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Nagelsmann: „Im Fußball weg von dem Ego-Denken“

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Sonntag, 5. April 2020 - 12:29 Uhr

von Deutsche Presseagentur dpa

dpa Leipzig. RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann engagiert sich in der Coronavirus-Krise in vielen sozialen Bereichen. Der 32-Jährige will die Probleme der Fußball-Bundesliga aber nicht überhöhen.

Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann engagiert sich in vielen sozialen Bereichen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

„Ich habe viele Kumpels, die selbstständig sind. Wenn es bei denen vorbei ist, ist es in derselben Art und Weise für immer vorbei. Ich möchte da im Fußball weg von dem Ego-Denken. Es gibt viele Wirtschaftszweige, da geht es noch dramatischer zu“, sagte Nagelsmann in einem Interview der „Bild am Sonntag“.

Daher versucht „Deutschlands Trainer des Jahres 2017“ zu helfen. „Ich versuche zu spenden, breit gestreut. Ich unterstütze zum Beispiel ein Projekt von Florian Neuhaus (Gladbacher Profi, d. Red.), wir kommen aus der gleichen Region“, so Nagelsmann. Bei seinem Verein RB läuft gerade die Kampagne #WIRALLE. „Wir helfen unter anderem sozialen Einrichtungen, da leiste ich auch meinen Beitrag“, sagte Nagelsmann.

Aus wirtschaftlicher Sicht hält Nagelsmann auch nichts von einer Transfersperre im Sommer. „Wir brauchen den Geldfluss im Fußball, eine gewisse Wirtschaftlichkeit“, sagte er. Zugleich denkt er an eine mögliche Verschiebung der Transferperiode, „vielleicht etwas kürzer oder später im Jahr. Letztlich gibt es einen Markt und es gibt Verträge. Daran ändert auch Corona nichts“, sagte Nagelsmann.


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