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Kieler Pokalhelden straucheln - Bochum und Fortuna drücken

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Sonntag, 17. Januar 2021 - 15:42 Uhr

von Von Carsten Lappe und Morten Ritter, dpa

dpa Düsseldorf. Im Pokal Helden, in der Liga Pechvögel: Holstein Kiel ist vier Tage nach dem Coup gegen den FC Bayern München im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurückgefallen.

Kiels Torwart Ioannis Gelios reagiert enttäuscht nach dem Treffer zum 0:2. Foto: Frank Molter/dpa

Nach dem 2:3 (0:2) gegen den Karlsruher SC verabschiedete sich das Team von Trainer Ole Werner am 16. Spieltag erst einmal aus den Aufstiegsrängen und fiel hinter dem neuen Spitzenreiter VfL Bochum, den Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf auf Platz vier zurück.

Ähnlich wie beim sensationellen Pokalsieg am Mittwoch gegen Triple-Sieger Bayern München nach Elfmeterschießen bewiesen die Kieler auch am Sonntag wieder Moral, blieben aber trotzdem im dritten Ligaspiel in Serie sieglos. Per Doppelpack hatte Janni Serra (60. Minute/77.) Holstein wieder herangebracht, nachdem der KSC nach Treffern von Philip Heise (6.) und Marco Thiede (45.) mit 2:0 in die Pause gegangen war. Der frühere Düsseldorfer Robin Bormuth tat seinem Ex-Club in der Schlussphase aber noch einen Gefallen und schoss den KSC spät zum Sieg (85.).

Durch das 3:0 am Samstag bei Erzgebirge Aue ist Bundesliga-Absteiger Düsseldorf mit 30 Punkten erst einmal an Kiel (29) vorbei. Der VfL Bochum (32) bleibt nach dem 3:1 am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg zumindest eine weitere Nacht Tabellenführer. Der Hamburger SV (30) kann sich am Montag mit einem Sieg gegen den VfL Osnabrück bis auf vier Punkte von Kiel absetzen.

Mächtig Druck im Aufstiegsrennen machen vor allem die beiden Westclubs Bochum und Düsseldorf, die vor genau 50 Jahren schon einmal gemeinsam in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen sind. Die Bochumer profitieren von ihrer Heimstärke und feierten gegen Nürnberg bereits den fünften Sieg in Serie im eigenen Stadion. „Wir sind unheimlich glücklich, dass wir auf dieser Erfolgswelle reiten können“, sagte Trainer Thomas Reis. Routinier Robert Tesche führte seine Elf mit zwei Treffern zum Sieg.

„Wir können nach Rückschlägen zurückkommen, das haben wir heute wieder gezeigt. Ich bin glücklich darüber, dass ich mit zwei Toren helfen konnte“, sagte der 33-Jährige, der auch schon für die Konkurrenten HSV und Düsseldorf gespielt hat. Der Revierclub präsentiert sich unter Reis seit Wochen konstant und stabil. Ob es am Ende für den großen Wurf reicht, hängt auch von der Konkurrenz ab. „Diese Liga ist sehr ausgeglichen. Die Saison ist nicht einmal zur Hälfte rum, da kann noch so viel passieren“, warnte VfL-Torhüter Manuel Riemann.

Mit einer kleinen Serie haben sich auch die Düsseldorfer in den Fokus gespielt. Mit dem souveränen und überzeugenden Erfolg beim Verfolger Aue bauten die Rheinländer ihre Serie auf sieben Spiele ohne Niederlage aus. In den nächsten drei Heimspielen gegen Greuther Fürth, den HSV und Kiel können sich die Düsseldorfer gegen direkte Konkurrenten noch weiter nach vorne schieben.

„Wir sind in Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen. In den direkten Duellen wollen wir da sein“, sagte Abwehrspieler Andre Hoffmann vor dem nächsten Spiel gegen Fürth am Freitag. „Gelingt es uns da, nochmal drei Punkte zu holen, wäre es eine sehr gute Halbserie von uns“, befand Chefcoach Uwe Rösler.

Für eine Überraschung sorgte der FC St. Pauli, der seine Serie von 13 sieglosen Spielen am Stück mit dem 3:2-Erfolg bei Hannover 96 in einem furiosen Nordderby beendete. Der 17 Jahre alte Igor Matanovic traf in der Nachspielzeit zum Sieg. „Es ist eine Riesenerleichterung, endlich mal wieder einen Dreier geholt zu haben“, sagte Trainer Timo Schultz.

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Regensburg-Torwart Alexander Meyer (r) kommt vor dem einköpfbereiten Sandhausener Alexander Esswein (l) an den Ball. Foto: Armin Weigel/dpa

Heidenheims Patrick Mainka (l) und Darmstadts Felix Platte sind im Kopfballduell. Foto: Stefan Puchner/dpa

Der VfL Bochum besiegte den 1. FC Nürnberg mit 3:1. Foto: Roland Weihrauch/dpa

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