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Herthas Krise geht weiter: Heimpleite gegen Frankfurt

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Samstag, 5. März 2022 - 17:43 Uhr

von Von David Langenbein, dpa

dpa Berlin. Seit Wochen bemühen die Hertha-Verantwortlichen die positiven Ansätze ihrer Mannschaft, auch wenn die Punkte ausbleiben. Gegen Eintracht Frankfurt sind die Berliner nun durchgängig unterlegen.

Der Frankfurter Ansgar Knauff (l) traf bei Hertha BSC zur Führung der Hessen. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Abstiegskandidat Hertha BSC bleibt nach der nächsten heftigen Heim-Niederlage in der Fußball-Bundesliga in diesem Jahr weiter sieglos.

Nach dem 1:4 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt bleibt die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut nach dem 25. Spieltag auf dem Relegationsrang und hat nun zwei Punkte Rückstand auf Platz 15. Ansgar Knauff (17. Minute) erzielte vor 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Berliner Olympiastadion den Führungstreffer für die Hessen. Tuta (48.) und Jesper Lindström (56., 63.) schossen die weiteren Frankfurter Tore. Davie Selke gelang nur das kurzzeitige 1:3 (61.).

Die Berliner wirkten im Spiel gegen den Ex-Club von Geschäftsführer Fredi Bobic offensiv und defensiv über weite Strecken überfordert und haben nun vier Spiele in Serie verloren. Die Frankfurter und Trainer Oliver Glasner können dagegen auf die vor dem Spiel beschworene Trendwende hoffen und beendeten ihre Reihe von drei Niederlagen in Folge. Die Eintracht bleibt Zehnter und spielt am Mittwoch (18.45 Uhr/RTL+) in der Europa League gegen Betis Sevilla.

Mehr Fans in Stadion

Der russische Krieg gegen die Ukraine war auch im Olympiastadion ein Thema. Zum Anpfiff wurden die Anzeigetafel und die Banden in den ukrainischen Landesfarben gefärbt. In mehreren Sprachen stand das Wort Frieden darauf.

Ins Stadion durften deutlich mehr Fans als zuletzt. Korkut, bei dessen Vorstellung im Stadion auch deutlich Pfiffe vernehmbar waren, hatte von seiner Mannschaft gefordert, die Zuschauer mit einer engagierten Leistung mitzunehmen. Doch sein Team lud die Eintracht von Beginn an immer wieder mit leichten Ballverlusten zu Kontern ein.

In der 17. Minute störten der im Angriff unglücklich agierende Dongjun Lee und Peter Pekarik den Frankfurter Filip Kostic dann nicht konsequent. Der Serbe, einer der besten Vorbereiter der Liga, flankte und am rechten Pfosten köpfte Knauff ein. Es war das erste Bundesliga-Tor der Leihgabe aus Dortmund für die Eintracht. Im Gegenzug hatte Herthas Stevan Jovetic nach einer verlängerten Ecke die Chance auf den Ausgleich, er verzog jedoch (19.).

Eintracht offensiv

Die offensivere Ausrichtung von Glasner zahlte sich für die Hessen aus, die zuvor 299 Minuten ohne Tor geblieben waren. Neben Lindström, Knauff und Kostic bot er Rafael Borré und Daichi Kamada auf. Mit gezieltem Pressing und schnellen Angriffen machten sie den Berlinern große Probleme. Mit lauten Pfiffen schickten die Hertha-Fans ihr Team in die Kabine.

Kurz nach der Pause umdribbelte Knauff nach einer schlecht geklärten Ecke auf dem Flügel Jovetic, der wenig Gegenwehr leistete. Die Flanke des 20-Jährigen köpfte Evan Ndicka auf Tuta, der einschoss. Und es wurde noch schlimmer für die Hertha: Nach einem langen Ball wurden sich Kapitän Dedryck Boyata und Marcel Lotka, der als nominell fünfter Keeper erneut im Tor stand, nicht einig. Lotka klärte den Ball vor die Füße von Lindström, der aus knapp 30 Metern eiskalt ins leere Tor traf. Mit einem fulminanten Volley sorgte der einwechselte Selke für kurzzeitige Hoffnung bei den Berlinern, die Lindström nur 76 Sekunden später im Keim erstickte.

© dpa-infocom, dpa:220305-99-399307/2

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