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Fußball

Mourinho ärgert Guardiola - Man City verschiebt Titelgewinn

Fußball

Sonntag, 8. April 2018 - 13:51 Uhr

von Von Philip Dethlefs, dpa

dpa Manchester. Manchester City tröstet sich nach dem 2:3 (2:0) gegen Man United damit, dass die Meisterfeier nur vertagt wird. Doch die Niederlage tut weh, weil City gegen den Erzrivalen eine einzigartige Chance vergibt. Die Blicke richten sich aber nun auf die Champions League.

Manchester Citys Trainer Pep Guardiola (r) und Jose Mourinho, Coach von Manchester United, geben sich nach dem Spiel die Hand. Foto: Nick Potts/PA Wire

Ilkay Gündogan machte den Fans von Manchester City nach der bitteren Niederlage Hoffnung. „Lassen wir nicht die Köpfe hängen“, schrieb der deutsche Nationalspieler bei Twitter. „Große Aufgaben liegen vor uns, und bald bringen wir nach Hause, was ihr alle verdient.“

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Die erste Chance auf den Titel hat City im Derby gegen den Rivalen Manchester United vergeben. Beim 2:3 (2:0) verspielte das Team eine Zwei-Tore-Führung und die Möglichkeit, so früh Meister zu werden wie keine Mannschaft in der Premier League zuvor.

„Wir haben alles gegeben, um unseren gemeinsamen Traum wahr zu machen“, bekräftige Gündogan. „Leider sollte es nicht sein.“ Sein Trainer Pep Guardiola versuchte, die Enttäuschung schnell abzuhaken. „Wir werden jetzt versuchen, uns für Liverpool aufzurichten, wir sind Profis“, sagte der Coach mit Blick auf die Champions League. Man City muss am Dienstag im Viertelfinal-Rückspiel einen 0:3-Rückstand aufholen, es droht das Aus. Guardiola wirkte angespannt und wortkarg. „Es ist, wie es ist“, sagte er, „wir müssen nach vorn schauen.“

Dem Duell gegen Jürgen Klopp und seine Reds hatte der City-Coach den vorzeitigen Titelgewinn in der Premier League untergeordnet. Leistungsträger wie Kevin De Bruyne und Sergio Agüero ließ er gegen Rekordmeister United erstmal auf der Bank. Und nach Toren von Vincent Kompany (25. Minute) und Ilkay Gündogan (30.) schien sein Plan aufzugehen. Die City-Fans waren schon in Feierlaune. Doch der Champagner im Etihad Stadion blieb ungeöffnet. Denn Paul Pogba (53./55.) und Chris Smalling (69.) drehten die Partie spektakulär.

Dass Man City den Titel demnächst perfekt macht, steht bei 13 Zählern Vorsprung auf United und noch sechs ausstehenden Spielen außer Frage. Aber gegen den Lokalrivalen wäre es eine besondere Genugtuung gewesen, „der süßeste Moment ihres Fan-Daseins“, wie die Zeitung „Telegraph“ schrieb, „die Rache für Jahre der Herablassung“ und „eine Demonstration absoluter Überlegenheit“.

Genau das wusste Guardiolas Erzrivale José Mourinho jedoch mit Man United zu verhindern. Über City sagte er: „Wenn sie gewonnen hätten, wären sie Champions, für alle unsere Fans wäre das der Tod gewesen.“ Der „Guardian“ bezeichnete Mourinho als „ultimativen Spielverderber“. Es war als Kompliment gemeint.

Am Dienstag droht Manchester City nun der nächste Dämpfer. Auch für Klopp und Liverpool hat die Champions League absolute Priorität. Im Merseyside-Derby beim FC Everton, das mit 0:0 endete, schonte Klopp mehrere Spieler, darunter Toptorjäger Mohamed Salah, der sich im Hinspiel gegen City leicht verletzt hatte. Ob der Ägypter für das Rückspiel wieder fit wird? „Wir werden sehen“, sagte Klopp, der mit dem torlosen Remis zufrieden war. „Ein Punkt mehr, alles okay.“

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