Flick führt DFB-Gespräche: Bundestrainer „etwas Besonderes“

dpa München. Der scheidende Bayern-Coach Hansi Flick hat den Poker um den Bundestrainer-Posten mit dem Deutschen Fußball-Bund eröffnet. Der ehemalige Assistent von Joachim Löw betonte dabei in München, dass seine Rückkehr zum DFB keineswegs ein Automatismus sei.

Flick führt DFB-Gespräche: Bundestrainer „etwas Besonderes“

Hansi Flick könnte neuer Bundestrainer werden. Foto: Andreas Gebert/Reuters-Pool/dpa

„Alle fokussieren sich auf den DFB“, sagte Flick vor dem möglichen Meisterschaftsgewinn mit dem FC Bayern München an diesem Wochenende. „Es gab schon Gespräche, auch mit Olli (Bierhoff), ohne Frage“, berichtete der 56-Jährige, der aber sofort hinzufügte: „Aber es gab durchaus auch andere Gespräche.“ Nach seinen großen Erfolgen ist Flick durchaus auch ein Kandidat für andere europäische Topclubs.

Den bis 2023 laufenden Vertrag beim deutschen Rekordmeister hat Flick vorzeitig zum Saisonende aufgelöst. „Was die Zukunft betrifft, ist noch lange nichts entschieden“, sagte Flick: „Ich warte ab, was letztendlich kommt. Schauen wir mal, wie es weitergeht.“

Der Bundestrainer-Posten ist aber auch für Flick die erste Option, wie er im weiteren Verlauf seiner Video-Pressekonferenz erkennen ließ. „Bundestrainer ist etwas Besonderes. Ich weiß, was mich da erwarten wird“, sagte er. Flick wurde 2014 in Brasilien als Assistent von Löw Weltmeister mit der Nationalmannschaft. Der 61-jährige Löw hört nach der Europameisterschaft im Sommer als Bundestrainer auf.

Die Führungsquerelen beim DFB scheinen für Flick kein Hindernis zu sein. „Ich beschäftige mich mit den Dingen nicht, da bin ich nicht so drin“, sagte er zu den Machtkämpfen in der Führung um Präsident Fritz Keller. „Zu meiner Zeit beim DFB war das eine oder andere auch nicht so ruhig, wie man sich das wünscht.“ Bei der Nationalmannschaft habe es aber stets „sehr viel Ruhe, sehr viel Loyalität und sehr viel Wertschätzung“ gegeben. „Das sind die Dinge, die mir imponieren.“

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