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Laute Bässe nach dem 5:0: Hoffenheim und Hoeneß erleichtert

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Samstag, 16. Oktober 2021 - 05:34 Uhr

von Von Ulrike John, dpa

dpa Sinsheim. Köln bleibt der Lieblingsgegner der Hoffenheimer. Das Team von Steffen Baumgart bricht nach der Pause richtig ein gegen die TSG, die fast ihren Bundesliga-Rekord einstellt.

Hoffenheims Robert Skov, Trainer Sebastian Hoeneß, Benjamin Hübner und Georginio Rutter (l-r) feiern nach der Partie. Foto: Uwe Anspach/dpa

Aus der Kabine der TSG 1899 Hoffenheim wummerten die Bässe unüberhörbar bis in die Pressekonferenz. Die Kraichgauer hatten ordentlich was zu feiern nach dem 5:0 (1:0) im Freitagsspiel gegen den 1. FC Köln.

Vor allem für Chefcoach Sebastian Hoeneß kam der höchste Bundesliga-Sieg unter seiner Regie gerade recht - nach so einigen schwachen Spielen in dieser Saison und vor der Partie beim FC Bayern München am nächsten Samstag.

Mit einem blutleeren Auftritt wie zuletzt beim 1:3 in Stuttgart wäre rund um Hoffenheim mit Sicherheit eine Trainerdebatte losgegangen. Hoeneß führte nach dem Abpfiff in der Sinsheimer Arena keine Freudentänze auf, das entspricht auch nicht seinem Naturell. „Wir freuen uns“, sagte der Neffe des langjährigen Bayern-Machers Uli Hoeneß. „Natürlich freuen wir uns. Es ist eine Mischung aus Freude, Bestätigung und Erleichterung, dass wir eine Reaktion gezeigt haben.“

Hoeneß: „Anschluss nach oben“

Und mit Blick auf die Tabelle, wo sich sein Team zumindest vorübergehend auf Rang acht verbessert hat, betonte Hoeneß: „Wir haben uns für den Anschluss nach oben entschieden.“ Da gehört die TSG nach Ansicht von Mäzen Dietmar Hopp auch hin. Der Milliardär hatte kürzlich kund getan, dass er die TSG „dauerhaft“ auf Europacupplätzen erwarte. „Da wollen wir wieder hin, ohne das als Muss sofort und jetzt auszurufen“, erklärte Sportchef Alexander Rosen im DAZN-Interview. Mit dem inzwischen bei den Bayern arbeitendem Starcoach Julian Nagelsmann hatte er bei der TSG schon Champions-League-Spiele erlebt, unter Hoeneß gab es vergangene Runde zumindest noch Europa-League-Partien.

Für Hoeneß war es jedenfalls „ein sehr runder Abend. Grundsätzlich ist das genau das, was wir auf den Platz bringen müssen.“ Unter seinen Spielern gab es viele, die in der Kabine Grund hatten, die Musik aufzudrehen: Ihlas Bebou wegen seines Doppelpacks (31./49. Minute) eine Woche nach der Geburt seines Sohnes. Die weiteren Torschützen Christoph Baumgartner (51.), Dennis Geiger (74.) und Stefan Posch (87.) natürlich auch. Und der kroatische WM-Zweite Andrej Kramaric als Vorbereiter zweier Treffer und unermüdlicher Wirbelwind. So wollte Hoeneß seinen Stürmer auch „ganz besonders hervorheben: eine super Leistung heute!“

Siegesserie von Köln beendet

Fast hätten die Hoffenheimer auch noch ihren höchsten Bundesliga-Sieg eingestellt: Das war ein 6:0 am 31. März 2018 - gegen Köln. Für die Rheinländer war es die siebte Niederlage hintereinander gegen die TSG. Zugleich endete für das Team von Trainer Steffen Baumgart vor 14.309 Zuschauern eine Serie von fünf ungeschlagenen Partien.

„Die Hoffenheimer haben uns heute vorgeführt. Wir haben richtig auf den Sack bekommen“, sagte FC-Torwart Timo Horn. Ausfälle wie die von Kapitän Jonas Hector wollte Baumgart partout nicht als Grund anführen: „Damit fangen wir erst gar nicht an.“

Selbstkritisch sagte der zuletzt zum Fan-Liebling aufgestiegene Mann mit der Schiebermütze, dass das Trainerteam vielleicht auch schneller hätte reagieren und die Abwehr umstellen müssen. „Hoffenheim hat sehr, sehr viele Lösungen gehabt. Wir müssen daraus nicht nur lernen, sondern die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Das gilt nicht nur für die Jungs, sondern für uns als Trainerteam genauso“, so Baumgart.

© dpa-infocom, dpa:211016-99-616077/3

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