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Italiens Leidensgenossen: „Ohne Holland fahr'n wir zur WM“

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Freitag, 25. März 2022 - 12:03 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Rom. Das Aus des Europameisters für die WM in Katar hat die Fußball-Nation Italien geschockt. Zumal es nach 2018 bereits das zweite Mal nacheinander der Fall ist, dass das bedeutendste Turnier der Welt ohne die Squadra Azzurra stattfindet.

Trainer Louis van Gaal verpasste 2002 mit den Niederländern die WM in Japan und Südkorea. Foto: epa anp Koen Van Weel/ANP/dpa

Doch auch Fans anderer großer Fußball-Länder mussten schon eine WM ohne ihr Team ertragen:

Niederlande

Am Ende freute sich ein Österreicher. Als die Elftal unter Star-Trainer Louis van Gaal 2002 völlig überraschend die WM in Japan und Südkorea verpasste, landete Helmut aus Mallorca mit „Ohne Holland fahr'n wir zur WM“ seinen größten Hit. Der hielt sich drei Monate in den deutschen Charts und erlebte anderthalb Jahrzehnte später seine kleine Renaissance. Denn die WM 2018 in Russland wurde ebenfalls verpasst, was allerdings bei der nur noch als Durchschnitt eingestuften Nationalmannschaft keine Sensation mehr war.

England

Den ersten Schock setzte es acht Jahre nach dem bisher einzigen WM-Triumph, als man sich nicht für die WM 1974 in Deutschland qualifizierte und auch 1978 in Argentinien war man nicht dabei. Als es durch den dritten Platz bei der WM 1990 nach Besserung aussah, war man 1994 wieder nur Zuschauer. Seitdem läuft es aber in Sachen Qualifikation und 2018 in Russland wurden die Three Lions sogar Dritter. Die Sehnsucht nach dem Triumph in Katar ist groß. „It's coming home...“ wird auch in den Wüsten-Stadien zum Hit werden.

Frankreich

War man nach dem EM-Sieg 1984 bei der WM 1986 noch Dritter geworden, folgten zwölf Jahre voller Leiden. Unter Trainer Michel Platini verpasste die Équipe Tricolore die WM 1990 und unter Gérard Houllier auch das Turnier 1994. Für das endgültige Aus hatte damals ein 1:2 gegen Bulgarien gesorgt, der Siegtreffer durch Emil Kostadinow fiel erst in der Nachspielzeit. Bei der WM in den USA warf Bulgarien Titelverteidiger Deutschland raus. Frankreich fing sich, wurde 1998 und 2018 Weltmeister, schaffte es 2006 bis ins Finale.

Italien

Für die Squadra Azzurra war die verpasste Reise nach Russland hingegen die „Apokalypse“, wie die „Gazzetta dello Sport“ schrieb. In den damals noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragenen Playoffs scheiterte man 0:1 und 0:0 an Schweden. Zuvor hatte nur die WM 1958 - ironischerweise in Schweden - ohne Italien stattgefunden. Und wenn es dieses Jahr in Richtung Adventszeit geht, ist der Europameister erneut nicht dabei. Wobei das peinliche 0:1 gegen Nordmazedonien schwerer wiegen dürfte als das Aus gegen Schweden.

© dpa-infocom, dpa:220325-99-668497/3

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