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Fußball

Gladbach-Rätsel nach Niederlage: Warum immer in Freiburg?

Fußball

Samstag, 27. Oktober 2018 - 08:21 Uhr

von Von Nils Bastek, dpa

dpa Freiburg. Borussia Mönchengladbach kann in Freiburg nicht mehr gewinnen - mehr als 16 Jahre ist der letzte Bundesliga-Auswärtserfolg im Breisgau her. Aber die Borussia gibt nicht nur wegen einer schwarzen Auswärtsserie Rätsel auf.

Gladbachs Trainer Dieter Hecking hadert mit der 1:2-Niederlage beim SC Freiburg. Foto: Patrick Seeger

Eine Antwort wusste niemand. Etwas ratlos verabschiedeten sich die Profis von Borussia Mönchengladbach aus dem ungeliebten Schwarzwald-Stadion des SC Freiburg. Ihr Auftritt bei der 1:3-Niederlage zum Auftakt des 9. Spieltags der Fußball-Bundesliga hatte Rätsel aufgegeben.

Warum konnten sie ihre zuvor starke Form im Breisgau nur für rund 20 Minuten bestätigen? Und wieso können sie in Freiburg eigentlich nicht mehr gewinnen?

AUSWÄRTSFLUCH: Die Voraussetzungen waren bestens. „Wir fanden alle, dass die Situation diesmal eine andere ist. Wir waren mit einer breiten Brust hierher gekommen“, sagte Gladbachs Mittelfeldspieler Jonas Hofmann nach der Partie. Aber wieder hat es nicht geklappt. Der bisher einzige Bundesliga-Sieg in Freiburg war der Borussia am 23. März 2002 gelungen, als unter anderem der heutige Sportchef Max Eberl noch mitgespielt hatte.

Vielleicht habe das im Unterbewusstsein eine Rolle gespielt, meinte Hofmann. Sicher ist jedenfalls: an die Leistungen bei den zuletzt furiosen Erfolgen beim FC Bayern München (3:0) und gegen den FSV Mainz 05 (4:0) konnten die Gäste nur kurz anknüpfen.

EINBRUCH: Mit dem frühen Elfmetertor nach 59 Sekunden durch Freiburgs Nationalspieler Nils Petersen war die Partie aus Gladbacher Sicht denkbar ungünstig losgegangen. Das beeindruckte die Borussia aber überhaupt nicht. In den Minuten danach dominierte sie das Spiel, baute ihre Angriffe dank gutem Positionsspiel klug auf und kam durch Thorgan Hazard (20. Minute/Elfmeter) zum verdienten Ausgleich.

Rätselhaft wurde es erst danach, weil sich die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking überraschend zurückzog. An ihren munteren Auftritt aus den ersten 20 Minuten knüpfte sie nie mehr an. Spätestens nach dem 2:1 durch Luca Waldschmidt (57.) „haben wir einfach nichts mehr auf die Reihe gekriegt“, sagte Hofmann. Lucas Höler (90. +3) setzte den Schlusspunkt.

AUFSCHWUNG: Dank ihres überraschenden Erfolges sind die Freiburger in der Bundesliga zum dritten Mal in Serie unbesiegt geblieben. „Man kann auf jeden Fall sagen, dass wir heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen sind“, sagte Abwehrspieler Dominique Heintz, der die Gäste mehrere Male mit langen Pässen in Bedrängnis gebracht hatte. Bester Freiburger aber war Luca Waldschmidt. Der Neuzugang des Hamburger SV erzielte nicht nur das 2:1, sondern überragte auch im Passspiel. Sein Tor war zudem ein besonderes: Erstmals in seiner noch jungen Bundesliga-Karriere hat er in einer Saison nun mehr als einen Treffer auf dem Konto.

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