Maradona muss nach Operation in der Klinik behalten

dpa Olivos. Diego Maradona soll laut einer Entscheidung seines Arztes und seiner Familie nach einer Operation wegen einer Gehirnblutung weiter im Krankenhaus bleiben.

Maradona muss nach Operation in der Klinik behalten

Musste sich kurz nach seinem 60. Geburtstag ins Krankenhaus begeben: Diego Maradona. Foto: Gustavo Ortiz/dpa

„Er will gehen, aber er wird bleiben. Dies war eine gemeinsame Entscheidung“, sagte sein Leibarzt Leopoldo Luque zu Journalisten bei der Ankunft an der Klinik in Olivos nördlich von Buenos Aires, wo Maradona behandelt wird. „Das war eines der wenigen Male, dass Diego ein 'Nein` hörte.“

Maradona werde in der Klinik behalten, nachdem er einige „Verwirrtheitsepisoden“ wegen erzwungener Abstinenz erlitten habe. „Diego ist sehr schwierig, sehr schwierig“, fügte Luque hinzu. „Sie können es sich nicht vorstellen. Wir versuchen, stärker zu sein als er.“ Maradona hat immer wieder mit Suchtproblemen wegen Alkohol und Drogen zu kämpfen gehabt.

Am 3. November hatte Luque den Fußball-Weltmeister von 1986 wegen eines subduralen Hämatoms operiert. Dabei handelt es sich um eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn. Nach Angaben seines Ärzteteams verlief die Operation erfolgreich.

Maradona war wenige Tage nach seinem 60. Geburtstag in ein Krankenhaus in La Plata gebracht worden. Zunächst war lediglich von emotionalem Stress, Blutarmut und Dehydrierung die Rede. Bei den Tests wurde dann die Blutung bei der argentinischen Kicker-Legende entdeckt.

© dpa-infocom, dpa:201106-99-242740/2