger Schmidt, dpa

dpa Leverkusen. Als Trainer von Bayer Leverkusen hat Tayfun Korkut nie ein Spiel in Leverkusen gewonnen. Als Trainer des VfB Stuttgart tat er es. Dadurch rutschte Bayer aus den Champions-League-Plätzen - und muss auf Korkut hoffen.

Ex-Bayer-Coach Tayfun Korkut siegte mit Stuttgart in Leverkusen. Foto: Federico Gambarini

Tayfun Korkut musste als Gast kommen, um zum ersten Mal ein Spiel in Leverkusen zu gewinnen. Und jetzt ist der Ex-Coach Bayer Leverkusens große Hoffnung im Kampf um die Champions League.

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„Ich drücke ihm die Daumen, dass er so weitermacht und auch nächste Woche gewinnt“, sagte Leverkusens Sportchef Rudi Völler nach der bitteren 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Korkut und den VfB Stuttgart mit einem Augenzwinkern.

In der nächsten Woche empfangen die Schwaben Hoffenheim - jenes Team, das Bayer am drittletzten Bundesliga-Spieltag vom begehrten vierten Platz verdrängte. Die Rückkehr in den Europacup hat Bayer fast schon sicher, „aber wenn es nur für die Europa League reichen würde, wäre das schon eine Enttäuschung“, gab Trainer Heiko Herrlich zu: „Einfach, weil mehr möglich gewesen wäre.“

So sieht es auch Rudi Völler. „Wenn man mal dran geschnuppert hat, will man es auch schaffen“, sagte der Leverkusener Sportchef: „Diese Niederlage tut richtig weh, weil wir es jetzt nicht mehr in der eigenen Hand haben. Aber es ist noch nicht vorbei.“

Doch auch wenn die Werkself aus einer völlig verkorksten Saison mit Rang zwölf kommt - in der Korkut von fünf Heimspielen als Bayer-Trainer keines gewann - würde das Verpassen der Champions League eine verschenkte Chance bedeuten. An neun Spieltagen in der Rückrunde belegten die Rheinländer einen der ersten vier Plätze. Doch mit vier Heimniederlagen im Jahr 2018 - mehr als Absteiger Köln - brachte sich Bayer immer wieder um eine gute Ausgangsposition.

Wenn es am Ende nur die Europa League werden sollte, sei „auch nicht alles falsch gewesen“, betonte Herrlich: „Wir haben im Halbfinale des DFB-Pokals gestanden, und wir haben oft ansehnlichen Fußball gespielt mit vielen Torchancen.“ 24:4 waren es gegen den VfB. Am Ende stand dennoch eine Niederlage.

Mit dieser Effektivität und nur einer Niederlage aus zwölf Spielen schaffte der Ende Januar - auch wegen seiner schwachen Bilanz in Leverkusen - mit großer Skepsis empfangene Korkut zunächst frühzeitig den Klassenerhalt. Und nach dem Sieg durch das Kopfball-Tor von Maskenmann Christian Gentner (67.) ist sogar das Europacup-Comeback nach fünf Jahren möglich.

„Die Spieler sind Mentalitäts-Monster“, sagte Sportvorstand Michael Reschke, der 35 Jahre in Leverkusen arbeitete. „Aber im Moment beschäftigen wir uns nicht mit Europa. Wir spielen noch gegen Hoffenheim, das seit neun Spielen nicht verloren hat. Und dann fahren wir zur Meisterfeier nach München. Da will der FC Bayern auch sehr ungern verlieren.“

Doch so mancher Spieler rechnet natürlich. „Wenn es so kommt, wehrt sich keiner von uns“, sagte der am Samstag sehr starke Torhüter Ron-Robert Zieler. Korkut reagiert auf solche Aussagen mit einem Schmunzeln. „Ich bin nicht hier, um irgendwen zu bremsen“, sagte er. Auf die Frage, ob er an der Europa League „schnuppere“, antwortete er: „Ich schnuppere an gar nichts. Aber im Moment riecht alles gut.“

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