Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Fußball

Irans Nationalmannschaft droht erneuter Ärger

Fußball

Sonntag, 25. März 2018 - 17:11 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Teheran. Der iranischen Fußball-Nationalmannschaft droht in der Vorbereitungsphase für die WM in Russland politischer Ärger wegen eines Israel-Spiels. Das iranische Parlament will den Sportminister und eventuell auch den Präsidenten des Verbands (FFI) einbestellen.

Irans Trainer Carlos Queiroz hat mit der Nominierung von Massoud Shojaei für Diskussionen gesorgt. Foto: Georgi Licovski/EPA

Laut Mohamed-Al Purmochtar, einem konservativen Abgeordneten, geht es um Kapitän Massoud Shojaei. Dieser hatte die Mannschaft im Testspiel am gegen Tunesien (0:1) erneut angeführt, obwohl er wegen eines Vereinsspiels gegen einen Club aus Israel seit Sommer vergangenen Jahres offiziell für Länderspiele gesperrt ist.

Das Sportministerium und der FFI hätten klammheimlich die Sperre umgangen, sagte Purmochtar der Nachrichtenagentur Fars. Es gehe hier nicht nur um Sportpolitik, sondern „um ideologische Prinzipien“. Die Sport- und Fußballfunktionäre hätten diese Prinzipien ignoriert und müssen daher vor dem Parlament Rede und Antwort stehen, so der Abgeordnete.  

Wegen der politischen Feindschaft mit Israel dürfen iranische Sportler seit über 38 Jähren nicht gegen israelische Sportler oder Mannschaften antreten. Das Verbot gilt im Land als eine sportpolitische rote Linie und ein Verstoß als Tabubruch.

Schojaei war im August letzten Jahres in der Europa-League-Qualifikation mit seinem Verein Panionios Athen gegen Maccabi Tel Aviv angetreten. Daraufhin wurde er aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Vergangene Woche wurde er jedoch von Trainer Carlos Queiroz für die WM-Vorbereitungsspiele gegen Tunesien und Algerien nominiert und behielt auch die Kapitänsbinde.

Ihr Kommentar zum Thema

Irans Nationalmannschaft droht erneuter Ärger

Verbleibende Zeichen:

Regeln fürs Kommentieren

Bitte bleiben Sie fair und sachlich. Schreiben Sie keine Kommentare, die Beleidigungen, Verleumdungen oder falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Beiträge, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht (siehe Netiquette).

Bitte beachten Sie, dass Ihr Kommentar unter Ihrem echten Namen veröffentlicht wird!


captcha