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Großer Gegner droht: VfL Wolfsburg verpasst Gruppensieg

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Donnerstag, 12. Dezember 2019 - 22:58 Uhr

von Von Sebastian Stiekel, dpa

dpa Wolfsburg. Dem VfL Wolfsburg winken in der ersten K.o.-Runde der Europa League schwere Gegner des Kalibers Inter Mailand, Manchester United oder Ajax Amsterdam.

Der VfL Wolfsburg siegte daheim knapp gegen St. Etienne. Foto: Swen Pförtner/dpa

Der Fußball-Bundesligist gewann zwar am Donnerstagabend sein letztes Vorrundenspiel gegen den französischen Rekordmeister AS Saint-Etienne mit 1:0 (0:0), für Platz eins in der Gruppe I reichte das aber nicht mehr, da Spitzenreiter KAA Gent aus Belgien parallel sein Spiel gegen den ukrainischen Außenseiter PFK Olexandrija ebenfalls gewann. Das Siegtor für die Wolfsburger schoss der Brasilianer Paulo Otavio in der 52. Minute in seinem ersten Pflichtspiel für den VfL.

Die Folge des verpassten Gruppensiegs ist, dass der VfL als Tabellenzweiter am nächsten Montag entweder einen der Gruppensieger aus der Europa League oder einen der vier besten Gruppendritten aus der Champions League zugelost bekommt. Zu den möglichen Gegnern gehört auch der Linzer ASK aus Österreich, von dem Trainer Oliver Glasner im Sommer nach Wolfsburg wechselte und der jetzt von dem früheren VfL-Coach Valerien Ismael trainiert wird.

Da das Weiterkommen an sich schon vor dieser Partie vor 10.802 Zuschauern feststand, wollte Glasner gegen Saint-Etienne vor allem zwei Dinge sehen: Eine engagierte Reaktion der Spieler auf seine massive Kritik vom vergangenen Wochenende, als er der Mannschaft unter anderem „quasi Dienst nach Vorschrift“ vorhielt. Und eine Empfehlung jener Profis, die in den vergangenen Monaten aus Verletzungs- oder aus sportlichen Gründen kaum gespielt hatten.

Stürmer Daniel Ginczek zum Beispiel lief zum ersten Mal nach seiner Rücken-OP von Beginn an auf und hatte bei zwei Pfostenkopfbällen in der 15. und 43. Minute Pech. Der Österreicher Xaver Schlager gab nach ausgeheiltem Knöchelbruch wieder den Antreiber im Mittelfeld und Torschütze Paulo Otavio verteidigte links in einer erstmals in dieser Saison getesteten Viererabwehrkette.

Wolfsburg zeigte durchaus den von Glasner geforderten Elan und hatte im Vergleich zu den harmlosen Gästen deutlich mehr Spielanteile und die deutlich besseren Torchancen. Beiden Teams war aber anzumerken, dass sie in diesem sportlich bedeutungslosen Spiel mit zwei völlig neu zusammengewürfelten Formationen aufliefen, denen jeder Automatismus abging. Schon am Sonntag hat der VfL in der Bundesliga wieder ein Heimspiel: Dann kommt Tabellenführer Mönchengladbach.

Wolfsburgs Kevin Mbabu (l) versucht St. Etiennes Romain Hamouma zu stoppen. Foto: Swen Pförtner/dpa

VfL-Coach Oliver Glasner nahm sein Team vor dem Spiel in die Pflicht. Foto: Swen Pförtner/dpa

St. Etiennes Harold Moukoudi (l) ist vor VfL-Profi Daniel Ginczek am Ball. Foto: Swen Pförtner/dpa

Paulo Otavio sorgte nach dem Seitenwechsel für die Wolfsburger Führung. Foto: Swen Pförtner/dpa


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